Archiv: Samstag, 27. Dezember 2008
Fix und alle
Ich frage mich immer wieder, was meine Tochter am Kleidershoppen so klasse findet. Einen Laden nach dem anderen abklappern, sich durch die Ständer wühlen, -zig Teile anprobieren, andere Teile holen, anprobieren, die Fragen “Das? Oder dieses? So? Oder mit dem kombiniert? Oder doch mit jenem zusammen? Diese Farbe? Oder besser jenen Schnitt?”
Ich gehe in einen Laden hinein, scanne mit meinen Augen einmal an den Wänden entlang, was sichtbar ausgestellt ist und wenn mir nichts gefällt, gehe ich wieder. Gefällt mir ein Kleidungsstück von der Farbe her, registriere ich in Bruchteilen von Sekunden, ob mir das Kleidungsstück auch von der Form her zusagt und ob ich es überhaupt tragen kann. Zum Beispiel die Oberteile, die einen sehr weit ausgeschnittenen Kragen haben, rutschen mir von den Schultern.
Gut, heute habe ich immerhin ein Shirt mit rundem Ausschnitt mitgenommen. Dieser Kauf war eine Entscheidung von fünf Minuten Dauer. Davor habe ich einen anderen Pullover anprobiert. Und einen Cardigan. Oder war es ein Bolero? Die waren alle nichts. Zu eng das eine, oben zu weit ausgeschnitten das andere. Meine Tochter hätte mich gerne weitere Teile anprobieren lassen, aber ich hatte genug.
Nun, ich habe sie noch geduldig von einem in den nächsten Laden begleitet und sie bei der Anprobe beraten. Aber als sie nach etlichen Läden und vier erstandenen Teilen endlich genug hatte, war ich ihr auch nicht böse.
Wie ist es mit Euch? Geht Ihr gerne Kleidungsstücke ausgiebig auswählen oder muß es schnell gehen à la “reinkommen – sehen – (anprobieren) – kaufen – rausgehen”?
