Kabisa Gise – Blog

ganz und gar Gise

Kategorie: andere Kulturen

2012
Donnerstag
23
Aug

Auf Achse

Veröffentlicht von: Gise
um 22:23 Uhr

Natürlich fehlt mir meine Minka nach wie vor und ich danke Euch für Euer Mitgefühl. Doch andererseits fühle ich tiefe Dankbarkeit für all das, was meine Katze mir gegeben hat und was ich von ihr lernen durfte. Es ist gut so wie es ist und ich denke, dass Minka jetzt genauso gut aufgehoben ist wie sie es bei mir war.

Urlaub habe ich diesen Sommer noch nicht gehabt. Ich arbeite seit Ende Juli nur noch in einem Kindergarten an einem Nachmittag in der Woche. Aber den ganzen September durch werde ich frei haben. Erst im Oktober werde ich wieder arbeiten. Man ist mit meiner Arbeit sehr zufrieden und will mich behalten. Mehr noch, ich werde zu meinen zwei noch drei weitere Kindergruppen bekommen! Darüber freue ich mich ganz besonders!

Ende des letzten Monats war ich wieder einmal erkältet. Kein Wunder beim nasskalten Wetter, das wir hatten. Und wie schon kurz nach Ostern hat sich die Erkältung auch diesmal auf mein Gehör geschlagen. Doch diesmal war ich nur links fast taub. Ich höre wieder, aber immer noch nicht so gut wie vor der Erkältung.

Seit einer Woche wohnt meine Nichte bei mir. Langjährige Leser kennen sie schon, die Stieftochter meines Bruders, die Zwiekuh (korrekter: Zwicou für Zwillingscousine) meiner anderen Nichte. Zwei Cousinen, die exakt auf den Tag genau gleich alt sind. Zweimüttrige Zwillinge nannte ich sie. Die Mädchen sind inzwischen elf Jahre alt – Junge, wie die Zeit vergeht!

Morgen werden meine Nichte und ich mit dem Zug nach Berlin reisen, wo ihre Mama schon seit Anfang diesen Monats arbeitet. Sie hat die Tätigkeit nur vorübergehend. Wenn hier in Baden-Württemberg die Sommerferien zu Ende sind, wird sie wieder im Ländle sein. Bis dahin darf ich mich um das Mädchen kümmern. Wir waren bisher viel im Freibad oder haben uns um die Kinder meiner Nachbarin oder um die Jungs meiner Freundin gekümmert, wenn die Mütter arbeiten gehen mussten. Nein, Urlaub habe ich noch nicht. Gerade in den Schulferien habe ich immer Kinder um mich herum. Es ist manchmal anstrengend, aber ich liebe es im Großen und Ganzen. :D

Letzten Samstag war ich nach vier braven Wochenenden zu Hause endlich mal wieder in einem meiner Lieblingsclubs. Nein, nicht Square dance, sondern Techno. Genauer: Hardtechno. Es war herrlich, mit den Freunden zu feiern und herumzualbern. Das hat mir sehr gefehlt!

Achja, morgen… Mittags fährt unser Zug los nach Berlin. Meine Nichte und ich sind schon voller Vorfreude! Da meine Schwägerin selbst Gast bei Freunden ist, habe ich mir ein Zimmer in einem Hostel gebucht. Das Kind wird das Wochenende bei ihrer Mutter logieren. Und am Montag fahren wir wieder heim. Ich freue mich schon auf die afrikanischen Eindrücke, die ich mit meiner Schwägerin, ihrer Tochter und deren Freunden aufnehmen darf!

Achso, meine Digicam muss ich noch einpacken! ;)

2010
Samstag
4
Dez

Fremd

Veröffentlicht von: Gise
um 21:54 Uhr

Gestern habe ich mir nach dem Besuch des V…fone-Shops ein Mittagessen in einem afrikanischen Restaurant gegönnt. Ich kann Euch erzählen, wie sich mein Gericht zusammengesetzt hat, aber fragt mich nicht, wie es heißt. Ich hatte Rindfleischstückchen mit Spinatblättern gemischt, Linsen, verschiedene Gemüsestückchen , Okras (die ich besonders lecker finde) und Reis. Das hat saugut geschmeckt! Ich mag die afrikanische Art zu würzen. Afrikaner essen an und für sich gern scharf, aber für uns Deutsche kochen sie etwas milder. Und so schmecken afrikanische Gerichte rezent und würzig, aber nicht fremd. Wer sich mit asiatischen Speisen schwer tut, weil sie ihm/ihr zu fremdartig schmecken, wird von der afrikanischen Küche begeistert sein. Darauf gebe ich Euch mein Wort!

Ich musste innerlich schmunzeln, als drei ältere Menschen, ihrer Aussprache nach wohl Schweizer, sich im afrikanischen Restaurant Schnitzel, Pommes, Spätzle bestellten. Tja, was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!

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2010
Freitag
16
Jul

Steinzeit

Veröffentlicht von: Gise
um 21:02 Uhr

Vorhin habe ich im Fernsehen einen Bericht über Menschen verfolgt, die im New Yorker Central Park wie die Steinzeitmenschen leben. Sie ernähren sich zum Beispiel nur von dem, was sie in der Natur vorfinden, also Früchte, Kräuter und Fleisch. Diese Menschen sind der Meinung, dass sie auf diese Art viel gesünder leben als zivilisierte Menschen und dass sie uralt werden würden.

Ich frage mich jetzt, warum die Steinzeitmenschen selten älter als – ich glaube – 30 Jahre wurden. Sooo gesund scheint deren Lebensstil nicht gewesen zu sein.

Und… warum sind sie ausgestorben? :mrgreen:

2009
Donnerstag
9
Apr

Guten Morgen!

Veröffentlicht von: Gise
um 09:30 Uhr

Trotz Vollmond habe ich heute Nacht herrlich geschlafen! Ich war gestern Abend auch sowas von erledigt, nach dem langen Tag. Er fing bereits um halb sechs an, weil ich am Vormittag im Kindergarten gearbeitet habe. Danach bin ich nach Hause gefahren, habe die Katze gefüttert und bin bereits zwanzig Minuten später in Richtung Flughafen abgedüst. Meine tansanische Nichte und ihre Großeltern, die Eltern ihrer Mutter, sind aus Berlin angekommen.

Ich hatte Euch ja noch gar nicht erzählt, dass meine Schwägerin mit ihrer Tochter seit Jahresbeginn in Berlin lebt, weil sie dort Arbeit gefunden hat.

In Tansania wird Familie anders definiert als hier bei uns in Deutschland. Ich gehöre nun quasi wie eine Tochter zu der Familie der Eltern meiner Schwägerin und diese haben mich herzlich in ihre Arme geschlossen und in ihr Herz aufgenommen.

Ich bin mit den Dreien erst einmal in eine Cafébar gegangen, wo wir auf die Cousine meiner Schwägerin und ihren Mann gewartet haben. Ich war übrigens überrascht, wie günstig die Preise in dieser Bar waren! Als die Beiden nach etwa einer Stunde kamen, sind wir zu ihnen nach Hause gefahren, wo ich bis zum Abend geblieben bin.

Meine Nichte ist groß geworden, aber in ihrem Wesen hat sie sich nicht verändert. Sie fehlt mir, trotz – oder gerade wegen ihrer lebhaften Art.

Wenn ein Gast wieder nach Hause geht, dann begleiten nach tansanischer Sitte alle Anwesenden den Gehenden selbstverständlich zum Auto oder bis zur Bushaltestelle. Leute, das muss man mal erlebt haben… es ist einfach herrlich! Wenn ich mit meinen Kindern bei meinem Vater bin, dann geht er mit bis zum Auto, aber alle anderen in der Wohnung bleiben in derselben.

Wenn ich mir gerade den kommenden Montag vorstelle. Bis jetzt weiß ich, dass meine beiden Brüder, der eine mit seiner tansanischen Frau und Kind und seinen Schwiegereltern meinen Vater besuchen werden. Gestern Abend habe ich das meiner Tochter erzählt, die übrigens über Ostern eine Freundin mitbringen wird. Meine Tochter meinte, dass sie gerne ebenfalls zu ihren Großeltern fahren würde – natürlich mit Freundin (die… in Südafrika aufgewachsen ist!). Meine Schwester wird hoffentlich ebenfalls mit Familie da sein. Wenn dann auch noch die Kinder und Enkel der Frau meines Vaters da sein würden, was ich eher für unwahrscheinlich halte, dann wird es bei meinem Vater eng – und laut. ;) Man wird suaheli, englich und deutsch reden.

So, wenn tatsächlich alle meine Geschwister komplett mit Familie und Anhang bei meinem Vater und seiner Frau auftauchen, dann wären wir dreizehn Erwachsene (meine Kinder habe ich hier mitgerechnet) und drei Kinder. Nehmen wir einmal an, mein Bruder, der alleinstehend ist, ginge als Erster nach Hause, dann würden alle zwölf Erwachsene und drei Kinder ihn zu seinem Auto begleiten. Wäre mein Bruder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen, würden alle ihn zur Bushaltestelle begleiten – egal, wie weit weg sie liegt! Unvorstellbar, oder? Aber ich finde, das könnte man doch echt auch bei uns Deutschen einführen!

Aber spätestens wenn dann der nächste Gast geht und die Prozession wieder los geht, wäre es uns Deutschen lästig, oder nicht? Bei so einer Sitte würden wir vorher eine Abstimmung darüber machen, wann in etwa die Familienfeier beendet sei, damit alle auf einen Schwung aufbrechen und man sich gegenseitig zu den Autos begleiten könne. Die Busreisenden könnte man am nächstgelegenen Punkt absetzen. ;)

Es ist auf jeden Fall ein anderes Verabschieden, wenn man von den Gastgebern und den Gästen bis zum Bus begleitet wird. Verlässt man das Haus allein, dann ist man plötzlich allein. Zumindest fühle ich es so. Manchmal tut es mir nach dem lauten Stimmengewirr und Musik im Hintergrund gut, aber ein Teil von mir ist dennoch im Haus bei den Leuten.

Ich kann den Unterschied der Gefühle nicht beschreiben – man muss es einfach mal erlebt haben.

Ich bin froh, nun auch die Eltern meiner Schwägerin kennen gelernt zu haben. Sie sind sehr mit ihren Sitten und ihrem christlichen Glauben verwurzelt, aber sie sind dennoch offen für anderes Denken und Verhalten.

2008
Dienstag
2
Dez

Klangwelten

Veröffentlicht von: Gise
um 21:04 Uhr

Gestern hat mir ein achtjähriges Mädchen ganz begeistert vom Konzert erzählt, das es am Sonntag mit seinen Eltern besucht hat. Das Mädchen hat mir auch eine CD vorgespielt. Von den Klangwelten. Die Musik auf der CD gefällt mir sehr gut und so habe ich eben nach den Tourneedaten gegoogelt.

Hey, wer von Euch wohnt in oder um Tübingen herum? Wer hat am 14. Dezember, also in 12 Tagen Zeit, mich zum Konzert der Klangwelten in Tübingen zu begleiten? Dann melde Dich einfach bei mir übers Kontaktformular, falls meine eAdresse Dir nicht eh schon bekannt ist…

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