Kategorie: Arbeitswelt
Lustlos
Ihr Lieben, ich bin deprimiert. Wo ist der Sommer geblieben? Als er da war, im… war es Juni oder Juli?… jedenfalls hätte ich den Sommer nutzen und genießen sollen anstatt über die Hitze zu stöhnen und zu Hause zu hocken. Wenigstens ist der überwiegend verregnete August vorbei, aber der September zeigt bereits deutliche Herbstspuren. Und dunkel ist es. Sowohl morgens als auch am Abend. Die frühe Dunkelheit lässt mich abends schon um
Lustlos bin ich auch. Schon seit Freitag will ich wieder einmal im Exotischen Garten fotografieren, aber ich kann mich nicht aufraffen. Heute habe ich es endlich geschafft, aber schon nach wenigen Bildern waren die Akkus in der Digi leer. Ich hatte zwar vorsorglich Ersatzakkus dabei, aber plötzlich wollte ich nicht mehr. Meine eigenen Akkus sind grad irgendwie leer.
Noch eine Woche, dann arbeite ich wieder. Noch eine Woche Urlaub und auch diese Woche werde ich zu Hause verbringen. Dabei kann ich mich eigentlich nicht beklagen, denn ich arbeite ja nur fünf Stunden in der Woche. Achnee, ich werde, wie es aussieht, siebeneinhalb Stunden, also an drei Vormittagen in der Woche arbeiten, denn ich werde mehr Kinder sprachlich fördern dürfen.
Kommt es mir nur so vor oder gibt es im Kindergarten heutzutage mehr sprachlich auffällige Kinder als vor zwanzig Jahren?
Morgen werde ich zwei Kinder betreuen, deren Mama arbeiten muss. Mal sehen, was für eine Gemeinheit mir zur Beschäftigung der Beiden einfallen wird…
Schließlich grenzt es an Kindesmisshandlung, Kinder bei Sonnenschein nach Draußen zu jagen und sie dazu zu bringen, sich auf Abenteuerspiel- oder Minigolfplätzen auszutoben. Dabei ist es doch viel kindgerechter, im kleinen, muffigen Wohnzimmer zu hocken und fern zu sehen. Oder Karten (Mau Mau) zu spielen. Oder Türme nicht zum Einstürzen zu bringen.
Ich weiß, was wir machen werden! Zwischen Holzgerlingen und Altdorf gibt es ein Sonnenblumenlabyrinth, da werde ich die beiden Kinder aussetzen! Sie dürfen mit mir wieder mit nach Hause und abends zu ihrer Mama fahren, wenn sie den Weg aus dem Labyrinth herausfinden.
Natürlich werde ich mitgehen, denn inmitten von Sonnenblumen, das ist ein Erlebnis, das ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen werde!
So, jetzt trinke ich ein Tässchen Cappuccino, denn nachher fahre ich meinen Sohn zu seiner Bundeswehreinheit.
Apropos Sohn… am kommenden Donnerstag feiern er und seine Kameraden das Feierliche Gelöbnis. Dann werde ich meinen Bub, mein Baby zum ersten Mal in Soldatenuniform sehen…
Peinlich!
Auf meinem Tisch herrscht wieder ein Chaos, das ich so nicht haben möchte. Dorthin lege ich nämlich immer die Post aus dem Briefkasten ab. Briefe öffne ich sofort – um sie dann zu dem Haufen mit Prospekten, Flyern, Werbebriefen, Zeitschriften, geöffneten und leeren Briefumschlägen, gelesener Post, usw. dazuzulegen.
Ab und zu, etwa ein Mal im Monat, packt mich der Rappel und ich räume den Tisch ab. So auch heute. Aber der Rappel wandelte sich schlagartig in ein peinliches Gefühl um, als ich einen noch ungeöffneten Brief las… es war eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch – am 10.06.2010. Das war letzten Donnerstag!
Wie konnte mir dieser Brief nur ungelesen entkommen???
Ich habe sofort mit der Kindergartenleitung telefoniert und mich -zigmal entschuldigt. Nun heißt es abwarten, denn das Bewerbungsverfahren wurde letzte Woche eigentlich abgeschlossen. Der Leiter des Kindergartens wird meine Entschuldigung an den Träger weitergeben und sich mit ihm besprechen.
Mannmann, wie kommt es nur, dass mir dieser wichtige Brief nicht aufgefallen ist???? Ihr glaubt gar nicht, wie peinlich mir das Ganze ist…
Viel Arbeit
Diese Woche war ich ein wenig beschäftigt. Wir hatten ja eine kurze Woche, aber für mich war sie irgendwie anders. Normalerweise bin ich ja dienstags und donnerstags vormittags im Kindergarten, aber da ich am Donnerstag einer Freundin ihre Kinder gehütet habe, war ich statt am Donnerstag am Mittwoch im Kindergarten. So habe ich diese Woche quasi drei Tage am Stück gearbeitet.
Am Mittwoch, als ich meinen Stundenzettel auf dem Amt abgab, kam ich mit der Ansprechpartnerin für die Kindergärten und -tagesstätten ins Gespräch. Von ihr erfuhr ich, dass in zwei Einrichtungen jeweils eine Erzieherin gesucht würde. Für eine Stelle war bereits vor einer Woche, für die andere gestern Bewerbungsfrist. Dennoch habe ich mich gestern für beide Stellen beworben. Zum Glück ging dies auch online. Ich liebe es, mich online zu bewerben, denn irgendwie ist es ohne Papierkram viel einfacher und überschaubarer. Alle Zeugnisse, Urkunden, Zertifikate und Bescheinigungen habe ich einzeln als PDF auf meiner Festplatte schlummern. Für jede online-Bewerbung ziehe ich den Lebenslauf mit Bild, entsprechende Zeugnisse und andere relevante Dokumente zu einer PDF zusammen und hänge sie an die eMail, die das Anschreiben ist.
Am Montag hüte ich wieder die Kinder meiner Freundin, am Dienstag und Mittwoch Vormittag gehe ich arbeiten und am Donnerstag ist ein Feiertag. Den oder den Freitag möchte ich gerne nutzen, um weitere Bewerbungen zu schreiben. Es wäre doch gelacht, wenn ich nicht bald als Erzieherin tätig werden würde.
Die Stelle, die in “meinem” Kindergarten ab kommender Woche bis vorerst Ende September diesen Jahres ausgeschrieben ist, wird jetzt wohl erst ab
So, nun gehe ich einkaufen und dann die Hängende Blau-Zeder und den Zimt-Ahorn fotografieren…
Bewerbung
Endlich habe ich die Bewerbung ins Visier gefasst. Mein Lebenslauf ist aktualisiert, entsprechende Zeugnisse und Nachweise liegen auch schon bereit und sogar das Anschreiben habe ich formuliert. Jetzt fehlt mir nur noch eine einzige Kleinigkeit. Maria, vielleicht kannst gerade Du mir da weiterhelfen? Natürlich nehme ich Formulierungsvorschläge auch von Anderen gerne an.
Ich möchte mich als Erzieherin in einem christlichen Kindergarten bewerben. Ich bin Christin, ich gehöre sogar genau der christlichen Ausrichtung wie der Kindergarten an.
Wie formuliere ich nun im Anschreiben meine religiöse Gesinnung, ohne in einen Roman auszuarten? Gibt es hierfür einen standartisierten, kurzen Satz?
Muss ich im Anschreiben überhaupt auf meine Religionszugehörigkeit eingehen? Im Lebenslauf steht sie ja drin. Gut, da steht nichts darüber, dass ich durchaus nach dem christlichen Glauben lebe. Ich habe überhaupt kein Problem damit, den christlichen und religionspädagogischen Erziehungsauftrag umzusetzen. Nur, wie formuliere ich das kurz und bündig?
Dies und das
Ich frage mich, ob ich mir eine neue Maus kaufen muss, denn wenn ich am Scrollrädchen drehe, bewegt sich auf dem Bildschirm oftmals gar nichts. Dann muss ich mit dem Mauszeiger den Scrollbalken rechts am Bildschirm herunterziehen, um auch den unteren Teil der Seiten im Internet sehen oder lesen zu können.

Heute Vormittag sagte man mir im Kindergarten, dass die Abgabefrist für Bewerbungen wohl noch nicht abgelaufen sei. Die Erzieherin wird mir nun das Stellenangebot aus dem Amtsblatt einscannen und per eMail schicken.

Apropos schicken… die Jeanie ist noch knapp drei Wochen in der Kur, was heißt, dass sie auch über Ostern in Schömberg sein wird. Sie würde sich über reale Post in ihrem Briefkasten riesig freuen. Ich habe ihre Adresse. Wer ihr eine Postkarte oder sonst etwas schicken möchte, schreibe mich per eMail an.

Habe ich nur frühlingsbedingte Kreislaufprobleme oder sollte ich damit doch zum Doktor gehen? Seit gestern Morgen habe ich immer wieder das Gefühl, als ob hinter meinem linken Auge etwas platzen und daraufhin eine Flüssigkeit auslaufen würde. Mir ist aber nicht schlecht oder schwindelig und Schmerzen habe ich auch nicht.

Heute Mittag war ich nach der Arbeit wieder im Exotischen Garten. Zuerst war es nach dem sonnigen Morgen etwas trüb, aber dann verzogen sich die Wolken wieder. Ich habe über hundert Bilder gemacht. Von Eichhörnchen und Kätzchen und Blumen – und ein einziges Bild von einem Vogel, der wohl kamerascheu ist. Ich glaube, dieser Vogel war ein Specht. Er hat zwar in die Rinde gehackt, aber dabei habe ich kein Geräusch von ihm gehört.
Für mich unbegreiflich bleibt, wie Menschen in Gruppen (angefangen mit Zweier- bis ganze Schulklassen) “blind” und laut quakend durch den Park rennen können. Sie sehen weder die auf der Wiese herumtollenden Eichhörnchen noch hören sie den Vögeln zu. Sogar ein einzelner Mann kann blind und laut sein. Ich hörte erst einen sehr lauten Nieser, worauf die Eichhörnchen erschreckt in die Bäume flüchteten, dann sah ich den Niesherd, der einen Kinderwagen vor sich herschiebend durch den Park eilte. Später sah ich den gleichen Mann und das Baby beim Teich im Gras liegen. Er war mit irgendetwas beschäftigt, während die Eichhörnchen hinter ihm auf der Wiese herumtollten.
Manche Menschen benehmen sich echt, als ob im Park nichts los wäre… blind, laut und nur mit sich selbst beschäftigt.

So, soll ich nun weiterlabern oder soll ich lieber die Bilder für Euch aufbereiten? Und mit welchen fange ich an, mit den gestrigen vom Weinheimer Hermannshof oder mit den heutigen vom Exotischen Garten?

