Kabisa Gise – Blog

ganz und gar Gise

Kategorie: Inter-nett

2012
Montag
3
Dez

An meine Kinder

Veröffentlicht von: Gise
um 01:57 Uhr

Schon zum sechsten Mal (wirklich SCHON???) verschickt Jeanie in der Adventszeit täglich – nein, meist nächtlich :D – aus ihrem Hexenhaus eMails an ihre Freunde mit adventlichen Gedanken, mit Gedichten und Geschichten. Ich liebe diese eMails! Ich liebe generell eMails!! :lol: (Wer ebenfalls täglich Adventmails von ihr erhalten möchte, schreibe sie einfach an! ;) )

Gestern bekam ich von ihr folgendes Gedicht, das mich zu Tränen rührte:
 

An mein Kind

An diesem Morgen werde ich lächeln, wenn ich dein Gesicht sehe
und lachen, auch wenn mir nach Weinen zumute ist.

An diesem Morgen lasse ich dich deine Kleider selbst aussuchen
und sage, wie perfekt es aussieht.

An diesem Morgen werde ich die schmutzige Wäsche liegen lassen
und mit dir in den Park zum Spielen gehen.

An diesem Morgen lasse ich das schmutzige Geschirr in der Spüle
und lasse mir von dir zeigen, wie man dein Puzzle zusammenbaut.

An diesem Nachmittag werde ich das Telefon ausstecken,
den Computer ausschalten
und mit dir im Garten sitzen und Seifenblasen fliegen lassen.

An diesem Nachmittag werde ich dich nicht anschreien
und werde nicht genervt sein,
wenn du schon wieder ein Eis willst…
ich werde es dir einfach kaufen.

An diesem Nachmittag werde ich mir keine Sorgen darüber machen,
was einmal aus dir werden wird, wenn du erwachsen bist.

An diesem Nachmittag werden wir Plätzchen backen
und ich lasse sie ganz alleine von dir formen,
ohne es besser machen zu wollen.

An diesem Nachmittag gehen wir zu McDonald’s
und kaufen zwei Happy Meals,
damit wir beide ein Spielzeug haben.

An diesem Abend werde ich dich in den Armen halten
und dir eine Geschichte darüber erzählen,
wie du geboren wurdest und wie sehr ich dich liebe.

An diesem Abend werde ich dich in der Badewanne plantschen lassen
und mich nicht über die Pfützen ärgern.

An diesem Abend darfst du ganz lange aufbleiben
und wir sitzen auf dem Balkon und zählen die Sterne.

An diesem Abend werde ich mich ganz lange und ganz nah zu dir kuscheln
und meine Lieblingsfernsehsendung verpassen.

An diesem Abend, wenn ich mit meinen Händen über dein Haar streiche,
während du betest, werde ich einfach nur dankbar sein
für das größte Geschenk, das Gott mir gemacht hat.

Ich werde an die anderen Mütter und Väter denken,
die ihre vermissten Kinder suchen,

die Mütter und Väter, die an die Gräber ihrer Kinder gehen müssen,
weil die Kinderzimmer leer sind,

an die Mütter und Väter, die in Krankenhäusern sitzen und zusehen müssen,
wie ihre Kinder leiden und ihre Verzweiflung nicht hinausrufen dürfen.

Und wenn ich dir einen Gute-Nacht-Kuß gebe,
dann werde ich dich ein bisschen fester halten,
ein bisschen länger,
dann werde ich mich bei Gott für dich bedanken
und ihn um nichts bitten

außer einem weiteren Tag….

Wir wissen nie,
ob Gott uns noch einen weiteren Tag gibt.

Abgelegt unter: Familie,Inter-nett | RSS 2.0 | Trackback
2012
Samstag
21
Jan

Bloggen oder aufhören?

Veröffentlicht von: Gise
um 09:13 Uhr

Lange ist’s her, seit meinem letzten Eintrag. Dieses Jahr habe ich noch gar nichts gebloggt. Dabei ist das Jahr auch schon drei Wochen alt.

Ihr Lieben, ich danke Euch für Eure Treue. Wir haben miteinander schöne Momente genossen, aber auch traurige. Ich habe Euch viele Bilder gezeigt und Ihr durftet in meinen Adventskalendern blättern. Einmalig war der Fasten-Ka(r)lender.

Schon länger mache ich mir Gedanken über die Bloggerei. Was darf ich der Öffentlichkeit erzählen, was nicht?

Als ich mein erstes Blog anfing – das war vor knapp acht Jahren – habe ich mir ALLES von der Seele geschrieben. Ich habe manchmal auch über Menschen in meinem Umfeld erzählt. Ihr habt von den Misshandlungen erfahren, die ich von meiner Mutter ertragen musste. Ihr durftet an der positiven Entwicklung meiner Kinder teilhaben. Und ich habe Euch oft auf meine Ausflüge und Reisen mitgenommen.

Irgendwann kam mir die Idee, was denn wäre, wenn jemand aus meiner Nachbarschaft oder die Familie meiner letzten Beziehung zufällig auf mein Blog stieße? Über die Mutter meines letzten Freundes habe ich ja nicht gerade nett geschrieben. Von da an wurden meine Einträge immer weniger.

Doch seit ich arbeite, habe ich sehr große Hemmungen, über mich und aus meinem Leben zu erzählen. In den Kindergärten erzähle ich so gut wie nichts über mein Privatleben. Weder die beiden Kindergartenleiter, noch die Erzieherinnen, geschweige denn die Leute vom Amt, das für die Auszahlung meines Honorars zuständig ist, wissen, was ich in meiner Freizeit mache und treibe. Ich trenne Arbeitsleben und Freizeit. Doch hier im Blog kommen die beiden Bereiche zusammen. Und das möchte ich nicht. Deshalb gibt es hier nicht mehr so oft etwas zu lesen.

Es gäbe ja noch die Möglichkeit, mein Blog mit einem Passwort zu belegen. Beiträge über Ausflüge, meine Katze oder einfach Bilder, die ich Euch zeigen möchte, wären für die Öffentlichkeit zugänglich, aber persönliche Dinge könnte man nur lesen, wenn man mein Passwort wüsste. Aber dann werde ich zum Türsteher: “Du darfst rein – du kommst hier net rein”. Es könnten mich Leute nach dem Passwort fragen, mit denen ich Persönliches eher nicht teilen wollen würde. Wie schließe ich sie taktvoll aus?
Und wie bewege ich diejenigen dazu, mich nach meinem Passwort zu fragen, die es nicht tun, die mir aber in meinem Leben wichtig sind?

Außerdem war die Hauptidee fürs Bloggen, den Menschen da draußen zu zeigen, dass ich zwar als behindert gelte, aber dass ich letztendlich ein ganz normales Leben mit all seinen Höhen und Tiefen führe. Ich wollte meinen Überlebensdrang, meine Lebensfreude kund tun, ich wollte jedem die Chance geben, an meiner positiven Sichtweise der Dinge teil zu haben. Mit einem Passwort schließe ich erst einmal alle aus, die über Google oder über andere Webseiten auf mein Blog gelangen.

So lange ich keine für mich befriedigende Lösung gefunden habe, wird es in diesem Blog weiterhin sehr still sein.
Ihr habt ja Möglichkeiten, mit mir weiterhin in Kontakt zu bleiben. Per Telefon oder per eMail. Die eAdresse steht auf der Kontaktformularseite.

Nur Facebook bleibt tabu. Dort habe ich ganz wenige Freunde. Und sie sind meine Freunde, mit denen ich auch außerhalb des Internets persönlichen Kontakt pflege. Auf Facebook mag ich nicht mit Leuten befreundet sein, die nur ihre Freundesliste anwachsen sehen wollen… “Die ist bekannt mit dem, der mit der Cousine des Freundes meines Freundes bekannt ist, also soll sie auch in meiner Liste stehen.” Nee, sowas mag ich nicht. Ich fühle mich in einer kleinen und überschaubaren Gruppe wohl und da ist im Internet das Facebook ganz gut dafür geeignet…

Ihr Lieben, ich würde Euch gerne so vieles erzählen, aber was mache ich mit denen, die es für mein Empfinden nichts angeht?

Abgelegt unter: Blog,Ich,Inter-nett | RSS 2.0 | Trackback
2011
Donnerstag
20
Okt

Danke

Veröffentlicht von: Gise
um 11:16 Uhr

Ich möchte mich an dieser Stelle mal ganz herzlich bei meiner Vertretungsbloggerin Jeanie bedanken. Sie hat ihren Job hervorragend gemacht, findet Ihr nicht auch? Vor allem hat sie hier in einer Woche mehr gebloggt als ich in einem Monat… :lol: Danke, liebe Jeanie!

Bedanken möchte ich mich auch für die zwei Briefkarten, die mich am Montag im Krankenhaus erreicht haben. Darüber habe ich mich megariesig gefreut! :D

Nicht vernachlässigen möchte ich Eure Genesungswünsche. Danke, Freunde, mit solchen lieben Worten wird man doch gleich doppelt so schnell wieder gesund!
Schön, dass es Euch gibt! ;)

Abgelegt unter: Inter-nett | RSS 2.0 | Trackback
2011
Freitag
16
Sep

Zurück

Veröffentlicht von: Gise
um 21:33 Uhr

Ich bin wieder zu Hause. Die Fahrt war angenehm, auch wenn mehr los war auf den Straßen. Trotzdem habe ich kaum länger gebraucht als für die Fahrt in die Nordheide.

G., ich weiß, Du hättest Dich sehr über einen Kaffee mit mir gefreut, aber Yannick, mein Navigerät, hat mich auf der Hinfahrt erst durch Würzburg, dann die A7 hoch geführt. Nach Hause ging es genauso zurück. Heute war laut Verkehrsfunk in Deiner Ecke eh die Hölle los – Freitagmittagverkehr eben.

Die Tage mit meiner Freundin waren angenehm, erholsam, lustig, … einfach herrlich und die Zeit zum Heimfahren war viel zu schnell da.

Morgen bin ich schon wieder unterwegs. Mein Square dance Club macht eine Fahrt ins Blaue. Wir werden uns morgen früh um halb neun am Bahnhof treffen. Um etwa neun Uhr wird unser Organisator verraten, in welchen Zug wir einsteigen sollen.

Im Zug wissen wir nicht, wie lange unsere Reise gehen wird. Irgendwann wird der Organisator uns zum Aussteigen auffordern. Da wir mit Wochenendtickets reisen werden, werden wir uns wohl mehrere Orte anschauen. Oder weiter weg nur einen Ort besichtigen.

Ich bin gespannt, wohin es uns verschlagen wird – und wie blau wir wieder nach Hause kommen werden… :mrgreen:

Abgelegt unter: Inter-nett,unterwegs | RSS 2.0 | Trackback
2011
Montag
15
Aug

Schlaflos

Veröffentlicht von: Gise
um 21:39 Uhr

Wenn mich eine Horde Kinder um meinen heißgeliebten Schlaf bringt, dann ist das eben so.
Wenn mich aber Stechmücken anzapfen, dann kann es durchaus passieren, dass ich mitten in der Nacht mein Domizil verlasse.

Heute ist der Geburtstag von Jeanies ältester Tochter. Gestern Abend haben wir schon zu feiern angefangen, um dann um Mitternacht auf ein neues Lebensjahr des Geburtstagskindes anzustoßen.

Pünktlich um Mitternacht hat auch der Regen eingesetzt, so dass die Party dann beendet wurde. Man hat ja heute Nachmittag weitergefeiert, doch leider ohne mich. (In Bayern ist ja heute ein Feiertag.) Nach etwa dem zehnten Stich bin ich nach nur zwei Stunden Dämmerschlaf aufgestanden und nach Hause gefahren.

Liebe Jeanie, es tut mir sehr leid, dass ich Euch bei Nacht und Nebel Regen heimlich, still und leise verlassen habe. Irgendwie habe ich süßes Blut. Oder ich sollte während der Stechzeiten der Mücken kein Parfüm auftragen. Dass sie den Duft von Joop Le Bain genauso sehr lieben wie ich spricht, dass sie mir gleich drei Mal in den Hals und zwei Mal in meine Wangen gestochen haben…

Abgelegt unter: Inter-nett,unterwegs | RSS 2.0 | Trackback
Kabisa Gise – Blog läuft unter Wordpress 3.1.2
Anpassung und Design für Gise von Gabis Wordpress-Templates