Archiv: Donnerstag, 4. Dezember 2008
Mit Folgen
Eine verkürzte Nacht hat Folgen, aber psychisch geht es mir wieder gut. Nachdem ich um kurz nach zwei Uhr in mein inzwischen kalt gewordenes Bett gekrochen war, war ich doch recht schnell eingeschlafen. Aber leider hat mich der Wecker schon nach vier Stunden gnadenlos wieder aus dem Bett geworfen.
Bei der Arbeit war ich erstaunlich fit – kein Wunder, denn ich habe heute die Kinder mit einem Wattebausch auf dem Tisch Fußball spielen lassen. Ihr kennt das bestimmt… die Watte wird mit dem Mund ins gegnerische Tor geblasen. Das hat den Kindern so großen Spaß gemacht, dass sie das das nächste Mal nochmal spielen möchten.
Nun bin ich ordentlich müde, aber wenn ich jetzt schon ins Bett gehe, bin ich lange vor dem Wecker wieder hellwach. Außerdem möchte ich noch den Eintrag für Mitternacht vorbereiten. Sozusagen das
Schlaflos
Ich kann nicht schlafen, so sehr hat mich das Gespräch mit der Frau aufgewühlt. Bemerkenswert finde ich noch ihre Aussage, sie habe mal in einer Behinderteneinrichtung gearbeitet. Da steigen in mir Phantasien hoch, die ich hier niederschreiben möchte.
In Behinderteneinrichtungen werden behinderte Menschen zumeist von nichtbehinderten Leuten unterrichtet, gepflegt, betreut, angeleitet… je nach Art der Einrichtung und Form und Schwere der Behinderung. Gerade behinderte Kinder sollen lernen. Damit meine ich sowohl das schulische Lernen als auch das Erlangen von Fähigkeiten, die den Kindern später ein weitestgehend selbständiges Leben ermöglichen soll. Das ist soweit auch völlig in Ordnung. Aber was ist mit den Gefühlen dieser Kinder? Was ist mit dem Recht auf Privatsphäre, auch in der Öffentlichkeit?
Jedem nichtbehinderten Kind gesteht man heutzutage das Recht auf ein “Nein” zu. Will das Kind einem Fremden zur Begrüßung keine Hand geben, lässt man es. Kinder dürfen in vielen Bereichen selbst entscheiden und schüchternen Kindern macht man Mut, eigene Wünsche zu äußern. Kinder, die sich nicht präsentieren wollen (“Zeig mal, wie toll du…”), lässt man in Ruhe.
Behinderte Kinder haben aber wohl akzeptieren zu lernen, dass sie nun mal oft im Mittelpunkt stehen und Gesprächsthema des Tages sind. So zumindest habe ich den Eindruck. Ob er stimmt, weiß ich nicht. Vielleicht arbeitet eine/r meiner Leser/innen mit behinderten Kindern und kann dazu mehr bericht(ig)en.
Angenommen, auf dem Friedhof ist eine Frau mit einem Kind. Plötzlich zeigt das Kind auf eine andere Frau und fragt laut: “Warum weint denn die Frau da?” Die erste Frau erklärt dem Kind, für die andere Frau gut hörbar: “Weißt du, da ist jemand gestorben, den die Frau furchtbar lieb hatte und jetzt furchtbar vermisst. Oder sie weint, weil ihr Erbe viel mickriger ausgefallen ist wie sie erwartet hatte. Weißt du was? Geh doch hin und frag sie einfach mal!”
Warum würde man das Beispiel vom Friedhof niemals so in real machen? Warum wird auf die Gefühle der weinenden Frau Rücksicht genommen, während wir Behinderte und – wie ich schon mitbekommen habe – beleibte Menschen keinen Schutz erfahren und suchen dürfen. Auf die Frage des Kindes, warum die Frau so dick sei, antwortete eine Mutter laut hörbar: “Entweder ist sie krank oder sie isst halt gerne.”
So, jetzt habe ich genug vom Grübeln. Inzwischen brennen mir die Augen vor Müdigkeit. Trotzdem bin ich auf Eure Meinungen gespannt – also her mit ihnen!
4. Dezember
Heute habe ich Euch einmal ein Rätsel, bei dem Ihr ein wenig rechnen dürft…
Silvia ist genau 25 Jahre jünger als ihre Mutter.
In 7 Jahren wird die Mutter 5 mal so alt sein wie Silvia.
Wo befindet sich Silvias Vater?
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Na, wer liefert mir zuerst die Lösung? ![]()
