Archiv: Dienstag, 2. Dezember 2008
Klangwelten
Gestern hat mir ein achtjähriges Mädchen ganz begeistert vom Konzert erzählt, das es am Sonntag mit seinen Eltern besucht hat. Das Mädchen hat mir auch eine CD vorgespielt. Von den Klangwelten. Die Musik auf der CD gefällt mir sehr gut und so habe ich eben nach den Tourneedaten gegoogelt.
Hey, wer von Euch wohnt in oder um Tübingen herum? Wer hat am
Hühnersuppe
Als Kind war ich eine Zeit lang jeden Dienstag bei meiner Oma zum Mittagessen. Oder war es immer donnerstags? Egal, jedenfalls jede Woche ein Mal, denn es gab Hühnersuppe. Ich liebte Omas Hühnersuppen, aber irgendwann war der Hühnerstall leer. Also gab es auch keine Hühnersuppe mehr.
Wenn ich krank bin oder auch mich einfach nur psychisch mies fühle, koche ich Hühnersuppe, aber meine Suppen haben mir noch nie so gut geschmeckt wie die von meiner Oma. Die Fettaugen fehlten in meiner Suppe. Gut, vielleicht sollte ich auch statt der Schenkel das ganze Suppenhuhn nehmen. Aber vom Huhn esse ich nun mal die Schenkel am liebsten. Da verzichte ich gerne auf die Fettaugen in der Suppe.
Heute habe ich meine Nichte von der Schule abgeholt und ich habe spontan beschlossen, ihr und meinem Bruder Hühnersuppe zu kochen. Wie immer mit Schenkeln. Ich weiß jetzt, in welchem Laden ich in Zukunft die Hühnerschenkel holen werde, denn meine Suppe schmeckte genau wie die von meiner Oma. Und die Fettaugen… der Wahnsinn! Sogar meine Nichte war von der Suppe begeistert, denn sie hat gleich drei Teller voll verputzt.
Ja, mit Hühnersuppe geht es einem hervorragend!
2. Dezember
Heute will ich Euch von einem Weihnachten erzählen, das mir lebhaft in Erinnerung geblieben ist. Ich war damals mit einem Mann verheiratet, der Weihnachten für Kitsch und Kommerz hielt. Ein echter Nadelbaum kam für ihn niemals in Frage, denn die irgendwann unweigerlich rieselnden Nadeln würde man sich noch Jahre später in die Füße hauen, weil kein Staubsauger sie aus dem Teppichboden herausholen könne.
Dann, nach knapp zwei Jahren unserer Hochzeit wurden wir Eltern des süßesten Babys der Welt. Für uns bekam das erste Weihnachtsfest als junge Familie eine ganz andere Bedeutung.
Einen Tag vor dem Heiligen Abend kam meine Mutter vorbei, um unsere Wohnung auf Vordermann zu bringen und für den nächsten Tag vorzukochen. Unsere Tochter war inzwischen
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Meine Mutter wusste um die Abneigung meines damaligen Mannes gegen Tannenbäume, aber ich vermisste ihn mit seinem frischen Duft und dem Glitzern, wenn sich das Licht in den Kugeln und dem Lametta spiegelte. So kam meine Mutter auf den Kompromiss, uns aus ihrem Garten ein paar Tannenzweige für die Vase mitzubringen. Ich hielt dies für überflüssig, denn ich war mir sicher, dass der Vater meines Kindes die Zweige in den Müll hauen würde. Aber was tat er? Schaut selbst!

Auf dem oberen Bild erklärt der Vater seiner kleinen Tochter und schmückt den “Weihnachtsbaum” und unten lässt er ein Glöcklein sacht klingeln.

Der Mann, der dem Weihnachtsrummel möglichst aus dem Weg ging, schmückte die Zweige mit einer Hingabe, die mich staunen ließ und mit Freude erfüllte.
Von da an hatten wir jedes Jahr einen Baum. Zwar einen künstlichen, aber immerhin einen Baum…
