Archiv: Sonntag, 29. März 2009
Fort ist sie nun
In diesem Haushalt bin normalerweise ich es, die morgens als Erste aufsteht. Minka kommt mir dann aus dem Wohnzimmer entgegen. Meine Tochter mag es gerne, wenn unsere Fellnase bei ihr im Bett schläft und lässt deshalb ihre Zimmertür nachts offen. Trotzdem hat die Mietz in den letzten Tagen und Wochen in der Hängematte ihres Kratzbaums geschlafen.
Nur heute Morgen, da kam mir keine Katze entgegen. In ihrem Kratzbaum war sie nicht, auch nicht auf ihrem Lieblingsstuhl unter dem Tisch oder in ihrem Nest auf der Couch. Aber im Bett meiner Tochter, da lag sie. Sie hat mich nur kurz angeblinzelt und dann weitergedöst. Merkwürdig, denn normalerweise will sie, sobald ich aus meinem Zimmer komme, sofort und auf der Stelle ihr Futter haben und kann es kaum erwarten, bis ich wieder aus dem Bad komme.
Minka holte sich heute Morgen ihr Futter erst ab, als meine Tochter kurz nach zehn aufgestanden war. Vorher haben die Beiden ausgiebig miteinander geschmust.
Während meine Tochter ihre Siebensachen für Ravensburg zusammenpackte, ist Minka ihr nicht von der Seite gewichen. Ob die Katze es gespürt hat, dass ihr Mensch für eine Weile wieder fort sein würde?
Als alles im Auto verstaut war und der Abschied näher rückte, hat Minka nach Futter verlangt und es in Ruhe komplett leer gefressen. Danach hat sie sich in ihr Nest auf der Couch gelegt und nun schläft sie. Jetzt bin ich gespannt, ob Mietz, auch wenn meine Tochter fort ist, weiterhin ohne Gezicke fressen wird…
Und wie geht es mir, jetzt da meine Erstgeborene wieder in Ravensburg wohnt? Nun, ich bin gelassen, denn übernächste Woche kommt sie ja wieder, wenn auch nur für ein Wochenende. Und außerdem vergehen drei Monate rasend schnell.
Andererseits genieße ich auch meine kinderlose Zeit. Nun kann ich tun und lassen, wie ich es will und das hat ja auch was.
Nein, verhungern werde ich bestimmt nicht, auch wenn meine Tochter dahingehend manchmal so ihre Befürchtungen hat.
