Archiv: Samstag, 4. April 2009
Eingepflanzt
So, meine Natalfeige (danke, Isa, dass Du mir den Namen dieser Pflanze verraten hast!) ist nun eingetopft und nun hoffe ich, dass sie mich mit regem Wachstum erfreuen wird.
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich das Kussröschen meiner Tochter in einen größeren Topf gesetzt und ein klein wenig zurückgeschnitten. Die Rose steht jetzt auf dem Balkon. Oder soll ich sie lieber erst im Mai hinausstellen? Ach was, es wird nachts keine Fröste mehr geben. Und wenn doch, kann ich die Rose vorher hereinholen.
Ich liebe es, mir meine Pflanzen selbst zu ziehen. Dennoch habe ich nicht sehr viele Zimmerpflanzen, denn meistens vergesse ich sie zu gießen. So überleben bei mir eben nur die Zähen. Oder die, die sich auf meiner Küchenbank befinden. Dort habe ich momentan drei Töpfchen Usambaraveilchen (eine Mama und ihre beiden Kinder) und die Natalfeige stehen.
Gerade Usambaraveilchen mag ich sehr gerne. Schon seit Jahren hätte ich gerne eine ganze Sammlung von ihnen, aber natürlich keine gekauften, sondern selbst gezogene. Nur scheinen diese Pflanzen aus der Mode zu sein, denn ich sehe sie bei keinem meiner Freunde und Bekannten. Wenn doch, dann hat deren Pflanze die gleiche Blüte wie meine, nämlich einfach lila.
Mein erstes Usambaraveilchen war ebenfalls lila, aber die Blüte war gefüllt. Es war ein kleines Pflänzchen in einem kleinen Töpfchen und ich liebte es so wie es war. Aber eines Tages nahm meine Mutter das Töpfchen mit zu sich nach Hause. Einige Wochen später brachte sie mir die Pflanze wieder. Sie war mächtig stolz darauf, mein kleines Pflänzchen mit viel Dünger riesengroß bekommen zu haben. Sie verstand nicht, warum ich so geschockt war und die Pflanze nicht mehr haben wollte. Mein damaliger Mann witzelte danach gerne, dass meine Mutter bei Bonsaipflanzenfreunden ganz bestimmt “gut ankommen” würde. Man stelle sich vor, wie meine Mutter sich dort um die “armen verkrüppelten Pflanzen”, wie sie es nannte, kümmern würde…
Schade
Heute ist es bewölkt – schadeschade. Können wir alle mal gemeinsam nach oben pusten, bis der Himmel wieder klar ist? Stellt Euch doch bitte alle ans offene Fenster, auf den Balkon, die Terrasse oder vor die Haustür und blast kräftig in Richtung Stuttgart.
Apropos Balkon… im Januar hat Engelbert uns Lesern erklärt, woher die Kapern kommen. Ich habe dann
Am Donnerstag Nachmittag nun bin ich zur Gärtnerei in meiner Nachbarschaft getigert und habe dort nach einem Kapernstrauch gefragt. Kübel- und Balkonpflanzen werden aber erst Anfang Mai erhältlich sein und den Strauch muss die Gärtnerin erst noch bestellen. Prima, in einem Monat bin ich dann Besitzerin eines Strauches mit wunderschönen Blüten! Hoffentlich habe ich mit dieser Pflanze mehr Glück als mit den Schönmalven.
Die rote Schönmalve, die mir meine Tochter vor zwei Jahren geschenkt hatte, hat zwar nach dem Winter wieder neu ausgetrieben, ist aber plötzlich eingegangen. Ich vermute, dass meine Katze in den Topf gepinkelt hat.
Letztes Jahr hat meine Tochter mir wieder eine Schönmalve geschenkt, diesmal eine gelbe. Deren Blätter waren aber mit einem Pilz befallen. Meine Tochter hat das Bäumchen zwar mit einem Spray behandelt, aber ich glaube, der Pilz treibt gerade wieder, mitsamt den neuen Blättern. Im Moment überwintert die Schönmalve im Treppenhaus. Mal schauen, ob ich da mit dem Spray zurecht komme. Zum Sprühen muss ich mich hinsetzen, also muss ich den Hocker aus meinem Bad holen. Das alles ist mir einfach zu viel Heckmeck. Aber ich werde versuchen, die Schönmalve zu retten. Oder wie sind denn Eure Erfahrungen mit pilzbefallenen Pflanzen? Werden sie so kräftig, dass sie selbst sich gegen Pilze wehren können oder soll ich mir jede weitere Mühe sparen und das Bäumchen gleich entsorgen?
Jetzt trinke ich erst einmal einen Cappuccino und danach möchte ich endlich mein Natalfeigenzweiglein eintopfen, bevor es mir eingeht. Die Blätter sehen mir irgendwie nicht mehr ganz so frisch und gesund aus…
