Archiv: März 2009
Déjà vu
Ihr erinnert Euch sicherlich noch an meinen Unfall vor eineinviertel Jahr. Da hat mir ein Kleinlasterfahrer die Vorfahrt genommen, weil er dachte, ich hätte geblinkt, um nach rechts abzubiegen. Den Aufprall auf den Laster werde ich so schnell nicht mehr vergessen.
Als ich heute Mittag mit dem Bus wieder nach Hause gefahren bin, musste ich wieder diese Schrecksekunden durchleben.
Im Bus sitze ich meistens ganz vorne rechts. So auch heute Mittag. Der Bus musste im Kreisverkehr drei Viertel herumfahren. Nach der Hälfte kam von rechts plötzlich ein PKW angeschossen und drängte vor den Bus in den Kreisverkehr hinein. Hätte der Busfahrer in diesem Moment nicht scharf gebremst, hätte er den PKW platt gemacht. Der PKW ist einfach weitergefahren, obwohl der Busfahrer wütend gehupt hat.
Und ich? Ich fand mich plötzlich zu Füßen des Busfahrers wieder. Durch das Bremsmanöver hat es mich aus meinem Sitz nach vorn auf den Boden geworfen. Zum Glück bin ich nur auf meinem Po gelandet, der jetzt beim Sitzen etwas weh tut.
Ein paar Straßen weiter hat der Busfahrer den PKW tatsächlich wiedererkannt, aus dem eine Frau gerade zwei große Hunde herausließ. Der Busfahrer hat sie direkt auf die vorherige Situation angesprochen. Die Frau meinte, er habe im Kreisverkehr gar nicht geblinkt, er hätte also da herausfahren wollen, wo sie hereinkam. Sie hat uns nicht geglaubt, dass man im Kreisel nur dann blinkt, wenn man selbigen verlassen will. Sie hatte nur noch ein patziges “Es tut mir leid – ändern kann ich es nun auch nicht mehr.” übrig.
Ich bin nur froh, dass nichts Schlimmes passiert ist. Im Auto waren nicht nur die beiden Hunde, sondern auch noch ein Baby und ein Kleinkind…
Auflösung
Ihr wartet ja schon seit Tagen darauf, endlich zu erfahren, was in dem Paket für Minka drin war.
Natürlich sind die Zehensocken und die Fußkette für mich, Minka würdigt diesen Dingen keines Blickes mehr. Aber leider interessiert sie sich auch nicht für die eigentliche Überraschung, einem Kratzhaus aus Pappe.
Der Boden des Hauses ist zum Wetzen der Krallen gedacht.
Leider weiß Minka dieses herrliche Geschenk von Mariechen nicht zu schätzen. Dabei ist sie eine typische “Schachtelkatze” – sie legt sich grundsätzlich in jede Schachtel hinein, sei sie auch noch so klein.
Wenn es draußen warm genug ist, werde ich das Haus mit einer Decke auslegen und auf den Balkon stellen. Vielleicht mag sie sich dann da hineinlegen…
Unglaublich
Ich fasse es nicht! Sogar im Administrator-Bereich meines Blogs muß ich die Zeit manuell umstellen!
Müde
Ich finde diese alljährliche Zeitumstellung einfach furchtbar! Von mir aus könnte man sie sofort abschaffen. Am besten komme ich mit ihr zurecht, wenn ich gar nicht erst darüber nachdenke, wie früh es denn jetzt in der Normalzeit wäre. Aber wenn ich an meinen Arbeitstagen schon um fünf Uhr aufstehen muss, dann fällt es mir besonders schwer zu ignorieren, dass es eigentlich erst vier Uhr ist.
Studien haben ergeben, dass die Zeitumstellung wirtschaftlich nichts bringt. Im Gegenteil, die Umstellung der Zeit kostet den Steuerzahler viel Geld. Zum Beispiel müssen viele Uhren auf öffentlichen Plätzen von Hand umgestellt werden.
Des weiteren hat die Zeitumstellung für empfindliche Menschen gesundheitliche Folgen. Müsste man da nicht die Bundesregierung wegen fahrlässiger Körperverletzung in wiederholten Fällen verklagen? Immerhin ist es ihre Aufgabe, ihre Bürgerinnen und Bürger vor Gefahren und Schaden zu schützen.
Ein Gutes hat die “geklaute Stunde”… es ist am Abend länger hell. :ja:
Der Frühling scheint auf die Einläutung der Sommerzeit gewartet zu haben, denn seit gestern ist es draußen trocken und heute scheint sogar die Sonne. Ja, nun können wir zuschauen, wie die Natur regelrecht explodieren wird. Endlich!
Fort ist sie nun
In diesem Haushalt bin normalerweise ich es, die morgens als Erste aufsteht. Minka kommt mir dann aus dem Wohnzimmer entgegen. Meine Tochter mag es gerne, wenn unsere Fellnase bei ihr im Bett schläft und lässt deshalb ihre Zimmertür nachts offen. Trotzdem hat die Mietz in den letzten Tagen und Wochen in der Hängematte ihres Kratzbaums geschlafen.
Nur heute Morgen, da kam mir keine Katze entgegen. In ihrem Kratzbaum war sie nicht, auch nicht auf ihrem Lieblingsstuhl unter dem Tisch oder in ihrem Nest auf der Couch. Aber im Bett meiner Tochter, da lag sie. Sie hat mich nur kurz angeblinzelt und dann weitergedöst. Merkwürdig, denn normalerweise will sie, sobald ich aus meinem Zimmer komme, sofort und auf der Stelle ihr Futter haben und kann es kaum erwarten, bis ich wieder aus dem Bad komme.
Minka holte sich heute Morgen ihr Futter erst ab, als meine Tochter kurz nach zehn aufgestanden war. Vorher haben die Beiden ausgiebig miteinander geschmust.
Während meine Tochter ihre Siebensachen für Ravensburg zusammenpackte, ist Minka ihr nicht von der Seite gewichen. Ob die Katze es gespürt hat, dass ihr Mensch für eine Weile wieder fort sein würde?
Als alles im Auto verstaut war und der Abschied näher rückte, hat Minka nach Futter verlangt und es in Ruhe komplett leer gefressen. Danach hat sie sich in ihr Nest auf der Couch gelegt und nun schläft sie. Jetzt bin ich gespannt, ob Mietz, auch wenn meine Tochter fort ist, weiterhin ohne Gezicke fressen wird…
Und wie geht es mir, jetzt da meine Erstgeborene wieder in Ravensburg wohnt? Nun, ich bin gelassen, denn übernächste Woche kommt sie ja wieder, wenn auch nur für ein Wochenende. Und außerdem vergehen drei Monate rasend schnell.
Andererseits genieße ich auch meine kinderlose Zeit. Nun kann ich tun und lassen, wie ich es will und das hat ja auch was.
Nein, verhungern werde ich bestimmt nicht, auch wenn meine Tochter dahingehend manchmal so ihre Befürchtungen hat.


