Archiv: April 2009
Ich will…
Ich will bloggen, aber ich weiß nicht, worüber.
Ich will eine saubere Wohnung, aber aufräumen und putzen mag ich nicht.
Ich will in den Hohenheimer Gärten spazieren und fotografieren, aber ich habe mir selbst auferlegt, erst die Hausarbeit zu erledigen.
Ich will Euch meine Gedanken über den Sühnetod Jesu für unsere Sünden mitteilen, aber ich traue mich nicht, aus Angst, dem einen oder anderen dabei auf den Schlips zu treten.
Ich will…
Guten Morgen!
Trotz Vollmond habe ich heute Nacht herrlich geschlafen! Ich war gestern Abend auch sowas von erledigt, nach dem langen Tag. Er fing bereits um halb sechs an, weil ich am Vormittag im Kindergarten gearbeitet habe. Danach bin ich nach Hause gefahren, habe die Katze gefüttert und bin bereits zwanzig Minuten später in Richtung Flughafen abgedüst. Meine tansanische Nichte und ihre Großeltern, die Eltern ihrer Mutter, sind aus Berlin angekommen.
Ich hatte Euch ja noch gar nicht erzählt, dass meine Schwägerin mit ihrer Tochter seit Jahresbeginn in Berlin lebt, weil sie dort Arbeit gefunden hat.
In Tansania wird Familie anders definiert als hier bei uns in Deutschland. Ich gehöre nun quasi wie eine Tochter zu der Familie der Eltern meiner Schwägerin und diese haben mich herzlich in ihre Arme geschlossen und in ihr Herz aufgenommen.
Ich bin mit den Dreien erst einmal in eine Cafébar gegangen, wo wir auf die Cousine meiner Schwägerin und ihren Mann gewartet haben. Ich war übrigens überrascht, wie günstig die Preise in dieser Bar waren! Als die Beiden nach etwa einer Stunde kamen, sind wir zu ihnen nach Hause gefahren, wo ich bis zum Abend geblieben bin.
Meine Nichte ist groß geworden, aber in ihrem Wesen hat sie sich nicht verändert. Sie fehlt mir, trotz – oder gerade wegen ihrer lebhaften Art.
Wenn ein Gast wieder nach Hause geht, dann begleiten nach tansanischer Sitte alle Anwesenden den Gehenden selbstverständlich zum Auto oder bis zur Bushaltestelle. Leute, das muss man mal erlebt haben… es ist einfach herrlich! Wenn ich mit meinen Kindern bei meinem Vater bin, dann geht er mit bis zum Auto, aber alle anderen in der Wohnung bleiben in derselben.
Wenn ich mir gerade den kommenden Montag vorstelle. Bis jetzt weiß ich, dass meine beiden Brüder, der eine mit seiner tansanischen Frau und Kind und seinen Schwiegereltern meinen Vater besuchen werden. Gestern Abend habe ich das meiner Tochter erzählt, die übrigens über Ostern eine Freundin mitbringen wird. Meine Tochter meinte, dass sie gerne ebenfalls zu ihren Großeltern fahren würde – natürlich mit Freundin (die… in Südafrika aufgewachsen ist!). Meine Schwester wird hoffentlich ebenfalls mit Familie da sein. Wenn dann auch noch die Kinder und Enkel der Frau meines Vaters da sein würden, was ich eher für unwahrscheinlich halte, dann wird es bei meinem Vater eng – und laut.
Man wird suaheli, englich und deutsch reden.
So, wenn tatsächlich alle meine Geschwister komplett mit Familie und Anhang bei meinem Vater und seiner Frau auftauchen, dann wären wir dreizehn Erwachsene (meine Kinder habe ich hier mitgerechnet) und drei Kinder. Nehmen wir einmal an, mein Bruder, der alleinstehend ist, ginge als Erster nach Hause, dann würden alle zwölf Erwachsene und drei Kinder ihn zu seinem Auto begleiten. Wäre mein Bruder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen, würden alle ihn zur Bushaltestelle begleiten – egal, wie weit weg sie liegt! Unvorstellbar, oder? Aber ich finde, das könnte man doch echt auch bei uns Deutschen einführen!
Aber spätestens wenn dann der nächste Gast geht und die Prozession wieder los geht, wäre es uns Deutschen lästig, oder nicht? Bei so einer Sitte würden wir vorher eine Abstimmung darüber machen, wann in etwa die Familienfeier beendet sei, damit alle auf einen Schwung aufbrechen und man sich gegenseitig zu den Autos begleiten könne. Die Busreisenden könnte man am nächstgelegenen Punkt absetzen.
Es ist auf jeden Fall ein anderes Verabschieden, wenn man von den Gastgebern und den Gästen bis zum Bus begleitet wird. Verlässt man das Haus allein, dann ist man plötzlich allein. Zumindest fühle ich es so. Manchmal tut es mir nach dem lauten Stimmengewirr und Musik im Hintergrund gut, aber ein Teil von mir ist dennoch im Haus bei den Leuten.
Ich kann den Unterschied der Gefühle nicht beschreiben – man muss es einfach mal erlebt haben.
Ich bin froh, nun auch die Eltern meiner Schwägerin kennen gelernt zu haben. Sie sind sehr mit ihren Sitten und ihrem christlichen Glauben verwurzelt, aber sie sind dennoch offen für anderes Denken und Verhalten.
Doch nicht?
Das Bild im letzten Eintrag habe ich vorhin um kurz vor sieben aufgenommen. Da könnt Ihr ganz deutlich sehen, wie sich eine Wolkenwand hochschiebt.
Das folgende Bild ist nur eine dreiviertel Stunde später entstanden.
Ihr seht darauf keinen blauen Himmel, sondern immer noch die Wolkenwand.
Jetzt ist es draußen fast dunkel, aber man kann erkennen, dass die Wolken aufgelockert am Himmel herumhängen.
Wochenende
Ja, der Frühling macht echt Laune! Am Samstag habe ich nicht nur ein wenig eingetöpfelt, sondern ich habe dem Leuchtturm, den ich einmal von meiner Lieblingsschwester geschenkt bekommen habe, Licht gegeben.
Ich habe am Donnerstag bei NanuNana feinen, blauen Deko-Kies, rotes Deko-Granulat und eine kurze Lichterkette (nur
Wer sich nun inspiriert fühlt, etwas Ähnliches zu gestalten, muss nur beachten, dass das Material nicht entflammbar ist, denn die Birnchen werden ganz schön heiß.
Gestern hat es am Vormittag geregnet, so dass ich das Frühlingsfest, das ich am Nachmittag in Filderstadt besuchen wollte, schon ins Wasser fallen sah. Doch zum Glück hörte der Regen zum Mittag hin wieder auf und trotz der Bewölkung bin ich zum Fest gefahren. Gut, dass die Eltern des Kindergartens und wir Mitarbeiter einen Treffpunkt hatten, denn das Festgelände war sehr groß. Das Hallo der Kinder, ihrer Eltern und den Erzieherinnen tat mir richtig gut. Eine Mutter hat mir angeboten, sie und ihre beiden Kinder auf dem Festrundgang zu begleiten. Das fand ich richtig klasse von ihr.
Am späten Nachmittag kam die Sonne heraus. Ich war auf dem Weg nach Hause und habe spontan beschlossen, ein paar Blumen auf “meiner” Krokuswiese zu fotografieren.
Diese Wiese ist eine kleine Grünfläche bei der Garbe-Kreuzung in S-Plieningen. Leider sind die Krokusse zum größten Teil schon verblüht, aber dafür blühen nun die Osterglocken.
Puschkinien findet man dort auf der Wiese ebenfalls zu Hauf.
Narzissen und Puschkinien, Osterglocken und Kegelblumen, zusammen sehen sie toll aus.
Dieses Fluginsekt mag oder kann wohl nicht mehr nach Hause fliegen. Nein, es ist keine Biene und auch keine Wespe. Das Insekt ist kleiner.
Vielleicht hat jemand von Euch eine Ahnung, wie dieses Flugtier heißt. In der Insektenbox bin ich leider nicht fündig geworden.
Heute Morgen gab es bei uns richtig fett Nebel.
Aber die Sonne hat ihn später einfach weggejagt.
Jetzt ziehen leider Wolken auf. Zu dumm, weil ich nachher noch einkaufen gehen muss. Dazu wäre mir die Sonne deutlich lieber…










