Kabisa Gise – Blog

ganz und gar Gise

2011
Montag
29
Aug

Wäsche

Veröffentlicht von: Gise
um 09:37 Uhr

Hab den Korb voller frischgewaschener Wäsche schon seit einer Stunde oder so aufm Balkon stehen, aber sie will und will sich nicht selbst aufhängen. Also werde ich es jetzt tun müssen…

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2011
Mittwoch
24
Aug

Kurz, aber heftig

Veröffentlicht von: Gise
um 18:46 Uhr

So ein Mist! Tochter hat mich heute früh beauftragt, das Fenster in ihrem Zimmer gegen Mittag zu schließen. Ich Dödel habe das vergessen und bin ins Freibad gefahren. Eigentlich ist es nicht schlimm, wenn das Fenster offen bleibt, Tochter müsste dann eben im aufgeheizten Zimmer schlafen. Aber wenn ein Unwetter mit heftigem Regen und Hagel herunterkommt und Tochters (unaufgeräumter) Schreibtisch direkt vor dem Fenster steht, dann darf Muttchen selbigen erst einmal abräumen und abtrocknen. :( Blödes Wetter hätte sich ja vom Freibad Rosental bis zu mir nach Hause ruhig Zeit lassen können, stattdessen herrschte schon wieder strahlender Sonnenschein, bis ich endlich zu Hause war.

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2011
Montag
15
Aug

Schlaflos

Veröffentlicht von: Gise
um 21:39 Uhr

Wenn mich eine Horde Kinder um meinen heißgeliebten Schlaf bringt, dann ist das eben so.
Wenn mich aber Stechmücken anzapfen, dann kann es durchaus passieren, dass ich mitten in der Nacht mein Domizil verlasse.

Heute ist der Geburtstag von Jeanies ältester Tochter. Gestern Abend haben wir schon zu feiern angefangen, um dann um Mitternacht auf ein neues Lebensjahr des Geburtstagskindes anzustoßen.

Pünktlich um Mitternacht hat auch der Regen eingesetzt, so dass die Party dann beendet wurde. Man hat ja heute Nachmittag weitergefeiert, doch leider ohne mich. (In Bayern ist ja heute ein Feiertag.) Nach etwa dem zehnten Stich bin ich nach nur zwei Stunden Dämmerschlaf aufgestanden und nach Hause gefahren.

Liebe Jeanie, es tut mir sehr leid, dass ich Euch bei Nacht und Nebel Regen heimlich, still und leise verlassen habe. Irgendwie habe ich süßes Blut. Oder ich sollte während der Stechzeiten der Mücken kein Parfüm auftragen. Dass sie den Duft von Joop Le Bain genauso sehr lieben wie ich spricht, dass sie mir gleich drei Mal in den Hals und zwei Mal in meine Wangen gestochen haben…

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2011
Donnerstag
4
Aug

Zufall?

Veröffentlicht von: Gise
um 11:10 Uhr

Ist es Zufall, dass meine Mutter, die erste Frau meines Vaters, ausgerechnet an dem Tag gestorben ist, an dem D., die zweite Frau meines Vaters, Geburtstag hat?

D. wurde gestern 67 Jahre alt, meine Mutter hat im März ihren 76. Geburtstag gehabt.

Zufällige Gemeinsamkeiten faszinieren mich immer wieder.
Könnt Ihr mir noch mehr solcher Geschichten erzählen?

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2011
Donnerstag
4
Aug

Abschied

Veröffentlicht von: Gise
um 10:56 Uhr

Ich danke Euch ganz herzlich für Euer Mitgefühl. Der plötzliche Tod meiner Mutter lässt mich nicht kalt, auch wenn ich jeden Kontakt zu ihr abgebrochen habe. Von daher tut es gut, von Euch seelischen Beistand zu erhalten.

Mit dem Bloggen habe ich damals begonnen, um meine Kindheit und meinen Konflikt mit meiner Mutter mit Eurer Hilfe aufzuarbeiten. Doch das Bloggen ist etwas ganz anderes als ein Tagebuch zu führen. Die Mittel, die mir nun zur Verfügung standen (eigene Websites zu erstellen, digital zu fotografieren und die Bilder noch am selben Tag einer Masse von Menschen zu zeigen, usw.) und die Möglichkeit, Menschen kennen zu lernen, drängten meinen Konflikt mit der Mutter total in den Hintergrund.

Vor etwa 15 Jahren habe ich den Kontakt zu meiner Mutter nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit ihr komplett abgebrochen. Dass ich gegen meine eigene Mutter überhaupt klagen musste, war mir der Gipfel. Und danach ihr Gerede, dass mein Vater und mein damaliger Mann mich gegen sie aufgehetzt hätten, hat mir das Fass zum Überlaufen gebracht. Ich musste mich schützen, um nicht seelisch kaputt zu gehen.

Die ganzen Jahre über dachte ich immer wieder darüber nach, mit ihr wieder in Kontakt zu treten. Doch diesen Gedanken verwarf ich immer sofort wieder, denn ich hatte das Gefühl, dass sich an ihrem Bild von mir nichts geändert hätte.

Als meine Mutter Anfang des Jahres in ein Krankenhaus hier in Stuttgart kam, sah ich eine gute Möglichkeit, ihr auf neutralem Boden zu begegnen. Ich besuchte sie zwei oder drei Mal, doch mit jedem Besuch wurde ich wütender auf sie. Dass man in der Klinik bei ihr Schizophrenie mit Wahnvorstellungen feststellte, half mir nicht, ihr mit wenigstens neutralen Gefühlen gegenüber zu treten. Ich wollte, dass meine Mutter endlich aufhörte, in mir ein kleines, leicht manipulierbares Mädchen zu sehen, das vom Vater nur als Waffe im Krieg gegen sie losgeschickt würde.

Nach dem Krankenhausaufenthalt kam meine Mutter wieder nach Hause. Doch dort ließ sie sich wieder fallen und lag die meiste Zeit in ihrem Bett.

Zuvor in der Klinik ging es ihr gut. Sie war gut ansprechbar und knüpfte Kontakte zu Mitpatienten und Klinikpersonal. So dachten wir, dass sie im Seniorenheim gewiss wieder aufblühen würde. Aber leider nahm sie dort recht schnell ihre apathische Haltung wieder ein. Mehr noch, sie fühlte sich dort nicht sicher und hatte das Gefühl, dass man ihr nach dem Leben trachten würde.

Dass sie nun ohne Vorzeichen und ohne zu leiden einfach tot umfallen durfte, war sicherlich gut für sie. Ich hoffe, sie hat jetzt ihren Frieden gefunden – in mir breitet er sich langsam aus. Erst jetzt, da sie tot ist, lässt mein Groll gegen sie nach. Ich denke, nun kann ich ihr verzeihen, denn ich glaube fest daran, dass sie ohne die organisch-chemischen Prozesse im Hirn jetzt alles sieht und versteht, was in ihrem Leben schief – und auch, was gut – gelaufen ist…

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