Archiv: Freitag, 22. Januar 2010
Faith
Gestern hat Engelbert in seinem Kalenderblatt seine Leser auf Faith aufmerksam gemacht.
Faith (auf Deutsch: Vertrauen, Glaube) ist eine Mischlings-Hündin in den USA, die im Jahre 2002 ohne Vorderbeine geboren und vom Muttertier verstoßen wurde. Der Nachbarsjunge Reuben entdeckte den Welpen zufällig und brachte ihn zu seiner Mutter Jude. Diese und ihre Kinder brachten der zweibeinigen Hündin das aufrechte Laufen bei.
Inzwischen ist die unglaubliche Faith in den USA Gast in vielen Talkshows und der Liebling der Medien. Jude macht dies aber nicht aus Profitgier, sondern Faith gibt den kranken und behinderten Menschen neuen Lebensmut, wie man im Berliner Kurier lesen kann.
In einem Schweizer Artikel bin ich auf Worte von Jude gestoßen, die ich hier gerne wiedergebe:
“Im Leben gibt es immer unerwünschte Dinge; man kann vieles machen, um sich besser zu fühlen. Sie müssen nur das Leben aus einer anderen Richtung betrachten. Ich hoffe, diese Nachricht wird frische, neue Wege des Denkens für alle bringen und dass jeder zu schätzen weiß und dankbar ist für jeden schönen Tag.
Der Glaube ist die ständige Demonstration der Stärke und Magie des Lebens.
Bitte verteilen Sie diese Geschichte um die ganze Welt!”
Das Schicksal von Faith hat viele Kalenderblattleser berührt, doch es gab auch Worte des Mitleids, der Bestürzung und vor allem Wut über die vermeintliche Vermarktung und Zurschaustellung von Faith. Engelbert hatte wohl nicht mit solchen Reaktionen gerechnet, weshalb die zweibeinige Hündin noch einmal Thema im heutigen Kalenderblatt ist.
Egal, wie die Meinungen der einzelnen Kalenderblattleser ausfallen… ich denke, dass Faith genau das erreicht hat, was ihr Frauchen bezweckte: Wir alle – einschließlich ich! – wurden und werden zum Nachdenken über Behinderungen und die Wertigkeit des Lebens allgemein und des eigenen angeregt.
