Archiv: Dezember 2009
Jahreswechsel
Für mich persönlich hat der Jahreswechsel keinerlei Bedeutung. Es wird Abend werden, es folgt darauf ein neuer Tag und der ist zufällig der erste Tag eines neuen Jahres. Wir Menschen geben den Tagen und den Jahreszeiten Namen, teilen den Jahreszyklus in Wochen und Monate ein und fassen das Ganze zu einem Jahr zusammen. Nur wir Menschen geben dem Ganzen eine Bedeutung, den Tieren und Pflanzen ist es einerlei.
Auch dem Glück und dem Schicksal ist es einerlei… sie schlagen zu, wann es ihnen passt. Widerfährt uns etwas Glückliches, möchten wir das Glück ins neue Jahr mitnehmen. Da hat dann der Brauch, Angefangenes noch im alten Jahr zu beenden, keine Gültigkeit. Aber wehe, wenn das Schicksal grausam zuschlägt. So wie gestern bei einer Bloggerin, deren Mann plötzlich wie aus heiterem Himmel an einem Herzinfarkt verstarb. Seine Beisetzung muss bis ins neue Jahr warten. Ich kenne die Bloggerin nicht persönlich, aber dennoch bin ich über den unerwarteten Tod ihres Mannes bestürzt und tieftraurig…
Der Jahreswechsel hat für mich keine Bedeutung. Meine Wäsche in der Waschmaschine werde ich erst morgen aufhängen, denn jetzt habe ich keine Lust dazu. Das habe ich schon so oft in diesem Jahr gemacht, was wird morgen anders sein, wenn ich meine Wäsche nicht noch heute bis in den Schrank hinein fertig mache?
Eins ist mir aber unmöglich zu tun, auch wenn ich es liebendgerne täte: Meine Schulden kann ich dieses Jahr nicht mehr begleichen, die nehme ich mit ins neue Jahr.
Ich kann nicht sagen, dass ich dem neuen Jahr erwartungsvoll entgegensehe. Ich sage lieber, dass ich mich auf die kommende Zeit freue. Auf die kommenden Tage, das kommende Frühjahr, den kommenden Sommer, eben auf all die Tage, denen ich entgegengehe.
Und ich freue mich auf heute Abend, denn wenn schon gefeiert wird, dann will ich mitfeiern! Mit meiner Schwester, ihrer Familie und ihren Freunden.

Animation © Gise
Dennoch möchte ich Euch für das neue Jahr einen irischen Segenswunsch übermitteln, der mich heute Morgen per eMail erreicht hat:
Dass im neuen Jahr all deine Wünsche in Erfüllung gehen, wage ich nicht zu wünschen.
Aber dass du in deinem Leben immer wieder einen Grund zum Danken hast, das wünsche ich dir von Herzen.
Ich wünsche dir nicht alles Glück der Welt, alles Liebe und nur das Beste! Auch kein Jahr ohne Sorgen und Probleme!
Doch wünsche ich dir die Kraft, um alle Tiefen zu überwinden, den Mut, immer nach einer Lösung zu suchen, die Möglichkeit, einen Ausweg zu finden! Möge sich immer ein Türchen öffnen und ein helles Licht erscheinen!
Ich wünsche dir ein Strahlen in die Augen, ein Lächeln um die Lippen, den Wind im Rücken und die Sonne im Gesicht!
Ich wünsche dir, dass du die Hoffnung ewig bewahrst.
Ich wünsche dir ein Jahr, von dem du wünschtest, dass es noch ganz viele davon gäbe! Ein Jahr voller zauberhafter Augenblicke, ein Jahr voller Liebe und Achtung! Gesundheit und kleine Wunder mögen dich in allem begleiten…
Wir lesen uns nächstes Jahr wieder! :winke:
Vollmond
Heute, an Silvester werden wir Vollmond haben – wenn denn der Blick zum Himmel wolkenfrei ist. Vollmond ist ja nun nichts Besonderes, denn den haben wir jeden Monat. Aber diesen Monat werden wir ihn bereits zum
Der genaue Zeitpunkt des Vollmondes wird um
Dass der Vollmond am letzten Tag des Jahres zu sehen ist, ist ebenfalls etwas Besonderes, denn dies geschieht nur alle
Außerdem werden wir – sofern uns keine Wolken die Sicht versperren werden – in den Genuss einer partiellen Mondfinsternis kommen. Die maximale Verfinsterung wird um
Das wird ein Fest heute Abend! Erst gibt es Abendessen, dann schauen wir uns die Mondfinsternis an und schließlich ist noch Zeit genug, gemütlich zur Party zu fahren. Und wer einen guten Fotoapparat hat, der hat das Fotomotiv schlechthin… den “angeknabberten” Mond mit Feuerwerk.
Vorbei
Wie hat Isa in den Kommentaren festgestellt? Advent vorbei, Weihnachten vorbei… eigentlich schade. Aber andererseits ist es auch gut so, denn dann ist Raum für andere Aktivitäten vorhanden.
Eine kleine Nachlese möchte ich Euch aber schon noch antun.
Minka hat sich sehr über mein Weihnachtspaket gefreut. Während sie mir den Inhalt großzügig überlassen hat, hat sie die Schachtel sofort beschlagnahmt, als ich diese entleert erst einmal unter dem Tisch parkte.
Die Schachtel steht immer noch dort unter dem Tisch, denn Minka setzt sich sehr häufig dort hinein, um darin zu warten, bis ich sie füttere und hinterher, um sich zu putzen.
Am Samstag, dem 2. Weihnachtsfeiertag, habe ich mich am späten Nachmittag mit meiner Freundin getroffen. Am Abend sind wir in unsere Wohnungen zurückgekehrt – um uns dann in der Nacht in unserer Lieblingsdisco zu treffen.
Am Sonntag gab es in einem Landgasthaus ein gemeinsames Mittagessen mit der Familie meines Exmannes. Die Eltern haben sich riesig gefreut, alle ihre Kinder und Enkelkinder um sich herum zu haben – bis auf meinen Exmann, der nicht wollte, und einem Enkel, der nicht konnte.
Gestern habe ich es nicht gewagt, meinen Augen zu trauen – es hat in der Nacht geschneit und es schneite immer noch. Bei 0,2°C.
Aber es wurde im Laufe des Tages immer wärmer und der Schnee ging in Regen über. Es blieb auch am Abend und in der Nacht “warm”, denn heute Morgen hatte es 7,4°C. Und es regnete, was bis jetzt noch nicht aufgehört hat. Schwesterliebling, wenn es morgen immer noch regnet, schwimme ich zu Dir…
Kein Schnee mehr
So ungefähr habe ich es mir gedacht: Kaum hat mein Auto Winterschuhe an, gibt es keinen Schnee mehr…
Weihnachten
Guten Morgen, Ihr Lieben! Ich hoffe, Ihr hattet bisher ein frohes Weihnachtsfest und seid reichlich beschenkt worden! Reichlich mit Dingen, die Euch erfreuen und vor allem reichlich mit der Liebe Eurer Familie und Freunden.
Ich hätte Euch einiges zu sagen und zu erzählen, aber ich traue mich nicht, aus Sorge, dieser Eintrag wird zu lang und jeder klickt ihn dann ungelesen weg.
Dies, fürchte ich, ist dem 24. Türchen meines Adventskalenders so ergangen. Ich hätte statt der langen Krippengeschichte etwas kurzes wählen sollen, dann hättet ihr sicherlich bemerkt, dass das letzte Türchen meines Adventskalenders noch eine zweite Seite hat. Oder ist sie denn jemandem von Euch aufgefallen?
Mein Heiliger Abend… ja, der hat erst mit Frust begonnen. Meine Tochter kam einen Tag vorher krank (starke Erkältung) aus Ravensburg nach Hause und konnte mir in keinster Weise behilflich sein. Und mein Sohn hatte keine Lust, mit mir einkaufen zu fahren. Dabei hatte ich noch gar nichts an Lebensmitteln eingekauft. Weder für den Heiligen Abend noch für die Feiertage. Ich befürchtete schon die schlimmste Schlacht im Supermarkt, aber obwohl ich nicht gar so früh dort war, war es fast menschenleer. Eine Verkäuferin hat mit mir den Einkauf getätigt und alles in mein Auto verstaut. Nebenbei hat sie mich mit ihrer guten Laune angesteckt.
Wieder zu Hause habe ich mich innerlich geweigert, in mir erneuten Frust aufkommen zu lassen, denn die Wohnung war noch ein einziges Schlachtfeld, meine Tochter lag immer noch krank im Bett und mein Sohn hing vor seinem Laptop fest. Schon seit Tagen kannte mein Sohn meinen Auftrag an ihn, aber erledigt hatte er noch nichts. Am Mittag des Heiligen Abend lautete meine Ansage kurz und bündig: Entweder er käme nun in die Gänge oder ich würde den Heiligen Abend außer Haus feiern. Mir fielen spontan einige Leute ein, zu denen ich hätte fahren können.
Doch mein Sohn hat mir meine Pläne durchkreuzt
und kam sofort in die Gänge.
Nun, die Wohnung aufräumen und putzen nahm viel Zeit in Anspruch. Das hat man davon, wenn man nicht regelmäßig für klar Schiff in der Wohnung sorgt. Vorsatz für 2010: Regelmäßig aufräumen und putzen!
Wie ist das mit den Vorsätzen nochmal? Sind sie nicht dazu da, um sie ab dem
Abends um acht waren wir endlich so weit, dass wir gemeinsam zu Abend essen konnten: eine einfache Bohnensuppe, danach Kartoffel- und Gurkensalat mit Saitenwürsten. Als Nachtisch gab es Mousse au Chocolat, die mein Sohn auf einfachste Art selbst zubereitet hatte. Oberlecker! Selbst ich habe sie gegessen, obwohl ich nicht unbedingt für Süßes zu haben bin.
Das Schöne für mich ist immer, mit meinen Kindern zusammen zu sitzen und zu erzählen, aber leider ging es meiner Tochter nicht sehr gut, so dass sie gleich nach der Bescherung wieder in ihr Bett ging.
An dieser Stelle möchte ich mich bei zwei Christkindelein ganz, ganz herzlich für ihre Päckchen bedanken! Ganz tolle Sachen habe ich bekommen, über die ich mich wirklich sehr gefreut habe! Danke!
Auch gestern war meine Tochter zu malade zum Aufstehen, so dass mein Sohn und ich allein zum Mittagessen zu meiner Schwester und anschließend zum Kaffee zu meinem Vater fuhren. Sowohl meine Schwester und ihre Familie als auch mein Sohn und ich wollten nach dem Kaffee wieder nach Hause fahren, denn D., der Frau meines Vaters, ging es nicht gut. Doch dann kam, ich weiß nicht wer, auf die Idee, eine Runde Rommé zu spielen. Dieses Kartenspiel hat in unserer Familie Tradition – meine Geschwister und ich kamen mit Karten in der Hand beziehungsweise im Fuß auf die Welt. So kam es, dass wir nach zwei Runden Rommé auch noch bei meinem Vater zu Abend aßen und dann erst nach Hause fuhren.
Heute bleibe ich zu Hause und morgen werden wir mit meinen Schwiegereltern und zwei Schwägerinnen nebst Familie zu Mittag essen und Kaffee trinken. Darauf freue ich mich auch schon sehr!
Ich wünsche Euch einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag! Bei uns in Stuttgart scheint die Sonne vom wolkenlos blauen Himmel. Schnee gibt es hier keinen mehr…


