Archiv: Sonntag, 13. September 2009
Rum
Vorgestern bekam ich eine sehr kurze eMail:
“Hoi liebe Gise!
Der Sommer ist rum und Du warst nicht da!
LG, B.”
Stimmt, liebe B., Dich hätte ich liebend gerne wieder besucht, doch leider ging der Sommer ruckizucki um. Aber der Besuch bei Dir ist doch nicht aufgehoben, oder? Jagut, am und im See ist es jetzt für eine Weile recht frisch, aber Wien… schon allein diese Stadt ist ja immer ein Besuch wert.
Der Sommer ist rum. Heute Abend schließt mein Lieblingsfreibad seine Pforten bis Mai. Wenigstens was meine Besuche dort betreffen, habe ich nicht das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Ich habe viel Sonne getankt, was man an meiner gebräunten Haut sieht, und bin netten Menschen begegnet, die sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr freuen.
Der Sommer ist rum und auch mein Urlaub. Ich wäre gerne ein wenig in Deutschland herumgereist, um Freunde zu besuchen, aber mein Bankkonto sagte dazu “nein”. Da ich auf Honorarbasis arbeite, habe ich während meines Urlaubs weniger Einkommen.
Ich hatte für meinen Urlaub auch ein paar Fotoprojekte in Stuttgart geplant, aber umgesetzt habe ich noch nichts davon. Entweder war es zu heiß, dann ging ich ins Freibad, oder es war zu bewölkt.
Der Sommer ist rum… was für ein Deutsch! Der Sommer ist vorbei, der Sommer ist um.
Der Sommer ist rum. Meinetwegen könnte er gerne 24 Monate lang dauern.
Wie war der Sommer für Euch?
Langer Tag
Gestern hatte ich einen sehr langen Tag. Er begann morgens um drei Uhr und endete um etwa zehn Uhr abends. Auf dem Programm standen:
- Lieblingstochter auf den Flughafen bringen, die sich jetzt in Griechenland den Bauch von der Sonne kitzeln lässt.
- nach Hause
- nach Stuttgart, um sich am Bahnhof mit ein paar Rebläusen zu treffen
- mit dem Zug nach Worms
- Stadtführung und Dombesichtigung in Worms
- griechisches Mittagessen in Worms
- Weiterfahrt mit dem Zug nach Bad Dürkheim
- Wurstmarkt
- ich allein mit dem Zug nach Hause
- Katze füttern
- einkaufen (zum Glück haben manche Supermärkte bis 22 Uhr offen)
- eMails checken, ½ Flasche Bier genießen
- todmüde ins Bett fallen
Unser Clubpräsident hat eine Fahrt ins Blaue organisiert, aber nicht wie früher mit einem Reisebus, sondern mit der Bahn. So war es immer wieder spannend zu erraten, wie weit wir mit dem Zug fahren und ob wir dann dort bleiben oder nur umsteigen würden.
Für mich war es erstaunlich, wie kompakt die Orte doch beieinander liegen. Worms zum Beispiel wähnte ich immer weit weit weg von Stuttgart, aber selbst mit Nahverkehrszügen kommt man relativ schnell dort hin. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich Wörmchen, die ich bereits auf mehreren Seelenfarbentreffen erleben durfte, schon längst mal besucht. Aber auch die Stadt selbst und vor allem der Dom sind durchaus ein Besuch wert.
Mariechen, auf der Zugfahrt von Bad Dürkheim nach Neustadt/Weinstraße kam ich auch durch Dein Städtchen. Hast Du mein Winken und mein an Dich Denken gespürt?
Selbst Freinsheim hat einen Bahnhof und ist mit Nahverkehrszügen recht schnell zu erreichen. Dort habe ich im Jahre 2004 mit meinem damaligen Freund und Engelbert mit Beate einen wunderbaren Nachmittag verlebt. An diesem Tag habe ich den Vater von Seelenfarben auf einer Vernissage kennen gelernt. Daran erinnerte ich mich, als wir gestern in Freinsheim umgestiegen sind, um zum Wurstmarkt nach Bad Dürkheim zu gelangen. Dort habe ich mich nur kurz aufgehalten. Wäre ich bis zum Schluss bei der Gruppe geblieben, wäre ich erst um zehn Uhr abends nach Hause gekommen. Meine Minka wäre dann aber viel zu lange allein und ohne Futter geblieben. Zur Zeit ist sie eh wieder einmal sehr zickig, was ihr Fressverhalten betrifft und deshalb ist es mir wichtig, ihr das Futter möglichst regelmäßig zu geben.
Der gestrige Tag hat mir sehr gut gefallen. Vor allem hat das Wetter gut mitgespielt. Nächstes Mal bin ich ganz bestimmt wieder dabei!

