Archiv: Oktober 2009
Pascal
Nun bin ich schon seit zwei Wochen wieder autolos und so langsam gewöhne ich mich an diesen Zustand. Dabei ist es mit Auto natürlich besser, denn
- ich bin in 15 Minuten bei der Arbeit. Mit dem Bus brauche ich eine Stunde.
- ich kann zum Square Dance fahren. Unser Club tanzt in einem Vereinsheim mitten im Wald, wo keine öffentliche Verkehrsmittel hinfahren.
- ich kann größere Mengen einkaufen. Ohne Auto muß ich meinen Einkauf in mehreren Etappen erledigen, denn ich kann Taschen nur auf meiner linken Schulter und auch nur bis maximal
10 kg tragen. - ich bin unabhängig von Abfahrtszeiten.
Nur… sollte Pascal wieder so massiv nach meinem Konto greifen, werde ich ihn verschrotten lassen, darauf kann er Gift nehmen!
In der ersten Woche, nachdem Pascal vor das Haus meiner Schwester geschleppt wurde, hat sich eine VW-Werkstatt seiner angenommen. Der Werkstattmeister hat mit telefonischer Hilfe der Firma, die für den behindertenbedingten Umbau in meinem Auto zuständig ist, herausgefunden, dass die Lenkspindel hinüber ist. Die sitzt aber leider im Fußraum des Fahrers – hinter meiner Fußlenkung. An der Fußlenkung darf eine normale KFZ-Werkstatt aber nichts machen, also muss Pascal in die Werkstatt für behindertengerechte Umbauten gebracht werden. Der VW-Meister hat nun erst einmal herumtelefoniert wegen Garantie und Kostenübernahme. Erst vorgestern bekam er vom Händler, bei dem ich Pascal gekauft hatte, die Zusage, dass er die Hälfte der Lenkspindel übernehmen würde. Aber den Preis für deren Einbau und die Kosten für den dafür nötigen Aus- und wieder Einbau der Fußlenkung muss ich selbst tragen.
Die Rechnung wird dann ungefähr wie folgt aussehen:
- Überführung des Autos vom Haus meiner Schwester in die Werkstatt
(ca. 6 km): 60 € - Lenkspindel: knapp 800 €
- Überführung zur Umbaufirma
(ca. 35 km): 150 € (da ist mir der VW-Meister preislich sehr entgegen gekommen. Danke, Herr B.!) - Aus- und Einbau der Fußlenkung, Aus- und Einbau der Lenkspindel: 2.100 €
- Kostenübernahme des Händlers: minus ca. 350 €
- für mich zu zahlender Rest: ca. 2.600 €
Ganz schön heftig, gell? Pascal wird am Montag in die Firma für behindertengerechte KFZ-Umbauten gebracht. Angesichts des hohen Preises für die Aus- und Einbauten gehe ich davon aus, dass man für diese Arbeit mehrere Tage benötigt. Wenn ich Glück habe, darf ich Pascal am Donnerstag wieder heimholen. Am Montag werde ich mich schlau machen…
Spontan
Meine liebe Freundin Efis hat mich zu ihrer Hochzeit in einer Woche eingeladen. Nein, Efis ist keine Türkin… Efis ist die Kurzform für “Ehefrau in Spe”. Zu diesem Namen kam sie, weil ich ihr einmal aus einer Begeisterung heraus spaßeshalber einen Heiratsantrag gemacht hatte.
Nun, Efis hat mich schon vor einigen Wochen zu ihrer Hochzeit eingeladen. Sie wohnt im hohen Norden Deutschlands. Ich habe zwar sofort online nach günstigen Flügen und Zügen geschaut, aber leider nichts gebucht. Schon kurze Zeit später waren alle günstigen Angebote bereits vergeben. Also beschloss ich, mit Pascal zu meiner Freundin zu fahren. Aber der, der will nicht – er steht nun mit einer gebrochenen Lenkspindel in der Werkstatt und ich befürchte, dass ich auf das Auto auch nächste Woche verzichten werde müssen.
Gestern Abend habe ich eine SMS an Efis geschickt, dass ich hoffe, das Auto bis Donnerstag wieder zu haben. Ihre Antwort war kurz: “Und wenn nicht? Du MUSST kommen!” Oh, so sehr wünscht sie sich meine Anwesenheit bei ihrer Hochzeit!? Wieder habe ich online bei der Bahn und bei zwei Fluggesellschaften nachgeschaut. Die
Empfehlung
Das Buch, das meine Nichte gelesen hat, heißt “Dunkel war’s, der Mond schien helle“. Sie hat darin jeden Abend etwa eine halbe Stunde geschmökert, bevor sie das Licht ausgemacht hat, um zu schlafen.
Gestern, als sie von ihrem Zuhause aus mit mir telefoniert hat, hat sie mir verraten, dass sie dieses Buch gerne hätte.
Nun weiß ich, was ich ihr zu Weihnachten schenken werde…
Wieder fort
Eine Woche lang war sie nun bei mir. Wer mich schon seit myblog kennt, weiß um meine tansanische Nichte.

Während ihrer Kindergartenzeit habe ich sie bei mir anfangs täglich, später nur gelegentlich gehütet. Jetzt ist sie schon acht Jahre alt – und leider aus dem Stuttgarter Raum weggezogen. Deshalb wird sie mich nur in ihren Ferien besuchen können. Die nächste schulfreie Zeit ist ja schon übernächsten Monat! *freu*
In den sieben Tagen, die sie jetzt bei mir war, wurde es uns überhaupt nicht langweilig. Zum Einen hat sich meine Nichte sofort wieder wie zu Hause gefühlt, zum Anderen habe ich mir für sie viel Zeit genommen. Sie geht jetzt in die dritte Klasse und so ist sie an Zahlen und Wörtern interessiert. Überhaupt ist sie sehr wissbegierig. Unser Lieblingsspiel war “Stadt – Land – Fluss“, wobei wir es ohne Stift und Papier gespielt haben und unsere Kategorien waren “Stadt – Land – Pflanze – Tier – Vorname”. Danke Schwesterherz, für diese Anregung! :hug:
Apropos Schwesterherz… sie und ihre Familie haben meine Nichte und ich am Samstag besucht. Die Tochter meiner Schwester und ihre Cousine sind, wie Ihr wisst, auf den Tag genau gleich alt, also sind sie Zwillinge. Aber zweimüttrige.

Das Bild entstand vor drei Jahren am Geburtstag der beiden Mädchen. Da waren sie fünf Jahre alt. Das war doch erst neulich! Junge, wie die Zeit vergeht…!
Das ist übrigens Kotz-Bolo, der nun doch Mikesch gerufen wird.
Hat er auf diesem Teppichboden nicht die perfekte Tarnfarbe?
Am Sonntag ging für mich fast ein Traum in Erfüllung: Als meine eigenen Kinder noch klein waren, stellte ich mir gerne vor, wie es sein würde, wenn sie einmal groß sind. Eine Vorstellung war, mit ihnen in die Disco zu gehen. Meine Kinder konnten und können sich dies aber überhaupt nicht vorstellen!
Nun, am Sonntag war ich mit meiner Nichte in der Disco. Dort war schon ab
In der Disco hat man mit Kindern gerechnet und entsprechend Spiel- und Malsachen zurechtgelegt. Leider war meine Nichte aber das einzige Kind dort. Dennoch hat sie sich amüsiert, viel getanzt und sich mit dem DJ prima unterhalten. Als ich sie um kurz vor
Am Montag waren wir zwei in der Stuttgarter Einkaufsmeile shoppen. Die Ausbeute: zwei identische, herbstliche Mobile, für jede von uns eins, und für meine Nichte ein paar schwarze Netzhandschuhe mit abgeschnittenen Fingern. Sie hat sie selbst ausgesucht und sie liebt diese Handschuhe! Sie hat sie sogar über Nacht nicht ausgezogen!
Gestern hatte mein ehemaliges Tageskind Geburtstag. Für sie haben meine Nichte und ich vorgestern eine Geburtstagskarte geschrieben, ein Päckchen mit Geschenken gepackt und zur Post gebracht.
Tja, und gestern reiste meine “Schokonudel” wieder nach Hause. Mir ist der Abschied von ihr sehr schwer gefallen, aber die nächsten Ferien kommen bestimmt!



