Archiv: Donnerstag, 8. Januar 2009
Armut
Letzte Nacht ist eine knapp 60-jährige Obdachlose in der Nähe von Trier in ihrem Zelt bei etwa -16°C erfroren. Dabei hatte ein Hotelier ihr und ihrem Gefährten mehrmals angeboten, während der Kältezeit in einem seiner Zimmer kostenlos zu wohnen. Wie die Polizei in Trier mitteilte, lebte sie seit mehreren Jahren mit einem 43-Jährigen in dem Zelt. Die zwei waren nicht für die Kälte ausgerüstet.
Als ich heute Mittag von der Arbeit wieder nach Hause fuhr, stieg in den Bus eine Frau zu. Die Jacke war eher ein Anorak, für die derzeitige Witterung viel zu dünn. Der Reißverschluss schien schon sehr lange kaputt zu sein, denn die Frau hielt den Anorak mit einer Hand an der Brust zusammen. Und dort, wo ihre Finger in den Stoff gekrallt waren, war dieser zerrissen. Auch der Bund der Jacke sah sehr mitgenommen aus. Und die Bünde ihres Sweatshirts, die aus den Ärmeln ihres Anoraks hervorschauten, hingen in Fetzen herum.
So viel Armut, und das im Wohlstandsland Deutschland – gibt es das? Ich bin immer noch sprachlos…
Guten Morgen!
Ich freue mich schon auf die Kinder! :banana:
Auf das Hinausgehen freue ich mich weniger, denn es ist heute Morgen kälter als gestern Morgen – es hat -8,3°C bei klarem Himmel.
Habt einen schönen Tag! :winke:
