Kabisa Gise – Blog

ganz und gar Gise

Archiv: September 2008

2008
Freitag
12
Sep

Nicht vergessen!

Veröffentlicht von: Gise
um 20:03 Uhr

Am kommenden Sonntag ist wieder der Tag des offenen Denkmals.

Hier in Stuttgart soll es am Sonntag laut Wettervorhersage mehr heiter als regnerisch sein. Also werde ich übermorgen erst den Flughafen heimsuchen, um mich mit der Klaudia zu treffen und danach würde ich gerne das Städtische Lapidarium besuchen…

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2008
Freitag
12
Sep

Nicht schön

Veröffentlicht von: Gise
um 15:21 Uhr

Heute Vormittag saß ich im Bus. Ich hatte die Vierersitzgruppe für mich allein und auch sonst war der Bus recht menschenleer. Dann steigt unter Anderem ein Mann ein, sieht, dass meine Füße auf dem Sitz mir gegenüber liegen und meckert sofort los: “Des macht ma abr net, was Sie da machad. Noi, des isch koi Benehma.” Ich: “I derf des abr ond i mach des, wie i will.” “Noinoi, des isch egal, des isch net schee, des machd ma net.” Ich habe mir meine ohnehin ordentlich sitzende Jacke zurechtgezupft und den Träger meines Rucksacks näher an den Hals geschoben. Mit meinem Fuß.

An der Endstation des Busses habe ich den Mann nochmal angesprochen: “I wolld Ihne no saga, dass des net schee isch, dass Sie erschd reded, bevor Sie guggad.”
“Scho guat, i han’s scho gsäa ond i endschuldige mi au… abr trotzdem isch des net schee, dia Fiaß auf de Sitz’ zu han. Des isch net anständig.”
Ich war sprachlos – aber nur kurz.
“Abr meine Fiaß send meine Hend ond so gang i au mit meine Fiaß om. Odr hendse so schlimme Käsfiaß, dassse von sich auf andere schliaßad?”
Er: “Noinoi, des machd ma oifach net, des isch oanständig.”
“Dann isch jeder Rollstuhlfahrer oanständig, weil er bei ner Begrüßung net aufsteht. Ieberlegadse doch môl, wasse dô redad!”

Ich habe es dann gut sein lassen, denn ich hatte das Gefühl, dass es ihm einerseits peinlich war, er aber andererseits im Recht bleiben wollte. Oder hätte ich ihn noch fragen sollen, wie er sich fühlen würde, wenn seine Frau ihn nach einem Schlaganfall nicht mehr mit aus dem Haus nehmen würde, weil seine Sabbelei unanständig sei…?

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2008
Freitag
12
Sep

Inter-nett

Veröffentlicht von: Gise
um 08:43 Uhr

…wobei die Betonung der Überschrift auf “nett” liegt. Seeehr nett! :) Wovon ich rede? Von einer meiner Leserinnen.

Wer regelmäßig hier im Blog liest und auch die Kommentare meiner Leser verfolgt, erinnert sich bestimmt, dass Erika und ich immer wieder vor hatten, uns einmal real zu treffen. Dann endlich hatten wir den ersten Samstag diesen Monats für ein Treffen fest ausgemacht, denn an jedem Ersten eines Monats findet in Herrenberg ein Glockenkonzert statt.

Ich bin schon mittags mit der S-Bahn in Herrenberg angekommen, wo mich die Erika eingesammelt hat. Zuerst waren wir schwäbisch essen. Erika hatte Nieren mit Bratkartoffeln – waren es Bratkartoffeln? – und mir gelüstete es mehr nach gerösteten Maultaschen mit Beilagensalat.

Der Wirt brachte mir den Salat mit den Worten: “Sooodele, der Salad für die Mauldascha…” Ich: “I han denkt, der Salad wär für mi?!” Der Wirt hat sich beeilt, mir zu erklären, wie er es gemeint hatte, während Erika sich vor Lachen nicht halten konnte. Jaja, der Schwabe geht zum Lachen in den Keller. Ööööh… war der Wirt überhaupt ein Schwabe?

Leider hat das Wetter nicht sehr gut mitgespielt. Aber wenigstens war es nicht kalt, so dass wir anschließend unseren Cappuccino unter einem großen Sonnenschirm, der an jenem Tag mehr als Regenschirm dienen durfte, eines italienischen Straßencafés genossen haben.

Herrenberg hat eine wunderschöne Altstadt. Mit Teilen der Stadtmauer, vielen Fachwerkhäusern und engen, kopfsteingepflasterten Gassen. Leider war es zum Fotografieren zu nass und zu trüb. Aber Erika hat meinen Versuch, mit einem wildfremden Kerl durchzubrennen, mit ihrer Digi festgehalten.

Das Festhalten hat geklappt, was Umstehende euphorisch quittiert haben.

Das Glockenkonzert… man hatte die Wahl, es direkt im Glockenturm oben oder unten auf dem Kirchplatz zu genießen. Weder Erika noch ich hatten die Puste Lust, ölfunddrölfzighundert Stufen zu steigen, aber im Regen stehen wollten wir auch nicht. Also haben wir beschlossen, gleich zu Erika nach Hause zu fahren. Dort haben wir es uns gemütlich gemacht und es gab viel zu erzählen und zu lachen.

Später haben wir Erikas leckeren Gemüsekuchen genossen. Ich habe sogar zwei Stückchen gegessen, so gut hat er geschmeckt.

Leider geht auch der schönste Tag (die Sonne hatten wir in unseren Herzen) einmal zu Ende, aber den werden wir auf jeden Fall wiederholen. Bei Sonnenschein. ;)

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2008
Donnerstag
11
Sep

News

Veröffentlicht von: Gise
um 21:41 Uhr

Neulich habe ich mich um eine Stelle als Sprachförderin für Kindergartenkinder mit Migrationshintergrund beworben. Heute fand das Bewerbungsgespräch statt, doch leider muß ich deren Entscheidung bis Montag abwarten. Sollte ich die Stelle bekommen, darf ich ab dem nächsten Ersten meinen Dienst antreten. Ich freue mich jetzt schon drauf. (Immer positiv denken! ;) )

Mein Anwalt hat mir geraten, das mir angebotene Auto zu nehmen. Wenn alles glatt geht, sitze ich bald selbst wieder hinter dem Steuer, wobei man “bald” sehr großzügig sehen muß… Weihnachten könnte knapp werden…

Heute habe ich auch den Brief an den neuen Telefon- und Internetanbieter mit der Bitte, den Vertrag noch ein Jahr ruhen zu lassen, abgeschickt. Per Einschreiben mit Rückschein. Jetzt bin ich gespannt, wie man entscheiden wird…

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2008
Dienstag
9
Sep

Einfach clever!

Veröffentlicht von: Gise
um 08:32 Uhr

Unser Vermieter, eine Wohnbaugesellschaft, hat einem TV-, Internet- und Telefonanbieter einen Großauftrag erteilt. Alle Wohnungen sind nun mit neuen Empfangsdosen ausgestattet und natürlich ist dem Anbieter sehr daran gelegen, dass diese auch rege genutzt werden. Da ich meinen Anbieter eh wechseln möchte, habe ich diesem anderen Anbieter einen Portierungsauftrag erteilt, denn meine Telefonnummer würde ich gerne behalten wollen.

Jetzt stellt sich heraus, dass mein bisheriger Anbieter mich erst in einem Jahr aus dem Vertrag entlassen kann – und ich einen Zweijahresvertrag mit dem neuen Anbieter eingegangen bin. Gleichzeitig.

Einfach clever!, das ist der Werbeslogan meines neuen Anbieters. Und ich denke: ja, einfach clever, wie die neue Kunden an sich binden. Jetzt kann ich danach schauen, wie ich diesen Anbieter dazu bringe, den Vertrag für ein Jahr still zu legen. Bis jetzt zeigt man sich dort dafür wenig einsichtig…

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