Kabisa Gise – Blog

ganz und gar Gise

2009
Samstag
17
Jan

Gewöhnungsbedürftig

Veröffentlicht von: Gise
um 12:02 Uhr
 

Gestern hat sich meine Vermutung bestätigt – meine Tätigkeit als Integrationshelferin endet zum Monatsende.

Beim gestrigen Gespräch mit der zuständigen Erzieherin des Integrationskindes kam noch etwas zu Tage, was ich schon die ganze Zeit gespürt habe… man hatte Probleme damit, dass ich beim Essen meine Füße auf dem Tisch habe. Erst recht, wenn ich mit meinen Füßen am Essen der Kinder war (Banane anschälen, Vesperdose öffnen).

Gut, welche Einstellung Erwachsene zu Füßen haben, das kann ich nicht beeinflussen. Aber müssen denn die Erwachsenen ihre Unsicherheiten und Schwierigkeiten im Umgang mit besonderen Situationen auch auf die Kinder projizieren? Aussage der Erzieherin: “Weißt du, uns ist schon klar, dass du nicht anders kannst als mit den Füßen, aber wir brauchen Zeit, uns daran zu gewöhnen, dass du Essen eben mit den Füßen anfasst. Auch die Kinder müssen sich daran gewöhnen.”

Grundsätzlich gilt, dass Kinder zunächst einmal neugierig und wert-frei an für sie neue Situationen herangehen. Die Wertung übernehmen sie von uns Erwachsenen.

Dazu habe ich erst diese Woche eine nette Sache erlebt: Ein Vorschulmädchen kam ganz aufgeregt angerannt: “In der Kuschelecke ist eine Spinne, macht sie weg! Schnell, die Spinne muß weg!”
Ich: “Warum denn? Gib ihr einen Namen und fütter sie!”
Das Mädchen hat mich ganz ungläubig angeschaut. Ich habe mir von ihr die Spinne zeigen lassen; sie war ja klitzeklein! Ich habe das Mädchen gefragt, ob die Spinne da in der Ecke stören würde. “Nein.” Dann habe ich es gefragt, ob es das Tierchen beschützen oder doch lieber entfernt haben wolle. In diesem Moment kam ein anderes Kind und das Mädchen rief: “Nein, du darfst jetzt nicht hereinkommen, die Lina braucht Ruhe!”

Hätten die Erzieherin und ich auf die Spinne negativ reagiert, hätte das Mädchen dieses übernommen. So kann man bei Kindern die Wertung der Dinge und Situationen beeinflussen:
- Füße stinken, Füße gehören nicht auf den Tisch oder Füße sind schön
- die Ausländer oder der Mensch Ali, Fatma…
- “du kannst das nicht” oder “versuche es”
- Spinnen und andere Tiere sind beängstigend oder interessante, harmlose Wesen

Da fällt mir ein, dass ein Kind wiederholt gezielt nach Spinnen gesucht und zertreten hat, mit der Begründung, dass diese Tiere “böse” seien. Gleichzeitig hat es sich sehr stark mit dem Thema “Gott und der Erschaffung der Welt” auseinandergesetzt. (“Gott hat die Menschen und die Gänseblümchen und die Sonnenblumen und das Gras und die Hunde und die Bäume und die Minka und das Pferd und die Enten… erschaffen, gell?”)

Ich habe das Kind, als es wieder einmal eine Spinne zertrat, gefragt, wer denn die Spinne erschaffen habe. Zögerliche Antwort: sie wusste es nicht so genau. Ich erklärte ihr, dass Gott alles, was lebt, erschaffen habe, so auch die Spinne. Und er liebe alles, was er erschaffen habe, die Menschen, die Blumen, die Tiere – und die Spinnen. Wenn sie ein Bild male, sei sie stolz auf ihr Werk. Wenn es jemand kaputt mache, wäre sie darüber traurig oder wütend. So fühle sich Gott, wenn jemand seine Spinnen tötete. Seit diesem Gespräch durften viele Spinnen am Leben bleiben. (Leider hat das Kind danach aber angefangen zu schreien, wenn es eine Spinne gesehen hat. Blöd gelaufen.)

Zurück zu meinem Thema: Mir ist bewusst, dass gerade erwachsene Menschen in ihren Meinungen und Wertigkeiten der Dinge manchmal gefangen sind. Ich möchte nicht wissen, wie vielen – oder doch nur wenigen? – Menschen in einer Gaststätte beim Anblick meines Fußes auf dem Tisch der Appetit vergangen ist. Aber das ist deren Problem.

Ich wehre mich nur dagegen, Kindern, die “komisch” kucken, zu unterstellen, dass sie mit meinen Füßen Probleme hätten und dieses dann auch noch zu verbalisieren: “Gell, das ist schon komisch, wie die Gise das macht. Dabei tut man doch die Füße nicht auf den Tisch…”

Übrigens… für alle, die vor Spinnen Angst haben oder sich ekeln… der Trick, dem Tier einen Namen zu geben und sich für es verantwortlich zu fühlen, der wirkt tatsächlich!

Genauso kann man den Trick anwenden, wenn man eine negative Einstellung zu den Füßen hat. Man muß meinen Füßen nicht gerade Namen geben und sie füttern, aber man kann seinen Gedanken eine positive Richtung geben. Man kann sich zu mir setzen und sich davon überzeugen, dass um mich herum keine Käse-/Stinkefüße-Wolke schwebt. Man kann sich meine Füße einmal genauer anschauen und feststellen, dass sie sauber und gepflegt sind. Zur Zeit sind die Zehennägel wieder einmal lackert, ansonsten sind sie immer kurz geschnitten und glänzend poliert.

Wie ist denn Euer Verhältnis zu Euren Füßen und denen anderer Leute?
Könnt Ihr zwischen angenehmen Füßen und den “Stinkefüßen” unterschiedlicher Menschen trennen oder sind für Euch Füße gleich Füße?
Welches Gefühl zu den Füßen vermittelt Ihr den Kindern?

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 17. Januar 2009 um 12:02 Uhr und wurde abgelegt unter "Arbeitswelt, behindert?". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

17 Kommentare

  1. Lieblingstochter:

    Mama, darf ich deinen Füßen Namen geben und sie füttern???? Och biiiiiitttteeeee, ich möchte doch so gerne! Ich hab da auch schon einen Vorschlag! Wie wärs mit “Speedy” und “Footy” =D und füttern würde ich sie mit… hmmmm…. bananen! :banana:

  2. menzeline:

    Liebe Gise,

    gerade habe dies hier von dir gelesen und bin etwas betroffen.
    Ich weiß nicht, wie ich mich ausdrücken soll, es ist so, wenn man alles an sich dran hat, Arme, Beine u.s.w. macht man sich oft gar keine Gedanken darüber, wie es ist, keine Arme zu haben und doch durchs Leben zu kommen.

    Das man dir das mit deinen Füssen ankreidet, finde ich schon ein starkes Stück, ich weiß gar nicht, wie ich damit umgegangen wäre, hätte es mich betroffen.

    Füsse auf dem Tisch und überhaupt alles damit anzufassen, ist nicht alltäglich und man muss sich an diesen Anblick tatsächlich wohl gewöhnen, aber so schlimm finde ich es nun auch wieder nicht. Ich finde diese Geschicklichkeit muss man erst einmal haben, wenn man Arme und Hände hat, dann kann man sich echt nicht vorstellen, wie man die täglichen Dinge des Lebens mit den Füssen machen soll.

    Aber du schaffst das so brilliant, was ich bei dir immer wieder bewundere, ist, wie du Fotos machst und du machst verdammt gute Fotos. Das ist eine Kunst und deine Bilder sind Kunstwerke. Das ist jetzt keine Schmeichelei, sondern eine Tatsache, die ich ganz toll finde.

    Um noch mal auf das Thema zurück zukommen, hier in Deutschland haben die Menschen oft sehr große Probleme mit Körperbehinderten, obwohl ich nicht weiß, wie es in anderen Ländern ist.
    Mir fällt auch immer wieder auf, das kaum an Körperbehinderte gedacht wird, gerade beim Baulichen. In Häusern werden zwar Fahrstühle eingebaut, aber um diesen zu erreichen, musst du erst mal 5 Stufen überwinden. Oder Bahnsteige, gut an manchen gibt es auch Aufzüge, aber wenn die nicht funktionieren, durch Beschädigung oder weil sie nicht gewartet werden, dann haben Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte keine Möglichkeit zum Zug zu kommen. Es gäbe da noch tausende von Möglichkeiten aufzuzählen, das würde aber hier das Thema sprengen.

    Ganz herzliche und liebe Grüße
    Roswitha

  3. Pat:

    Hallo Gise!

    Ein sehr interessantes Thema, dass Du da anschneidest. Ich denke, wir Menschen haben generell ein Problem mit diesem Körperteil, ob nun behindert oder nicht. Füße sind oft das meist vernachlässigste (und daher auch unansehnlichste) Körperteil. Viele empfinden es als hässlich und dreckig (obwohl Hände eindeutig unhygienischer sind, weil wir damit alles anfassen – und so oft werden die leider auch nicht gewaschen, besonders nach gewissen Tätigkeiten nicht).

    Für mich persönlich waren Füße lange auch das Stiefkind der Körperteile bis zu dem Tag, als ich ein Fußexzem bekam. Als nach der Abheilung meine Füße nach langer Zeit wieder schön und schmerzfrei wurden, habe ich ein anderes Verhältnis zu Füßen bekommen. Und auch gemerkt, wie wichtig sie sein können.

    Es ist alles eine Frage der Ansicht, der Erziehung und auch der Gewohnheit. Die Menschen brauchen Zeit, Dinge eine andere Bewertung zu geben.

    Und in Deinem speziellen Fall schaue ich auch immer wieder hin, wenn Du mit Deinen Füßen hantierst (fußtierst ;-) ), weil es eben ungewöhnlich ist, aber für mich auch immer wieder faszinierend. Und Du hast sehr schöne und gepflegte Füße, da können sich manche Hände hinter verstecken!

    Ganz lieben Gruß
    Patrizia

  4. isa:

    Wenn ichs richtig verstehe,
    schreibst du, dass du bei deiner Arbeit schon früh gemerkt hast, dass den Erzieherinnen etwas mit dir Probleme macht, und nach dem letzten Gespräch hatte sich das für dich bestätigt.

    Allgemein halte ich persönlich Füße für wesentlich sauberer als Hände. Im Einzelfall richte ich mich nach den gegebenen äußeren Umständen. :mrgreen:

    Du bist oder warst, allein schon mit deiner Anwesenheit und Arbeit gerade dabei, die Einstellung der Erzieherinnen zu Füßen zu verändern, oder nicht? Und wie hier schon geschrieben wurde, gibt es wirklich viel an dir zu bewundern.
    Dass beim Umgang von Lebensmitteln mit Füßen erst mal alte Muster greifen kann ich gut nachvollziehen. Deshalb finde ich den von dir zitierten Satz der Erzieherin einfach ehrlich und auf den zweiten Blick beinhaltet er auch noch die Bereitschaft etwas neu dazu lernen zu wollen sowie die Bitte um Zeit dafür.

    Du bist sicher sehr sensibilisiert zu spüren, wenn Menschen in deiner Umgebung unsicher sind. Macht dich das dann auch unsicher oder kannst du im Verhalten mit deinen Füßen einfach weiter dich selber sein?
    Es stimmt schon, dass Kinder neugierig und offen sind, aber mit 3-6Jahren, denke ich, in vielen Dingen sicher nicht mehr wertfrei. Und du bist und bleibst halt auch etwas ganz besonderes: Kabisa Gise :grin:

  5. Maria:

    Liebe Gise,
    wer bei uns zu Besuch ist (und das sind viele) und !!! sich wohlfühlt, “fläzt” sich aufs Sofa … sofern der Platz vorhanden ist.
    Jetzt frage ich mich, ob mich das je “gestört” hat, wenn die Füsse es sich auch “bequem” machen durften. Es hat mich denk ich, nicht gestört, allerdings waren da keine Stinke-Füsse dabei. Wer die hat, lässt sie wahrscheinlich in eingeengter Position verharren.
    Was dich betrifft: wie kannst du wo arbeiten bzw. angestellt werden, ohne deine “Handwerkzeuge” benutzen zu dürfen? Wie soll es gehen?
    Das wundert mich schon und ich denke, dass ein vernünftig denkender Mensch einen Unterschied machen muss, ob meine oder deine Füsse auf der arbeit oder in einer Gaststätte auf dem Tisch sind (auch, wenn meine ebenso gepflegt wären wie deine).
    Meiner Meinung nach, dürfen Kinder “komisch” gucken, Fragen stellen – es sind Kinder, die bestimmt vieles aus Wißbegier hinterfragen. Vielleicht sollten wir Erwachsene auch öfters mit “Versteckspielen” aufhören, um manche Fragen, Unsicherheiten, Befürchtungen … klar zu stellen.

    Du bist Gise, ein Mensch wie jeder andere, nur eben ohne Arme. Und das kleine Wort “nur” lässt eben die Fragen offen, die nicht gestellt werden.

    PS: seit ich hier auf deiner Seite bin, probiere ich hin und wieder, verschiedene Sachen ohne Hände und Arme zu machen. Nix geht, ich käme nicht mal aus der Badewanne.
    Hochachtung vor dir!

    Herzliche (unbekannte) Grüße von
    Maria

  6. petra:

    ich finde in unserer Erziehung werden viele Fehler zum Thema Füße gemacht.
    Die Kinder werden auch zu wenig in dieser richtung gefördert.
    Erst in den letzten jahren hat man angefangen Barfußpfade und solche Dinge anzulegen.

    Das erinnert mich an das Verhalten meines ex mannes
    Er sah Füße irgednwie als etwas schrecklich schmutziges an wusch laufend seine Hände.Selbst Socken fasste er er nur mit spitzen fingern an und trug sie weit von sich in den Wäschekorb
    wenn ich mal versehentlich meinen fuß berührt habe gab er so lange nicht ruhe bis ich auch hände waschen ging.. egal ob man grad aus dem bad kam oder nicht.
    Und grade deine Anwesenheit im Kindergarten ist auch eine Chance für die Kinder mit Behinderungen kontakt zu haben und bewusster und natürlicher mit ihrem körper umzugehen.
    Zeig deiner chefin mal deine Kommentare……
    liebe grüße
    petra

  7. Ruthie:

    Wir haben da so ne Bibelrunde. Die trifft sich in verschiedenen Häusern (reihum). Da werden die Schuhe ausgezogen. Und da denk ich mir manchmal, weil ich eine sehr empfindliche Nase habe: Die hätten die Schuhe mal lieber angelassen… Wenn da einer dann noch die Füße auf den jeweiligen Couchtisch tut, finde ich das schon sehr daneben.

    Aber alle die Dich kennen, bzw. mit Dir zusammen arbeiten, sollten den Unterschied sehen und wissen!! Dass man da als Kollegin nicht “drüber stehen” kann, finde ich besorgniserregend…

  8. Sevi:

    Da schaut man nach langer Zeit mal wieder vorbei und muss direkt sowas lesen ..

    Ich weiß da wirklich nicht mehr, was ich denken soll. Ich meine, Vorurteile hat jeder .. aber dass man scheinbar nicht wirklich in der Lage ist, sie auch bei positiven Erfahrungen abzubauen, find ich einfach nur traurig .. und um so bewundernswerter, wie ruhig du mit alldem umgehst bzw davon berichten kannst.
    Und ehrlich .. ich würde gerne mal mit meinen Füßen so geschickt umgehen können wie du. Stattdessen renn ich lieber täglich gegen irgendwelche Türrahmen.

    Ich nehm aus dem Text einfach mal noch was zum Schmunzeln jetzt mit in’s Bett: Die Sache mit dem Namen geben. Bei meiner nächsten Spinne werd ich das mal ausprobieren .. und sollten wir uns doch irgendwann im Leben nochmal über den Weg laufen, werd ich euch drei (also dich, deinen linken Fuß und deinen rechten Fuß :mrgreen: ) persönlich mit Namen begrüßen :mrgreen:

  9. CeKaDo:

    Die Problemkinder sind hier diejenigen, die Problemkinder erziehen sollen, wie mir scheint. Gerade ein Integrationskindergarten sollte mehr Offenheit gegenüber ALLEN Facetten des menschlichen Andersseins haben. Vielleicht ist für Dich eine Arbeit zur Integration Erwachsener in Arbeits- und Bewerbungsprozesse eher angebracht. Zumindest sind dort die Pädagogen vermutlich gefestigter.

    Nun zu den Füßen. Ich stehe auf meinen Füßen, akzeptiere sie, bin aber keinesfalls ein Fußliebhaber. Häßliche Füße fallen mir auf. Schöne Füße nicht. Wenn jemand wie Du keine Chance hat, seine Ellenbogen auf dem Tisch zu postieren, dann bleiben ihm nur die Füße übrig. Oder sollte ich zuschauen, wie Du Dich von anderen Menschen füttern lässt? Somit geht der Gebrauch der Füße als Ersatz (?) in die Normalität über. Weil es Deine Norm ist und Deine einzige Chance, zu leben wie andere Menschen.

    Wie könnte ich mir anmaßen, Dich zu beurteilen, ob Deine Füße in Ordnung sind oder nicht? Und genauso urteile ich nicht über das Wesen anderer Leute Füße. Es sei denn, sie sind dauerhaft schmutzig. Aber das ist ein anderes Thema :)

  10. Klaudia:

    Hallo liebe Gise,
    nun muß ich mich aber doch zu Wort melden. Das regt mich auf und ich finde das äußerst ungerecht.
    Die “Heudeus”, die Dich jetzt verabschieden, haben Dich doch eingestellt. Dabei haben die doch schon gewußt, daß Du alles mit den Füßen machst, machen mußt. Wieso kommen die erst jetzt drauf, daß sie das für nicht angebracht halten?
    Ich weiß wie sehr gepflegt Deine Füße sind und ich bin ganz hin + weg, wenn ich Dir zuschaue wie Du, z. B., ein Zuckertütchen öffnest oder Geldstücke aus der Börse nimmst.
    Ich fasse es nicht, wie intolerant, verbohrt und engstirnig Menschen sind.
    Da gibt es doch sogar eine Moderatorin, Bettina Eistel im Fernsehen.

    http://www.3sat.de/3sat.phphttp://www.3sat.de/specials/109894/index.html

    Ich habe sie schon mit den Füßen auf dem Tisch gesehen. Eine tolle Frau.

    Nun zu den Füßen im allgemeinen:
    Ich mag meine Füße!
    Füße schleppen uns ein ganzes Leben lang durch die Welt. Die verdienen es ganz besonders, daß man sie gut behandelt.

    Laß Dich nicht unterkriegen, bleib so wie Du bist.
    Liebe Grüße
    Klaudia

  11. Mariechen:

    Wie wärs mit einem Trainingslager für die ach so pingeligen Erzieherinnen ? …..
    Ich stell mir das etwa so vor:
    Wir binden den Damen die Hände auf dem Rücken zusammen, und jedesmal, wenn sie versuchen sich mit den Füßen ans Essen ranzumachen verziehen wir angewidert das Gesicht (alternativ könnten wir auch noch in ein kollektives IIIIHHH verfallen) :devil:

    Also echt ….. da fällt mir nu nix mehr zu ein.

  12. leonilla:

    da ich von beruf staatl.gepr.fachkosmetikerin bin,habe ich auch die fußpflege erlernt,allerdings nur die kosmetische pediküre,dafür ist aber mein mann med. fußpfleger.was zur folge hat,daß er den leuten(vor allem im sommer,bad,sauna etc.) zuerst auf die füße schaut.bei mir kommt erst das gesicht und dann die füße und was man da manchmal zu sehen bekommt das stinkt im wahrsten sinne des wortes zum himmel.sowas möchte man ja dann auch nicht in den mund stecken.also gehe ich mal davon aus,daß alle menschen,die sich daran stören,daß du mit deinen füßen ißt,solche ungepflegten füße haben. :devil:
    grüßle leo :rofl: :winke: :yummy:

  13. Jeanie:

    Ich muß mich sehr aufregen über diese “Kolleginnen” Ich bin noch immer höchst beeindruckt, von den Bildern bei Engelbert, auf denen Du Spaghetti ißt oder Dir Zucker in den Kaffee tust… Du tippst schneller am PC mit Deinen Zehen als ich mit 10 gesunden Fingern. Ich find Dich einfach großartig. Und anstatt sich über Füße am Tisch aufzuregen, sollten diese Erzieherinnen den Kindern lieber klarmachen, daß man an seinem Schicksal nicht verzweifeln muß sondern, so wie DU, einfach ANDERS klarkommen muß. Mariechen´s Idee find ich prima: Einfach mal den Leuten die Hände hintern Rücken zusammenbinden und dann mal auf den Alltag loslassen – OHNE Hände *g* Hey, wir würden alle kläglichst scheitern! Aber von einem Kindergarten mit einer integrativen Gruppe ist es doppelt traurig!! Und ich denke, Deine Füße sind sauberer und gepflegter als die meisten Hände! Es ist So schade, daß Du so weit weg bist… in dem Kindergarten in den mein Kleiner ging würdest Du bestimmt mit offenen Armen und mit Freuden eingestellt werden!

    Ich hab zu meinen Füßen ein eher schlechtes Verhältnis… die werden einfach nicht beachtet. Ich maul ein bißchen rum, wenn sie wehtun und das wars. Anstatt sie zu pflegen lauf ich mit dicken Hornhautschichten rum, grade die Nägel werden geschnitten. Und das, obwohl die armen Dinger doch die doppelte Arbeit machen, wie normale Füße, nämlich mein gewicht im Sauseschritt durch den Alltag zu tragen ;-) ) Ich gebs zu: Ich mag Füße nicht – weder meine eigenen noch andere. Ich mag weder Füße noch Schuhe – deswegen stört es mich aber doch kein bißchen, wenn DU Deine Füße auf dem Tisch hast beim Essen… Wie kann man so engstirnig sein??

  14. Gabi K:

    uff… ich bin echt platt….
    Schlag den beiden mal einen Abstrich mit Test auf Bakterien vor. Jede Wette, das deine Füße nicht “schmutziger” sind, als deren Hände!

    Ich habe auch auf deine Füße auf dem Tisch geschaut, als wir uns kennenlernen durften. Aber nicht, weil sie mich gestört haben, sondern weil ich einfach neugierig war, wie dur das technisch ohne “Daumen” regelst.

    Und absolut unvergessen ist mir dein Spruch, als ich mit dem Babyfüßchen von Withas Enkelchen auf den Tisch klopfte, um das Kind zu beschäftigen.

    Was glaubt ihr, was Gise da gesagt hat??? :biggrins:

    LG
    Gabi K

  15. Gaby:

    Was hat sie denn gesagt???
    Normalerweise kommt so ein Spruch wie: Was auf den Tisch kommt wird gegessen! :yummy:

    Gise ich würde auch liebend gern für Deine Füße Verantwortung übernehmen. Taufen würde ich sie “Rosa” und “Lolitta” damit Du nicht mehr links mit rechts vertauschst.
    Zum Essen gibt es Sauerkraut (Mußt du aber vorher selber stampfen)
    Aber für Spinnen sorge ich nicht, nein niemals, lieber schreie ich und lasse sie von einem Helden töten.

    :hug: Endlich kann ich Dich wieder knuddeln :-*

  16. Eva Calaminus:

    Hallo, ich bin ganz baff, suchte bei Google Bettina Eistel, weil ich gerade ganz beeindruckt ihre Autobiographie zur Seite gelegt habe und finde nun diesen Chat vor. Ich bin aber gar nicht so beeindruckt von der Bewältigung ihrer Behinderung als vielmehr von Ihrer Kraft, Ausdauer, Stärke, von ihrem Frau Sein, kämpfen können….das ist etwas, womit sich jede Frau identifizieren kann oder nicht. Mir persönlich hat das Buch einen Tritt in den Hintern gegeben zu einem ganz anderen Thema: aus dem, was die Eltern einem mitgegeben haben: Liebe und Bildung etwas zu machen. Ich hatte beides lange vergessen, weil ich ein Burn Out hatte (m e i n e Behinderung), wurde aber durch das wirklich beeindruckende Buch von Bettina Eistel an meine eigenen Ressourcen erinnert. Und das zur rechten Zeit. Thema Füße, nun ja, verständlich.

  17. Eva Calaminus:

    Fortsetzung, verständlich, denn Konnotation mit Füßen ist immer erst mal oben Beschriebenes. Da muss man sich nichts vormachen. Dass Füße schön und gepflegt sein können steht außer Frage, wir finden sie nur eben gewohnheitsgemäß nicht auf dem Tisch. Ich denke, dass Gise (ist Gise dieselbe wie Bettina Eistel???) das weiß und genügend oft in ihrem Leben mit diesen Urteilen konfrontiert wurde. Würde wirklich gerne mal ne Ziggi mit ihr zusammen rauchen oder zwei und fasziniert zuschauen, wie sie diese dünnen Dinger fußhabt. (kommt von handhaben) Herzliche Grüße von Eva

    Gise sagt: Liebe Eva,

    vielen Dank für dieses Feedback.

    Ich möchte jetzt erst einmal auf die Schnelle antworten, denn ich fahre nachher die Kinder meiner Schwester hüten.

    Ich bin nicht Bettina Eistel, ich bin die Gise aus Stuttgart. ;)
    Ganz, ganz oben in diesem Blog, da ist ein Fähnlein mit dem Titel “Wer ist Gise?”. Wenn man da draufklickt, erfährt man etwas mehr über mich.

    Wir können uns gerne zusammensetzen, aber bitte nicht auf eine Zigarette, denn ich rauche nicht. Außerdem mag ich es nicht, begafft zu werden wie ein Zirkusaffe. Mein Leben und mein Tun sind nicht spektakulärer als das Leben und Agieren anderer Menschen.

    Nein, anstatt Menschen wie Bettina oder mich zu bewundern, ist es viel sinnvoller, sich auf seine eigenen Ressourcen zu konzentrieren und daraus sein eigenes Leben so positiv wie es ihm möglich ist zu gestalten.

    Leider muss ich jetzt los… :winke:

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