Königin
Gestern Abend bin ich beim Klassentreffen gewesen, das im Kloster Lorch stattgefunden hat. Dreißig Jahre sind seit dem Ende unserer Schulzeit vergangen. Ich war echt erstaunt, wie viele der Klassenkameraden, die gestern zum Treffen gekommen waren, ich wiedererkannt habe.
Besonders gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit einem bestimmten Schulfreund. Wir beide haben uns immer prima verstanden. Egal, was passierte oder sich offenbarte, er hat sich nie von mir abgewandt oder sich von mir zurückgezogen. Und er war aufmerksam, eben ein Kavalier der alten Schule.
Nach unserer Schulzeit haben sich unsere Wege getrennt, doch das eine oder andere Mal traf man sich beim Ehemaligentreffen der Schule und, dank moderner Technik, im Internet wieder. Die Wiedersehensfreude war jedesmal auf beiden Seiten riesengroß.
Der Schulfreund hat sich nach dreißig Jahren nur körperlich ein wenig verändert, aber hey, an mir ist die Zeit sicherlich auch nicht spurlos vorbeigegangen, oder?
Hey F., solltest Du jetzt hier gerade mitlesen, fühle Dich von mir verschmitzt angelächelt. Umarmen tu ich Dich nach wie vor nicht, denn meine Hände ziehe ich auch heute nicht aus meinen Taschen.
Gestern Abend war der Schulfreund wie gewöhnlich aufmerksam und galant und heute Morgen bin ich auf meiner Tour durchs internet auf folgenden Satz gestoßen:
Ein Mann, der eine Frau wie eine Prinzessin behandelt,
zeigt, dass ihn eine Königin erzogen hat.
Ich weiß nicht, wer dies wann auch immer gesagt hat, aber dieser Satz birgt meiner Meinung nach sehr viel Wahrheit in sich.
Liebe Männer, ist beziehungsweise war Eure Mutter eine Königin?
Liebe Mütter, seid Ihr Euch bewusst, dass Ihr eine Königin seid?


Montag, 11. April 2011 um 19:33
Ich denke, da muss aber auch der Vater seinen Teil dazu beitragen.
Außerdem denke ich noch, dass es sich bei Mutter Königin und ihren Töchtern noch anders verhält.
Aber ich finde es schon toll, wenn sich jemand sozial und emotional intelligent verhält und Herzenswärme zeigt.