Hilfsbereit
Mit einem großen Mercedes (ca. 60 Sitzplätze) zum Einkaufen gefahren – mit einem ebenfalls großen Mercedes (Limousine) wieder nach Hause kutschiert worden.
Eine Frau, die einmal ums Eck von mir wohnt, hat mich im Laden angesprochen, ob ich mit ihr nach Hause fahren möchte. Da habe ich nicht “Nein” gesagt.
Erst neulich habe ich mich erinnert, dass meine Mutter oft Leute oder auch Kinder (Freunde meiner Geschwister und mir) von Läden, Schule oder Bushaltestellen in ihrem Auto mitgenommen hat. Mindestens genauso oft bin ich aber auch schon von Nachbarn von unterwegs aufgelesen worden.
Ich habe mich gefragt, ob es diese Hilfsbereitschaft eigentlich noch gibt. Hier in Stuttgart ist die Wahrscheinlichkeit, seine Nachbarn beim Einkaufen anzutreffen, äußerst gering, wenn man in einem Wohnviertel ohne Läden wohnt. Und auf Tramper trifft man in der Stadt auch nicht.
Wie ist es bei Euch? Nehmt Ihr Nachbarn mit Euerm Auto mit in Euer Wohngebiet?
Gibt es noch Tramper bei Euch? Wenn ja, nehmt Ihr sie mit?

Dienstag, 3. Juni 2008 um 22:53
Also ich habe einen Nachbarn ohne Auto. Den habe ich sehr oft mitgenommen in die Stadt. Mindestens 6 Jahre lang regelmäßig 2 mal in der Woche. Letzten Sommer war er mal so erzürnt, weil ich mit einer Bekannten, die ich zufällig getroffen hatte in der Stadt, noch 15 Minuten geredet habe vor der Heimfahrt und seit dieser Zeit ignoriert er mich. Jetzt habe ich noch eine alte Frau, die ich regelmäßig mit dem Auto in die Kirche fahre bzw. mitnehme.
Dienstag, 3. Juni 2008 um 22:57
Da fällt mir grad noch eine Ergänzung ein. Ich arbeite ja im Schulsekretariat. Wenns mal einem Kind nicht gut geht oder wenn eines die Fahrkarte verloren hat, dann kann es jederzeit auf mich zählen, falls die Mama kein Auto oder keine Zeit zum abholen hat.
Mittwoch, 4. Juni 2008 um 09:38
Bei uns gibt es auch nur noch ganz wenig Tramper ( ich glaub die stehen schon auf der roten Liste), aber wenn ich mal einen sehe nehm ich sie/ihn mit. Hin und wieder mach ich auch mal ‘nen Umweg damit sie/er es dann nicht mehr so weit haben.
. Gell Gise
Bekannte lese ich auch von der Bushaltestelle auf, was sich aber auf Gegenseitigkeit beruht.
Ich habe auch eine Freundin ohne Führerschein die gerne das *Taxi Gaby* benutzt.
Manchmal hole ich sogar meine Schwester vom Bahnhof ab, was aber z.Z. leider nicht mehr so oft vorkommt
Mittwoch, 4. Juni 2008 um 10:33
Hm….. ich hab ja kein Auto.
Giltet es auch wenn ich ab und an Bettler, Schnorrer oder Obdacklose zum Essen oder auf einen Einkaufsbummel einlade?
Und wenn ich mit Web unterwegs bin nehmen wir selbstverständlich jeden Tramper mit….. meist fagren wir ihn an sein Ziel….
Bin schließlich früher auch oft getrampt und hab mich gefreut wenn ich mitgenommen wurde……
Grüßle
Mariechen
Mittwoch, 4. Juni 2008 um 13:37
Hallo Gise,
ich werde ja immer von meinem Sohn oder einem Taxi chauffiert, aber mein Sohn hat schon oft Nachbarn oder Bekannte ” abgepickt ” Auch wenn er Nachtdienst hat, bringt er schonmal Kollegen/innen nachhause, selbst dann, wenn sie in einem anderen Stadtteil wohnen.
Ja, ich bin sehr hilfsbereit , mein Mann war es auch und wie sollen die Söhne da anders sein? Ich denke mal, dass ist eine Gabe, die man nicht unbedingt in die Wiege gelegt bekommt, sondern von den Eltern ” vorgelebt ” wird.
Nur leider, gibt es von dieser Sorte heute nur noch wenige Menschen. Auch dafür gibt es Gründe, aber das möchte ich nicht weiter ausdiskutieren.
Ich wünsche dir einen schönen Tag.
Liebe Grüße, Anke
PS Gise, hast du dein Auto noch nicht wieder?
Mittwoch, 4. Juni 2008 um 16:55
Klar, Bekannte werden immer mitgenommen.
Vor Trampern hat man mich wohl zu oft gewarnt …
Donnerstag, 5. Juni 2008 um 10:20
Naja, ich wohne in einer größeren Stadt mit öffentl. Verkehrsmitteln – da kommt das Trampen nicht vor.
Aber es gibt einige schlecht angebundene Nachbardörfer. Wenn ich da die Kids sehe die in die Stadt mitgenommen werden wollen, dann mache ich das.
Einmal habe ich sogar nacht um 11, es war stockfinster, ein Mädel auf der Landstrasse aufgelesen. Das fand ich dann doch krass… Was da alles passieren kann! Aber sie war sehr uneinsichtig und meinte ihr würde schon nichts passieren. Na hoffentlich!
Donnerstag, 5. Juni 2008 um 16:54
Hilfsbereitschaft wird hier bei uns in Tiriol eigentlich großgeschrieben. Wir selbst haben kein Auto, an erster Stelle steht meine Tochter, die, wenn sie ein Auto hat alles unternimmt, um uns mit ihrer Fahrbreitschaft zu helfen. Was ich auch toll finde, es sind in unserer Strasse 7 Nachbarn, davon haben uns 4 schon ihre Chauffierhilfe angeboten.
))))
Was das Trampen anbelangt, so habe ich das früher von der Schule nach Hause gemacht, um das Busgeld für andere Sachen zu sparen – heute, mit über 60 tramp ich nicht mehr
Freitag, 6. Juni 2008 um 21:02
Also hier eh, da fährt jemand an dir vorbei: Soll ich dich mitnehmen? Also Nachbarn jetzt, oder die Oma, wobei das da irgendwie schon selbstverständlich sein sollte, oder? Oder das meine Mutter/mein Vater eben zu einer Freundin, die zu Besuch war, sagt: Komm ich fahr dich eben nach hause. Gehört schon dazu, finde ich, und selbst lese ich mittlerweile auch öfters mal ein Mädchen aus der Nachbarschaft auf, wenn sie den Hügel hochläuft, weiß ja aus eigener Erfahrung, wie sehr sich der Weg aus dem Ort hier an den Rand ziehen kann.
Wobei ich auch schon mitbekommen habe, dass man sich, wenn man sich nicht so verhält, keine Freunde macht. Der Großvater der nachbarsjungs hat sie früher öfters mal von der Schule abgeholt, meinen Bruder aber laufen lassen, kommt nicht gut, kommt gar nicht gut.
Fremde Menschen würde ich aber nicht ohne weiteres mitnehmen
Samstag, 7. Juni 2008 um 09:39
*ggg* Ist mir erst gestern passiert. Kollegin steht auf dem Parkplatz, ich frage sie, was sie da noch tut, da ich wusste, das sie längst schon Feierabend hatte. Ihr Mann wollte sie abholen, der Wagen springt leider nicht an. Für mich war es egal wie ich nach Hause fahre, beide Strecken sind gleich lang. Nur hinterher hab ich es mir falsch überlegt und hab dann in einem 5 km-Stau gestanden, da auf der A2 mal wieder Stau war und es sich um die Umleitung handelte *grmpf*
LG
Birgit