Anders
Ihr Lieben, ich danke Euch ganz herzlich für Eure Grüße und Neujahrswünsche! Ich hoffe, Ihr seid ohne Ausrutscher gut hereingerutscht ins neue Jahr.
Meine Schwester wohnt mit ihrer Familie hoch oben in einem kleinen Dorf. Dort gibt es keine Läden und nur eine Wirtschaft und in ebendieser wurde ins neue Jahr gefeiert.
Da ich öfters im Jahr meine Schwester besuche, kenne ich einige ihrer Freunde und Nachbarn. Manche persönlich, andere aus Erzählungen. Und so war es für mich gestern ein Leichtes, mich dort in der Gaststätte unter den Freunden meiner Schwester und ihres Mannes wohl zu fühlen.
Gestern habe ich dem Einen und der Anderen erzählt:
“Mein Sohn macht nächstes Jahr sein Abitur.”
“Meine Tochter studiert noch zwei Jahre lang.”
“Ich werde übernächstes Jahr 50.”
Nach der Knallerei und dem Anstoßen kam ich mit noch mehr Leuten ins Gespräch:
“Mein Sohn macht nächstes Jahr sein Abitur… äääh… er macht ja sein Abitur schon dieses Jahr!”
Mir wurde des Weiteren bewusst, dass meine Tochter schon nächstes Jahr mit ihrem Studium fertig sein wird und dass ich schon nächstes Jahr
Anders herum rückt das, was scheinbar erst neulich passierte, immer mehr in die Vergangenheit. Meine Jugendzeit, die Abende mit der Clique in der Kneipe und die dort gespielten Hits aus der Juke Box, das war nicht vor 20, sondern schon vor
Sogar als ich heute Nacht im Tal unten, im Remstal, plötzlich durch sehr, sehr dichten Nebel fahren musste, wollte ich lieber nach Hause als den Buckel zu meiner Schwester wieder hoch fahren.
Ich glaube, ich werde alt.
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