Leichtes Mädchen
Ich bin ein Frusthungerer, soll heißen, dass ich keinen Bissen herunterkriege, wenn ich mich in Konflikten befinde. Das ist gut so, denn was ich nicht brauchen kann, das sind zu viele Pfunde an mir. Darunter würde mit Sicherheit meine nötige Beinbeweglichkeit leiden. Eine Ahnung, wie ein fülliger Körper sich auf meine Gelenkigkeit auswirken würde, bekam ich vor allem gegen Ende meiner zweiten Schwangerschaft.
Während meiner ersten Schwangerschaft habe ich kaum zugenommen und meine Tochter kam zwar termingerecht, aber doch klein
Mein Sohn dagegen maß immerhin
Seitdem habe ich erst recht darauf geachtet, nicht zuzunehmen, aber mit zunehmendem Alter wird dies immer schwieriger, wie ich mit Anfang vierzig feststellen musste. Konnte ich in jungen Jahren noch essen, was und wieviel ich wollte, ohne dass dies Auswirkungen auf mein Gewicht gehabt hätte, so hatte ich während meiner letzten Beziehung innerhalb von drei Jahren acht Kilo zugenommen. Sowohl er als auch ich haben gerne gegessen. Außerdem kam meine Arbeitslosigkeit hinzu, während der ich mich wenig bewegte.
Durch die Trennung habe ich natürlich wieder frustgehungert. Meine Tochter kennt mich und hat mich damals vor zweieinhalb Jahren immer wieder bekocht. Nachdem der größte Trennungsschmerz vorbei war, habe ich selbst darauf geachtet, doch ab und zu auch etwas zu essen. In den nächsten zwei Jahren habe ich dann immerhin sechs von den acht Kilo verloren und ich fühlte mich nun wieder rundum wohl.
Seit Herbst gehe ich wieder arbeiten – und habe irgendwie schon wieder drei Kilo verloren. Nun wiege ich so wenig wie vor elf Jahren, als ich meinen Mann verließ. In die Hosen, die ich vor drei Jahren kaufen musste, weil mir alles zu eng wurde, passe ich inzwischen fast zwei Mal hinein. Wie gut, dass ich mich nur schwer von meinen Sachen trennen kann, insbesondere, wenn sie einst meine Lieblingsstücke waren. Seit einer Woche trage ich wieder die Hosen, die ich vor elf bis acht Jahren gekauft hatte.
So kann man auch sparen… weniger essen (Ich esse nur, wenn und solange ich Hunger habe, Reste zwinge ich niemals in mich hinein!) und die Kleidung aus schlanken Zeiten weitertragen.
Nachtrag:
Falls es jemanden interessiert, gibt es jetzt ein paar Zahlen.
Ich bin 1,55 cm klein und wiege derzeit wieder 39 kg. Das klingt im ersten Moment nach stark untergewichtig, aber Arme wiegen laut Aussage eines Arztes etwa 10 kg. Also denke ich, dass ich in etwa genau richtig wiege.
Am Ende meiner letzten Beziehung wog ich 48 kg. Mein für mich als richtig empfundenes Idealgewicht sah ich bei 40 kg. Aber auch mit 42 kg habe ich mich gerade noch so wohl gefühlt. Um so glücklicher bin ich mit meinen 39 kg. Weniger brauche ich auf gar keinen Fall zu wiegen! Mehr aber auch nicht.

Montag, 15. Juni 2009 um 14:19
Gise,
dein “XXS-Gewicht” – das kommt vielleicht auch von den Löchern, die du durch Freuen in deinem Bauch hast?
Aber – das ist auch meine Erfahrung – eine Kunst ist das schon, in “unserem Alter” ein Idealgewicht zu halten.
Trotzdem: allzeit guten Appetit!
Montag, 15. Juni 2009 um 14:20
Nachtrag:
ich bringe paar mehr Jahre “auf die Waage”
Montag, 15. Juni 2009 um 18:37
Menno, du hast es gut! Ich bin das Gegenteil von dir. Frustfresser. Du kennst mich ja. Eine ganze Menge Frust sitzt da auf meinen Hüften. Aber für dich freue ich mich. Das niedrige Gewicht passt gut zu dir, zierlich wie ein Püppchen bist du.
Liebe Grüße
Dienstag, 16. Juni 2009 um 15:29
Fragen, über die ich mir noch nie wirklich Gedanken gemacht habe: wie viel wiegt ein gut abgehangenes Paar Arme :rofl: Danke für die Info!
Gise ist entsetzt: Boooaaaah Aaaarmiiiiin… nicht mehr mein Hasilein! Du bist ja makabrer als ich!
Dienstag, 16. Juni 2009 um 16:49
hatte ich schon erwähnt dass makaber mein zweiter vorname ist :devil: