Völlerei und Gaukelei
Liebe Isa und liebe Maria, es tut mir leid, aber Ihr habt beide nicht Recht mit Euren Mutmaßungen. Nun, ich will Euch gerne verraten, wie meine Schwester und ich den Samstag Abend verbracht haben.
Unser Treffpunkt war erst einmal das Foyer des Hotels Sinsheim, von wo aus wir mit unseren Autos zu unserem eigentlichen Ziel gefahren sind. Meine Schwester und ich haben uns natürlich mitnehmen lassen, denn mein Pascal war ja angeknackst.
Am Ziel erwartete uns ein herrlicher Ausblick. Wo waren wir wohl gelandet?
Unser Ziel war die Burg Steinsberg. Dort wollten wir es uns bei einem Rittermahl gut gehen lassen.
Aber zuerst gab es eine kleine Führung durch die Burganlage.
Dann durften wir uns endlich an die Rittertafel setzen. Jedoch einer fehlte noch und solange er nicht anwesend war, mussten wir mit dem Essen warten.
Endlich kam er daher… in merkwürdigem Schuhwerk.
Auch sonst war er sehr merkwürdig gekleidet.
Es war Jo, der Gaukler, der uns die Menüfolge vorstellte und die Trinkbräuche der Ritter erläuterte. Nicht nur das… Jo, der Gaukler unterhielt uns zwischen den Gängen mit Jonglagen, Sprüchen, Tricks und Zaubereien.
Eins seiner Kunststücke war, seine Gedanken einem Medium zu übertragen. Dazu suchte er aus unserer Mitte ein junges Mädchen aus, dem er die Augen verband. Dann hielt er ein grünes Seidentuch hoch, zeigte es uns Zuschauern und ließ das Mädchen das Tuch fühlen mit den Worten:
“Hier, edle Ritter und vornehme Maide, halte ich ein edles Tuch in meinen Händen. Nun wollen wir sehen, ob die schöne Maid neben mir die Farbe des edlen Tuches ergrüüüünen kann. Schöne Maid, könnt Ihr die Farbe des Tuches er–grüüüüünen, dann ruft es heraus!”
Natürlich hat die Gedankenübertragung funktioniert. ![]()
Das junge Mädchen durfte noch Farben eines anderen Tuches (“Nun sind wir gespannet, ob sie die Farbe waaaaiiiiiiiß! Wenn sie die Farbe waaaaiiiiiiß, dann möge sie es laut heraussagen.”) und eines Kegels (“Nun sagt an: Welche Farbe hat dieses errrroooootische Ding?”) erraten, was der Maid mit Leichtigkeit gelang.
Zum Schluss ließ Jo, der Gaukler sich aus unseren Reihen einen Gegenstand geben: “Wenn Ihr, schöne Maid, diesen Gegenstand in meiner Hand erbriiiiiillllen könnt, dann briiiillt es ganz laut heraus!”
Na, wisst Ihr die Antworten der jungen Frau?
Den Abend haben wir in der Bar unseres Hotels ausklingen lassen.
Wie unsere spontane Entscheidung gestern nach dem Frühstück ausfallen musste, wisst Ihr bereits…







Montag, 19. Oktober 2009 um 18:10
Danke, liebe Gise für deinen Reise-Bericht.
– irgendwann – und das hätte dir dann bestimmt weniger geschmeckt. :yummy:
Diese Burgbesichtigung mit der Rittertafel war sicher die beste Entschädigung für den spontanen Einfall deines Pascal.
Entschieden hätte er sich auf jeden Fall
Montag, 19. Oktober 2009 um 18:51
Das sind ja richtige Abenteuer, die du erlebst!
boah, neee!
Gott sei dank ist euch nichts passiert! :winke:
Dienstag, 20. Oktober 2009 um 10:49
Jo der Gaukler war wirklich eine Wucht. Sein Taschendrachen fand ich ja besonders süß, aber auch das Essen war sehr interessant. Ich meine man ißt ja nicht allzuoft Fledermausbeine. Auch war ich froh den Scheiterhaufen essen zu dürfen und nicht auf Selbigen verbrannt zu werden.
:hug:
Pascal wird heute übrigens abgeholt.
Gise kichert: Hast Du Deinem Mann jetzt auch so einen Taschendrachen geschenkt, damit er aufhört, Dir auf den Kopf zu hauen, in der Hoffnung, dass Du Feuer spuckst? :rofl:
:hihi:
:hug: