Archiv: Mai 2008
Vorbote
Wieder zurück
Merke: Man sollte das Haus niemals ohne Ersatzbatterien für die Digi verlassen, auch wenn die Akkus in der Kamera noch ganz frisch geladen sind und man denkt, dass sie bestimmt noch tagelang halten.
Ich war noch nicht mal zur Hälfte um den See herum, da habe ich rot gesehen… rotes Batteriezeichen auf dem Display der Digi. So ein Frust, sag ich Euch! Einfach nur so spazieren gehen wollte ich dann auch nicht, denn ich war mit Jacke aus dem Haus gegangen und es wurde immer wärmer. Und ohne funktionierende Akkus sind mir die Digi und das Stativ dann zum Spazierentragen doch etwas zu schwer.
Ich hätte mich gerne am See auf die Terrasse gesetzt und einen Cappu geschlürft, aber das Café hatte noch geschlossen. Vor zehn Uhr ist der See auch noch so gut wie menschenleer. Dafür machen sich die Gänse, Enten, Krähen und andere Vögel ganz schön breit. Schön ist, dass sie kaum Angst vor den Menschen zu haben scheinen. So kann man sie in Ruhe aus der Nähe beobachten und fotografieren.
Die Bilder würde ich Euch gerne zeigen, aber erst muß ich die Akkus aufladen. Spätestens morgen habe ich die Pics hier im Blog.
Die ersten Bilder am See habe ich noch ohne Stativ gemacht. Dazu habe ich mich einfach auf den Fußweg gesetzt, um die Digi mit meinen Füßen zu bedienen. Als ich gerade wieder am Einpacken war, kam ein Polizeiauto angefahren und fragte mich, ob ich Hilfe bräuchte. Sind Polizisten darauf trainiert, hockende oder liegende Personen auf Straßen und Wegen grundsätzlich als hilflos einzustufen?
Als ich kurz vor zehn Uhr vom Max-Eyth-See in Richtung U-Bahn ging, kamen sie in Scharen, die Familien, vollgepackt mit Kisten und Dosen und Decken und Grill und was weiß ich, was noch alles. Es sind meistens türkische Familien, die den Sonntag am See verbringen, grillen und spielen. Leider sehen die Wiesen um den See abends dann aus wie eine Müllhalde. Sind die leeren Verpackungen am Abend etwa viel schwerer als die vollen am Vormittag oder warum nimmt man den Müll nicht wieder mit nach Hause?
Ausflüge schon frühmorgens zu machen hat einige Vorteile im Gegensatz zum Nachmittag.
- Frühmorgens fährt man (fast) allein in einem großen gelben Mercedes mit Chauffeur.
- die Temperaturen sind noch erträglich.
- Es sind viel weniger Menschen unterwegs. Und wenn, dann treffen an den U-Bahn-Haltestellen aufgekratzte oder vom Alkohol angesäuselte Nachtschwärmer auf ausgeschlafene oder noch müde Frühausschwärmer.
Im Park beziehungsweise am See trifft man um so mehr auf Hunde mit Halter und Jogger.
Der Nachteil des frühen Ausfliegens ist, dass man überall auf Müll stößt. Der ist mir am See sofort aufgefallen. Aber die Männer von der Abfallwirtschaft waren schon fleißig am Wegräumen. Bei einem von ihnen habe ich mich fürs Saubermachen bedankt. Er hat sich riesig gefreut, denn andere Menschen sind an ihnen achtlos vorbeigegangen.
Der von der Abfallwirtschaft hat mir erzählt, dass die Stadt Stuttgart gerne saubere Plätze, aber für die Reinigung kein Geld hätte – die Reinigungskräfte müssen ihre Sonntagsdienste abfeiern.
Noch besser wäre es aber, wenn jeder Ausflügler seinen Müll selbst entsorgen würde. Es stehen ja genügend Mülleimer im Park herum. Aber vielen fehlt dafür schlichtweg das Verantwortungsbewusstsein…
So, genug gemeckert. Die Akkus sind immer noch am Laden und das werde ich jetzt auch tun… mich mit etwas Essbarem vollladen.
Guten Morgen!
Das schöne Wetter müssen wir ausnützen, denn ab Donnerstag soll es wieder regnen. Und das gleich über mehrere Tage hinweg. Deshalb werde ich mich nachher auf den Weg zum Max-Eyth-See machen. Mal sehen, was mir dort blüht und über den Weg kreucht und fleucht…
Habt einen schönen Tag!
Kein Blauregenfenster
Heute Morgen war ich bereits kurz vor acht im Exotischen Garten von S-Hohenheim. Natürlich war ich nicht die Einzige, die die Stille in der Natur suchte. Prompt hat mich eine Spaziergängerin auf meine Fotografiererei angesprochen. Vom Fotografieren sind wir auf das Thema Glauben, Lebenseinstellungen und einiges mehr gekommen. Wir haben uns bestimmt eine Stunde unterhalten.
Wegen dem Blauregen bin ich in den Park gegangen, aber er blüht noch gar nicht. Da werde ich nochmal hingehen müssen dürfen.
Habt Ihr schonmal schwarze Tulpen gesehen? In Natura sind sie viel dunkler als auf dem Bild.
Aus dem Grün der Bäume und Büsche leuchtet es mir strahlend violett entgegen.
Das ist der Gewöhnliche Judasbaum.
Blüten des Gewöhnlichen Judasbaumes.
Der Rhododendron blüht auch schon.
Ein Graureiher wartet auf sein Frühstück.
“Aaah, da kommt ja mein Frühstück endlich angeschwommen!”
“Ach menno, wieso schwimmt es wieder weg?”
Auf der anderen Seite dieses Hauses, dem sogenannten Dorfhaus, befindet sich der Rhododendrongarten.
Pünktlich zu Pfingsten blühen die Pfingstrosen.
Ein ganzes Haus günstig zu vermieten.
Purpur-Zwergginster mit rosa statt gelben Blüten.
Tränende Herzen gibt es nicht nur in Rosa, …
… sondern auch in Weiß.
Auch wenn der Blauregen noch nicht blüht, so hat sich der frühmorgendliche Ausflug in den Exotischen Garten dennoch gelohnt. Meint Ihr nicht auch?


















