Kategorie: Minka
Miteinander
Wenn mein Tierarzt mit mir Minkas Situation besprechen möchte, ruft er mich gerne samstags an. So auch gestern.
Er ist mit Minkas Zustand sehr zufrieden. Ihr wisst ja… mein armes Fellnäschen ist an chronischem Nierenversagen (CNI) erkrankt. Wenn man Katzes Ernährung nicht umstellt, schreitet der Nierenabbau immer weiter fort und endet tödlich. Aber mit entsprechender nierenschonender Kost kann die Nierenschädigung verzögert oder gar aufgehalten werden.
Neulich erst war ich mit meiner Minka zur Blutabnahme wieder beim Tierarzt. Die Werte sind leicht zurück gegangen, was mich doch sehr beruhigt.
Das Tolle an meinem Tierarzt ist, dass ich mit ihm ganz offen reden kann. Ich erzähle ihm von meinen Rechercheergebnissen im Internet und ich bitte ihn um seine Meinung zum einen Mittelchen oder anderen Medikament. Nun muß man wissen, dass mein Tierarzt reiner Schulmediziner ist, aber der Homöopathie durchaus eine Chance gibt.
Seine Antworten zeigen mir ganz deutlich, dass er ganz objektiv das Wohl meiner Katze im Auge hat, sonst nichts. Er fühlt sich in seiner Kompetenz überhaupt nicht beschnitten. So jemanden findet man nicht oft, oder?
Welche Erfahrungen macht Ihr mit Euren (Tier-)Ärzten? Dürft Ihr ihm mit neuen Infos oder Behandlungsmethoden kommen, von denen er (noch) nichts gehört hat? Lehnt er neue Informationen von vorneweg ab oder lässt er sich auf das Thema ein? Erzählt doch mal über Eure Erfahrungen mit (Schul-)Medizinern.
Muß sein
Ich muß mich jetzt einfach mal an Tochters für mich unbequemen Computerplatz setzen, um Euch eine Kleinigkeit über Minka zu erzählen.
Es ist wirklich nur eine Kleinigkeit, hat aber eine große Wirkung.
Ihr wisst ja, dass ich mir um mein Fellmonster zur Zeit wieder Sorgen mache, weil sie kaum bis nichts frisst, obwohl sie offensichtlich Hunger hat und auch sonst überhaupt keinen kranken Eindruck macht. Mein Tierarzt, mit dem ich telefoniert habe, meinte, dass Minka vielleicht ein wenig mehr Streicheleinheiten bräuchte. Gut, Tochter und ich haben unsere Katze noch mehr beschmust und sie hat tatsächlich mehr gefressen. Einmal das Futter von meiner Tochter serviert und einmal von mir. Dann war wieder Schluss. Nichts half. Weder gut zureden noch die Flocken, die man über das Futter streuen kann.
Meine Tochter und ich haben uns überlegt, ob der Markenwechsel der Flocken unserer Mietze nicht passt. Als nämlich die üblichen und heiß geliebten Felix Crisp zur Neige gingen, war ich in zwei verschiedenen Schlecker-Läden, aber die Flocken waren jedesmal vergriffen. Also habe ich die hauseigene Marke genommen. Anfangs hat Minka sie akzeptiert, aber dann fing sie herumzumäkeln an.
Gestern Nachmittag, als Minka schon wieder das Futter ansah, als ob es Gift wäre, und dann auch noch vor den Flocken davonlief, bin ich zum zweidrei Minuten entfernten Schlecker gelaufen, in der Hoffnung, dass dort diesmal Felix Crisp da wären. Ich hatte Glück. Und zu Hause nochmal, denn kaum hat Minka an der Felix-Dose gerochen, geriet sie total aus dem Häuschen. Seitdem frisst sie wieder ganz normal und ohne Zicken.
Da sieht man mal wieder, wie eigensinnig Katzen sein können – und wenn es auch nur eine Kleinigkeit ist, die man ohne ihre Erlaubnis gewagt hat zu verändern…
Wieder mehr Appetit
Minka hat schon am späten Nachmittag etwas mehr gefressen als nur ein paar Bissen. Allerdings bin ich diesmal bei ihr hocken geblieben und habe das Futter quasi in die Katze hineingeredet.
Als es schon recht dunkel war, bin ich mit meiner Fellnase Gassi gegangen. Minka war draußen hellwach und munter. Wir zwei haben eine kleine Runde um die Häuser gedreht. Dabei ist uns ein Marder über den Weg gelaufen. Beiläufig habe ich mir überlegt, ob ich mich um unser Auto sorgen muß…
Wieder vor unserem Haus angekommen, hat Minka erst einmal Gras gefressen. Doch dann ist sie losmarschiert, ohne sich zu vergewissern, ob ich ihr folgen würde. Aha, sie wollte allein auf die Pirsch gehen, also bin ich in meine Wohnung hoch gegangen.
Etwa eine Stunde war Minka allein unterwegs, bis ich sie wieder hereingerufen habe. Welch eine Erleichterung, wenn sie auch tatsächlich auftaucht und mit nach oben kommt. Dort die nächste Erleichterung… sie hat ihren Napf wieder fast leer gemacht. Jetzt schläft sie. Hoffentlich glücklich und beschwerdefrei. Ich jedenfalls werde auch gleich schlafen. Tief und fest, bis der Wecker mich wieder aus meinem Traumland herausreißen wird…
Appetitlos
Minka macht mir Sorgen. Schon letztes Wochenende hat sie ihren Napf jeweils nur halb leer gefressen, obwohl sie vorher vor Hunger gebettelt hat. Ich habe es darauf zurückgeführt, dass ich ihre Näpfe wieder einmal in der Spülmaschine mitgespült habe. Also habe ich sie nur noch mit fließend heißem Wasser ausgeschwenkt.
Gestern hat sie fast wieder normal gefressen. Und in der Nacht hat sie sehr viel gefressen. Ich habe ihr drei Mal etwas hinstellen müssen, bevor ich ins Bett gegangen bin. Also war doch die Spülmaschine schuld an Mietzes vermeintlicher Appetitlosigkeit.
Aber seit heute Morgen hat sie kaum etwas gefressen. Obwohl sie um Futter bettelt, indem sie mich in die Küche führt. Ich stelle ihr leckeres Futter hin, aber sie frisst jeweils nur einzwei Bissen. Dann legt sie sich auf ihren Lieblingsstuhl. Manchmal mehr kauernd als bequem entspannt liegend. Aber wenn sie schläft, dann liegt sie mit allen vier Pfoten von sich gestreckt oder seitwärts und eingerollt da.
Ich kenne es von mir… wenn ich zu lange nichts gegessen habe, dann habe ich ein merkwürdiges Gefühl im Magen. Vor allem nach einem sehr üppigen Mahl. Dann ist es mir einerseits übel, aber andererseits habe ich auch Hunger. Auf etwas ganz besonderes. Nur was?
Eben hat Minka nun doch wenigsten vierfünf Bissen zu sich genommen. Vielleicht normalisiert sich ihr Zustand wieder so langsam. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie urplötzlich von jetzt auf nachher ihren Napf wieder leer macht, wie wenn vorher nichts gewesen wäre…
Ungezieferhalsband
Minka war von Anfang an Freigängerin. Nach unserem ersten Umzug wurde sie aber etwas häuslicher. Es kam oft vor, dass sie wochenlang keine Lust darauf hatte, unsere Wohnung zu verlassen. Trotzdem habe ich jedes Frühjahr meiner Mietze ein Floh- und Zeckenhalsband umgehängt. Wer Tiere hat und sie mit solchen Dingern versorgt, weiß, wie sie stinken. Deshalb ging es mir nie gut dabei, wenn ich der Minka wieder einmal so ein Band um den Hals geschnallt habe. Ich habe mich jedesmal gefragt, ob die Giftstoffe im Halsband auf Dauer nicht auch der Katze schaden könnten.
Als ich nach meiner Trennung vom Exmann erneut umziehen musste, ging Minka noch weniger nach draußen. Also habe ich auf Ungezieferhalsbänder ganz verzichtet und der Katze die Zecke lieber direkt entfernt. Ich glaube, das musste nur zwei oder drei Mal sein.
Seit es Minka wieder gut geht, möchte sie auch wieder häufiger hinaus. Da habe ich den Tierarzt gefragt, was er von Ungezieferhalsbändern halte. Er sagte, ich solle Minka davon verschonen und lieber bei akutem Befall behandeln.
Von Pflanzen weiß ich, dass sie einen Duftstoff gegen Ungeziefer entwickeln.
Ich kenne Menschen, die unbarmherzig von Stechmücken heimgesucht werden, während andere von ihnen gemieden werden.
Demnach muß es also Stoffe im Körper eines Lebewesens geben, die lästige Plagegeister abwehren. Minka scheint mit solchen Stoffen versehen zu sein, denn seit ich hier in Stuttgart wohne, also seit knapp neun Jahren, hat meine Fellnase kein Ungezieferhalsband mehr. Zecken hat sie wie schon erwähnt nur zwei oder drei Mal gehabt, Flöhe noch gar nicht.
Auf der Suche nach einem geeigneten Ergänzungsfuttermittel für die Katze bin ich im Internet zufällig auf ein natürliches Abwehrmittel gegen Ungeziefer gestoßen:
Es wäre doch eine feine Sache, wenn man den armen Tieren die stinkenden – und mit Sicherheit auf Dauer gesundheitsbedenklichen – Halsbänder ersparen könnte. Ich werde jedenfalls meinen Tierarzt fragen, ob ich meiner nierenkranken Katze diese Tabletten ohne Bedenken geben darf…
