Kabisa Gise – Blog

ganz und gar Gise

2008
Samstag
14
Jun

Ungezieferhalsband

Veröffentlicht von: Gise
um 11:21 Uhr
 

Minka war von Anfang an Freigängerin. Nach unserem ersten Umzug wurde sie aber etwas häuslicher. Es kam oft vor, dass sie wochenlang keine Lust darauf hatte, unsere Wohnung zu verlassen. Trotzdem habe ich jedes Frühjahr meiner Mietze ein Floh- und Zeckenhalsband umgehängt. Wer Tiere hat und sie mit solchen Dingern versorgt, weiß, wie sie stinken. Deshalb ging es mir nie gut dabei, wenn ich der Minka wieder einmal so ein Band um den Hals geschnallt habe. Ich habe mich jedesmal gefragt, ob die Giftstoffe im Halsband auf Dauer nicht auch der Katze schaden könnten.

Als ich nach meiner Trennung vom Exmann erneut umziehen musste, ging Minka noch weniger nach draußen. Also habe ich auf Ungezieferhalsbänder ganz verzichtet und der Katze die Zecke lieber direkt entfernt. Ich glaube, das musste nur zwei oder drei Mal sein.

Seit es Minka wieder gut geht, möchte sie auch wieder häufiger hinaus. Da habe ich den Tierarzt gefragt, was er von Ungezieferhalsbändern halte. Er sagte, ich solle Minka davon verschonen und lieber bei akutem Befall behandeln.

Von Pflanzen weiß ich, dass sie einen Duftstoff gegen Ungeziefer entwickeln.
Ich kenne Menschen, die unbarmherzig von Stechmücken heimgesucht werden, während andere von ihnen gemieden werden.
Demnach muß es also Stoffe im Körper eines Lebewesens geben, die lästige Plagegeister abwehren. Minka scheint mit solchen Stoffen versehen zu sein, denn seit ich hier in Stuttgart wohne, also seit knapp neun Jahren, hat meine Fellnase kein Ungezieferhalsband mehr. Zecken hat sie wie schon erwähnt nur zwei oder drei Mal gehabt, Flöhe noch gar nicht.

Auf der Suche nach einem geeigneten Ergänzungsfuttermittel für die Katze bin ich im Internet zufällig auf ein natürliches Abwehrmittel gegen Ungeziefer gestoßen: Formel Z ist ein Ergänzungsfuttermittel, das die Katze mit Vitamin B versorgt. Unter anderem wird dadurch das Hautmilieu der Mietze positiv beeinflusst, so dass es erst gar nicht zu einem Befall von Ungeziefer kommen soll.
Formel Z gibt es übrigens auch für Hunde.
Es wäre doch eine feine Sache, wenn man den armen Tieren die stinkenden – und mit Sicherheit auf Dauer gesundheitsbedenklichen – Halsbänder ersparen könnte. Ich werde jedenfalls meinen Tierarzt fragen, ob ich meiner nierenkranken Katze diese Tabletten ohne Bedenken geben darf…

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 14. Juni 2008 um 11:21 Uhr und wurde abgelegt unter "Minka". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

2 Kommentare

  1. Gaby:

    Die Tante von meinem Mann gibt jedes Jahr ein kleines Vermögen für biologische, herkömmliche und natürlich für die neuesten Zeckenmittel aus. Das Resultat ist, daß wir in der Woche ca 2-3 mal eine Zecke von Peter entfernen. Einmal sogar unter einem ganz besonders tollem (da schweine teuer) Zeckenband.
    Meine Freundin hat ihrem Hund Knoblauch mit unters Fressen gemischt, seitdem hat er keine Zecke mehr nach Hause gebracht.

    Gise wagt mal zu bezweifeln: Ich weiß nicht, ob das ganze Ungeziefergift für die Katz’ gut ist… Wirklich 100%ig sicher wirkt kein Mittel wirklich. Da hilft eigentlich nur eins: Katze wechseln, Flohhalsband behalten. :lol:

    Was den Knoblauch im Futter betrifft… Gerade im Zusammenhang mit der Nierenerkrankung von Minka bin ich im WWW auch auf ein paar Texte über Knoblauch und Katze beziehungsweise Hund gestoßen: “Knoblauch gehört zur selben Pflanzenfamilie wie Zwiebeln, und Zwiebeln können bei Hunden und Katzen eine besondere Form der Anämie hervorrufen, die sogenannte Heinz-Innenkörper-Anämie, die tödlich verlaufen kann.”

    “…eine neuere Studie erwähnt, dass Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Schnittlauch potentiell giftig sind für Hunde und Katzen, und dass nach dem Genuß einer einzigen großen Portion bereits Probleme auftreten können oder durch den häufigen Konsum regelmäßiger kleiner Portionen, selbst nur durch Nahrungsergänzungsmittel statt direkt durch Knoblauch oder Zwiebeln.”

    Kannst auch hier nachlesen, warum Knoblauch und Zwiebeln für unsere Vierbeiner nichts sind.

    Nachtrag:
    Wen es interessiert, kann hier nachlesen, wie die Nervengifte, die nun mal in Insektenbekämpfungsmitteln enthalten sind, auf Mensch und Haustier wirken.

  2. Engelbert:

    Die Alternative zum Halsband: Frontline (http://frontline.de.merial.com/).

    Wird von uns schon seit langem mit Erfolg angewandt. Einmal im Monat eine Pipette in den Nacken machen und Ruhe ist.

    Bis auf die paar Minuten nach der Anwendung (da muss die Katze nasenmäßig durch) ist das Ganze völlig problemlos und gut verträglich.

    Gise ist skeptisch: Lieber Engelbert,
    auch da hat es die Katze mit einem Nervengift zu tun, was auf Dauer auf den Liebling mit ziemlicher Sicherheit nicht sehr gesundheitsfördernd wirkt…
    :(

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