Guten Appetit!
Ich habe heute Mittag Gaisburger Marsch gekocht. Entgegen der üblich schwäbischen Art verwende ich statt Suppenfleisch lieber Saitenwürstchen (Wiener Würstchen).
Wer mag, darf sich einen Teller voll nehmen…
Digital
Mein Lieblingsradiosender ist sunshine live, ein Sender, der hauptsächlich elektronische Musik ausstrahlt. Nur bekommt man diesen Sender über die herkömmliche Antenne hier in Stuttgart nicht überall sauber in die gute Stube. Zum Glück kann ich mir die Musik aus dem Kabel aufs Ohr ziehen, sprich, mein Radio ist wie der Fernseher ans Kabel angeschlossen.
Aber im Auto kann ich den Sender nicht über Kabel empfangen. Deshalb muss ich Störungen und Rauschen in meiner Musik oder einen anderen Radiosender ertragen. Gerade hier auf den Fildern ist der Empfang teilweise sehr, sehr schlecht, was mich jedesmal kolossal ärgert.
Doch seit Neuestem gibt es das Digitalradio. Schon zwischen den Jahren habe ich mich im Internet schlau gemacht. Ich habe auf der Homepage meines Radiosenders die Geräte angeschaut und die Preise mit denen auf Amazon verglichen. Amazon ist teuer, habe ich festgestellt.
Ich kann viel, aber ein Autoradio aus- und ein anderes wieder einbauen traute ich mir doch nicht zu. Also habe ich mich für ein Zusatzgerät entschieden, das wie ein Navi-Gerät an der Windschutzscheibe festgemacht wird und sich mit meinem vorhandenen Autoradio verbindet. Nun kann ich meinen Lieblingsradiosender sauber und ohne Störungen hören. Saugut, sag’ ich Euch!
Leider ist der digitale Empfang von sunshine live zwar bundesweit, aber nicht komplett flächendeckend möglich. Wenn ich nach Schwäbisch Gmünd fahre, ist ab Schorndorf Schluss mit dem digitalen Empfang elektronischer Musik.
Jeanie, meinst Du, dass der Empfang meines Radiosenders auf dem Weg zu Dir ungestört ist? Wann wollen wir das austesten?
Dank
Danke, Ihr Lieben, für Eure Meinung zu meiner Bloggerei beziehungsweise Nicht-Bloggerei. Natürlich weiß ich, dass Ihr erpicht darauf seid, Neues von mir zu erfahren, aber Ihr versteht auch, dass ich meine Privatsphäre und die der Anderen schützen möchte. Aber zum Glück gibt es doch das Eine oder Andere, was ich Euch erzählen kann und möchte – auch wenn es nichts ist, was die Welt bewegt. Und so dürft Ihr Euch jetzt schon auf zwei oder vielleicht gar drei neue Einträge freuen, die nun gleich folgen werden… Sogar mit Bilder!
Bloggen oder aufhören?
Lange ist’s her, seit meinem letzten Eintrag. Dieses Jahr habe ich noch gar nichts gebloggt. Dabei ist das Jahr auch schon drei Wochen alt.
Ihr Lieben, ich danke Euch für Eure Treue. Wir haben miteinander schöne Momente genossen, aber auch traurige. Ich habe Euch viele Bilder gezeigt und Ihr durftet in meinen Adventskalendern blättern. Einmalig war der Fasten-Ka(r)lender.
Schon länger mache ich mir Gedanken über die Bloggerei. Was darf ich der Öffentlichkeit erzählen, was nicht?
Als ich mein erstes Blog anfing – das war vor knapp acht Jahren – habe ich mir ALLES von der Seele geschrieben. Ich habe manchmal auch über Menschen in meinem Umfeld erzählt. Ihr habt von den Misshandlungen erfahren, die ich von meiner Mutter ertragen musste. Ihr durftet an der positiven Entwicklung meiner Kinder teilhaben. Und ich habe Euch oft auf meine Ausflüge und Reisen mitgenommen.
Irgendwann kam mir die Idee, was denn wäre, wenn jemand aus meiner Nachbarschaft oder die Familie meiner letzten Beziehung zufällig auf mein Blog stieße? Über die Mutter meines letzten Freundes habe ich ja nicht gerade nett geschrieben. Von da an wurden meine Einträge immer weniger.
Doch seit ich arbeite, habe ich sehr große Hemmungen, über mich und aus meinem Leben zu erzählen. In den Kindergärten erzähle ich so gut wie nichts über mein Privatleben. Weder die beiden Kindergartenleiter, noch die Erzieherinnen, geschweige denn die Leute vom Amt, das für die Auszahlung meines Honorars zuständig ist, wissen, was ich in meiner Freizeit mache und treibe. Ich trenne Arbeitsleben und Freizeit. Doch hier im Blog kommen die beiden Bereiche zusammen. Und das möchte ich nicht. Deshalb gibt es hier nicht mehr so oft etwas zu lesen.
Es gäbe ja noch die Möglichkeit, mein Blog mit einem Passwort zu belegen. Beiträge über Ausflüge, meine Katze oder einfach Bilder, die ich Euch zeigen möchte, wären für die Öffentlichkeit zugänglich, aber persönliche Dinge könnte man nur lesen, wenn man mein Passwort wüsste. Aber dann werde ich zum Türsteher: “Du darfst rein – du kommst hier net rein”. Es könnten mich Leute nach dem Passwort fragen, mit denen ich Persönliches eher nicht teilen wollen würde. Wie schließe ich sie taktvoll aus?
Und wie bewege ich diejenigen dazu, mich nach meinem Passwort zu fragen, die es nicht tun, die mir aber in meinem Leben wichtig sind?
Außerdem war die Hauptidee fürs Bloggen, den Menschen da draußen zu zeigen, dass ich zwar als behindert gelte, aber dass ich letztendlich ein ganz normales Leben mit all seinen Höhen und Tiefen führe. Ich wollte meinen Überlebensdrang, meine Lebensfreude kund tun, ich wollte jedem die Chance geben, an meiner positiven Sichtweise der Dinge teil zu haben. Mit einem Passwort schließe ich erst einmal alle aus, die über Google oder über andere Webseiten auf mein Blog gelangen.
So lange ich keine für mich befriedigende Lösung gefunden habe, wird es in diesem Blog weiterhin sehr still sein.
Ihr habt ja Möglichkeiten, mit mir weiterhin in Kontakt zu bleiben. Per Telefon oder per eMail. Die eAdresse steht auf der Kontaktformularseite.
Nur Facebook bleibt tabu. Dort habe ich ganz wenige Freunde. Und sie sind meine Freunde, mit denen ich auch außerhalb des Internets persönlichen Kontakt pflege. Auf Facebook mag ich nicht mit Leuten befreundet sein, die nur ihre Freundesliste anwachsen sehen wollen… “Die ist bekannt mit dem, der mit der Cousine des Freundes meines Freundes bekannt ist, also soll sie auch in meiner Liste stehen.” Nee, sowas mag ich nicht. Ich fühle mich in einer kleinen und überschaubaren Gruppe wohl und da ist im Internet das Facebook ganz gut dafür geeignet…
Ihr Lieben, ich würde Euch gerne so vieles erzählen, aber was mache ich mit denen, die es für mein Empfinden nichts angeht?
Gemütlich
Nachdem meine Stimmung also wieder besser wurde, habe ich einfach mal angefangen, dem Chaos im Wohnzimmer Herr zu werden. Unter einem Berg von Post, Altpapier und einigem mehr habe ich doch tatsächlich einen Tisch gefunden!
Während des Aufräumens trudelten immer wieder SMSse von lieben Freunden ein.
Der Tag wurde immer besser!
Und dann kam am Nachmittag meine Tochter und krempelte sofort ihre Ärmel hoch.
Sie…
… setzte Kartoffeln für den Kartoffelsalat auf.
… schmolz Schokolade und rührte sie in die Schlagsahne.
… räumte und saugte im Wohnzimmer in Ecken, in denen sich schon seit Monaten nicht nur Staub, sondern auch “Gruschd” (Zeugs) angesammelt hat.
… räumte die beiden Fensterbänke leer. (Wir sind immer noch im Wohnzimmer!) Ich wusste gar nicht, wie leicht es war, Nippes einfach so in den Müll zu werfen! ![]()
… tat sämtliche Bistro-Gardinen in meiner Wohnung in die Waschmaschine.
… putzte die Fenster im Wohnzimmer. Boaaah, jetzt erst fiel mir auf, wie sehr sie verschmutzt waren!
… hing alle Gardinen wieder ans Fenster.
… befreite alle vier Essstühle, die gepolstert sind, von Katzenrückständen.
… wischte das Wohnzimmer und den Flur nass heraus.
… machte den Kartoffelsalat.
Als meine Tochter im Wohnzimmer loslegte, wusste ich, jetzt macht sie es gründlich, doch ich ließ sie gewähren. Wir hatten ja keinen Zeitplan und wen juckt es, wenn wir erst um Mitternacht essen sollten und dann Bescherung hätten?
Nein, Mitternacht wurde es nicht. Um 20:30 Uhr waren das Wohnzimmer sauber und das Essen fertig. Jetzt fehlte nur noch mein Sohn, doch eine halbe Stunde später war er endlich da.
Mit vielen Kerzen im ansonsten dunklen Zimmer kam richtig festliche Stimmung auf.
Zum Essen gibt es immer, was es schon in den Familien meiner Eltern und Schwiegereltern gab: erst eine einfache Bohnensuppe, dann Kartoffelsalat mit Saitenwürstchen (Wiener Würstchen). Ich mache immer noch einen Gurkensalat dazu, manchmal auch noch irgend einen Blattsalat. Heute war es nur Gurkensalat.
Da meine Kinder meinen Kartoffelsalat, nämlich mit Mayonnaise angemacht, nicht mögen, ist meine Tochter für die Zubereitung des Kartoffelsalats zuständig.
Als Nachtisch gibt es bei uns Mousse au Chocolat. Dazu wird Milka Alpenmilchschokolade im heißen Wasserbad geschmolzen und dann mit Schlagsahne verrührt.
Wir nehmen so viele Tafeln Schokolade wie Becher Schlagsahne.
Dann wird das Ganze kalt gestellt.
Am Abend wird das dann wie Schlagsahne geschlagen.
Die Bescherung war für alle überraschend, zufriedenstellend, freudig.
An dieser Stelle “Danke!” nach Butzbach für die Äpfel.
Und “Danke!” ins Gäu für das Schweißband! Sobald mein derzeitiges verratzt ist, werde ich das neue verwenden. Bist Du Dir sicher, dass es bis dahin in meinem Haushalt nicht verloren gegangen sein wird?
Meine Kinder sind jetzt wieder fort.
Und ich bin müde.
Vom Brand… vom Apfelbrand…

