Da
Ihr Lieben, wie Jeanie Euch schon angekündigt hatte, durfte ich vorgestern endlich nach Hause gehen.
Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Mein PC läuft natürlich den ganzen Tag, dafür liege ich die meiste Zeit auf der Couch herum. Ich soll mich eigentlich viel bewegen, aber gestern hat es den ganzen Tag geregnet. Und kalt ist es geworden! Daran muss man sich auch erst gewöhnen!
Den Bauch darf ich noch nicht sehr stauchen. Essen und mir die Zähne putzen kann ich allein, aber die Haare lasse ich mir von meiner Tochter waschen. Ich bin mir sicher, dass ich spätestens in einer Woche auch das wieder selbst tun werde.
Das einzige Problem, das ich habe ist… wem es jetzt zu unappetitlich wird, der möge nun einfach nach dem folgenden Abschnitt weiterlesen…
Also, das Einzige, was mich noch plagt, ist mein Darminhalt. Der Darm selbst arbeitet sehr rege, so rege wie bei Durchfall. Aber der Inhalt ist sehr fest. So fest, dass es beim Pressen weh tut. Mein Hausarzt hat mir gestern Movicol flüssig mitgegeben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Mittel nehmen soll. Ich bin viel eher der Meinung, dass mein Körper mit dem Problem allein fertig werden soll. Unterstützen tu ich nur über die Nahrung. Äpfel esse ich zum Beispiel gerne. Hat jemand von Euch noch Tipps, was ich essen könnte, das den Stuhl weich macht? Meine Lieblingstochter meinte: Stuhl zu hart? Lege ein Kissen drauf!
Ich höre Euch schon fragen, wann es denn nun mit der Reha weiterginge. Ihr Lieben, nach einer Gebärmutterentnahme wegen Myomen gibt es keine Reha. Hätte man mir den Uterus wegen Krebs entnommen, dann wäre ich sofort fortgekommen. Da bin ich doch froh, dass ich keinen Krebs habe und verzichte dafür liebend gerne auf eine Rehamaßnahme.
Meine Frauenärztin hat mich vor der Operation ganz meschugge gemacht mit ihrer Prophezeiung, dass ich nach der OP gute zwei Wochen lang ein Pflegefall wäre. Aber schon zwei Tage nach dem Eingriff habe ich allein gegessen und zwei weitere Tage später habe ich mir auf der Toilette selbst beholfen. Das war mir dann aber doch noch zu anstrengend und so habe ich die Hilfe der Pflegerinnen gerne wieder in Anspruch genommen. So fit, wie ich jetzt bin, würde ich mich in der Reha sicherlich nur langweilen.
Diesen Eintrag habe ich um ca. halb acht angefangen zu schreiben. Jetzt ist es kurz vor zehn. Ich habe immer wieder unterbrochen, um meinen heißgeliebten Cappu, den ich erst seit gestern Abend wieder im Haus habe, zu trinken. Der treibt ganz schön, so dass ich meinen Darm schon ordentlich entleeren konnte. Alles ist aber noch nicht draußen, doch wenigstens geht das Drücken heute schon besser als gestern.
Unterbrochen habe ich auch, weil meine Nachbarin, die Mutter der zwei süßen Kleinen, die ich gelegentlich betreue, mich kurz besucht hat. Sie hat den gleichen chirurgischen Eingriff hinter sich und sie meinte, ich würde noch etwa zwei Wochen lang meine “Freude” mit dem Darm haben, bis er sich in der freigewordenen Lücke vollends eingenistet hätte. Ich bin kleiner als die Nachbarin, vielleicht geht das bei mir schneller vorbei.
So, jetzt gehe ich mit einem Apfel auf die Couch.
Heute strahlt die Sonne vom Himmel. Also werde ich danach einen kleinen Verdauungsspaziergang um den Block machen…

Donnerstag, 20. Oktober 2011 um 15:49
Als mein Vater mal Verdauungsprobleme hatte, empfahl eine Dame vom ambulanten Pflegedienst, abends ein paar Trockenpflaumen in Wasser einzuweichen und morgens zu essen und das Einweich-Wasser zu trinken. Die würden sehr sanft wirken, ohne Blähungen zu erzeugen und ohne reisserische Wirkung, noch eine Abhängigkeit.
Mein überaus kritischer Vater, sonst gegen jedes natürliche Mittel, war davon so überzeugt, dass Trockenpflaumen nie ausgehen durften und wehe, ich vergass mal abends, welche einzuweichen.
Ich knabbere schon mal ganz gerne Leinsamen, allerdings weniger zur Verdauung, sondern des Knabberns wegen und muss mich da immer sehr bremsen, da er bei mir auch als Knabberei schon Wirkung zeigt. Denn eigentlich muss auch er quellen, soll nicht so trocken geknabbert werden.
Schön, dich wieder zu lesen und gut, dass alles geklappt hat.
Gise lacht: Sosooo, Trockenpflaumen machen nicht abhängig.
Und warum dürfen nie mehr wieder welche fehlen?
Übrigens weicht mein Stuhl langsam auf. Vorhin hatte ich fast Durchfall. Ob das von der leckeren Kürbissuppe kommt, die meine Lieblingstochter gekocht hat?!
Schön, dass Du Dich freust, mich wieder zu lesen.
Donnerstag, 20. Oktober 2011 um 23:58
Hallo Gise, also erstmal finde ich es schön, dass Du wieder da bist und das es Dir schon ganz gut geht.
Ich hatte nach Operationen die gleichen Probleme wie Du.
Das mit den Backpflaumen ist eine Superidee. Habe ich auch schon bei Schwierigkeiten gegessen.
Außerdem habe ich gute Erfahrung mit rohem Sauerkraut gemacht. Ein Schälchen davon und rummmms.
Freitag, 21. Oktober 2011 um 01:07
Hallo liebe Gise,
schön dass Du wieder hier bist.
Ich empfehle Dir,morgens auf nüchternen Magen ein Glas Wasser oder Apfelsaft zu trinken.
Alles Gute und schnelle Genesung.
Freitag, 21. Oktober 2011 um 09:45
Vor 11 Jahren hatte ich auch das gleiche Problem mit dem Darm. Nur kann ich dir leider nicht mehr sagen, was ich gegen die Verstopfung gemacht habe.
Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eine ganze Weile dauert, bis alles seinen Platz in der nun etwas entleerten Bauchhöhle, gefunden hat. Da hat deine Nachbarin vollkommen recht.
Wünsche dir weiterhin gute Besserung.
Liebe Grüße menzeline
Freitag, 21. Oktober 2011 um 17:51
*bg* Das war wohl mehr die geistige Abhängigkeit …
@marianne: Stimmt, aber bei Sauerkraut kann der rumms ziemlich schmerzhaft sein, das lehnte mein Vater nach einem Versuch vehement ab.
Ahhh, Kürbissuppe. Da schlummern doch noch einige vorgekochte Portionen im Tiefkühler. Ja, die wirds heute abend, danke für den Tipp. Und am Wochenende wage ich mich mal an Quittensuppe orientalisch abgeschmeckt. Bin gespannt …
Freitag, 21. Oktober 2011 um 18:45
schoen, dass du wieder da bist.
Deine Tochter hat ja wohl das richtige Mittel fuer dich gefunden. Kuerbissuppe eignet sich wunderbar, auch Quarkspeisen und Linsensuppe.
Das du da keine Reha bekommst, liegt nicht an der Diagnose, denn bei “gynäkologische Krankheiten und Zustand nach Operationen” kann die Anschlussheilbehandlung innerhalb von bis zu 14 Tagen nach der Entlassung angetreten werden. Die zweite Bedingung waere der Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und die dritte, dass du in der Reha allein zurecht kommst. Meine Nachbarin hat das mit der gleichen OP auch bekommen. Aber du muesstest schnellstens ein Antrag beim Sozialversicherungsträger dafuer stellen.
Guck mal hier ob deine Bedingungen nicht doch erfuellt sind: http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Anschlussheilbehandlung-17.html
Bei 2.1 erfuellst du sie naemlich doch mit dem letzen Punkt.
bei 2.2 musst du nur EINE Bedingung erfuellen
vielleicht hast du ja den entsprechenden Rentenbezug?
Samstag, 22. Oktober 2011 um 08:49
Hallo Gise,
schön dass es Dir so schnell wieder gut geht. Vor gut 15 Jahren bin ich auch – wie Du – operiert worden, hatte aber glücklicherweise nicht solche Beschwerden wie Du.
Allerdings nach meiner Darmoperation – da hat mir Flosamen sehr gut geholfen. Gibts sehr preiswert in der Apotheke, vor dem Essen in Wasser einrühren und trinken, dann gibts kein Aua mehr. Und ist ganz natürlich
.
Gute Besserung und liebe Grüße aus Bielefeld
Bine