2011
Sonntag
11
Sep
9/11
Veröffentlicht von: Gise
um 08:58 Uhr
Kann mir jemand erklären, warum 9/11 immer und immer wieder aufgewärmt wird? Vor 20 Jahren ist Irak in Kuwait einmarschiert, aber wen interessiert es heute?
Man sagt, man solle aus der Geschichte lernen. Schon in der Schule hat es mich angenervt, immer und immer wieder Hitler und sein drittes Reich durchzukauen. Auch da sagten die Lehrer, man solle sich immer an diese Greuel erinnern, um daraus zu lernen. Tun wir das auch?
Passiert einem Menschen allein ein Unglück, lautet der Rat der Mitmenschen in der Regel, dieses schnell zu vergessen, nach vorn zu schauen, denn das Leben gehe weiter. Warum halten wir es als Volk nicht auch so?
Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 11. September 2011 um 08:58 Uhr und wurde abgelegt unter "dies & das". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0.
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Sonntag, 11. September 2011 um 09:12
Ich bezweifele wirklich, ob wir aus solchen Greueltaten wirklich lernen. Und wenn doch, dann vielleicht nicht unbedingt das Positive.
Natürlich war, ich betone “war” das ein schreckliches Ereignis, was man sicherlich nicht vergisst, aber dass das dann immer wieder aufgewärmt werden muss, finde ich nicht gut.
Vergangenheit war gestern, heute ist heute und morgen ist morgen. Wir sollten in die Zukunft schauen und hoffen, dass so was nicht wieder passiert.
Gise sagt: Ich vermute, dass mit dem ständigen Aufwärmen eine Wiederholung der schrecklichen Ereignisse verhindert werden soll. Dabei finde ich es viel wichtiger, den menschlichen Umgang miteinander heute und hier zu üben, jeder für sich und in seinem unmittelbaren Umfeld. Wir zeigen auf die Terroristen, verurteilen ihre unmenschlichen Taten – und greifen unsere Nachbarn, Kollegen oder eigene Familienangehörige an.
Wir könnten ja den 11. September zum Tag der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erklären. An diesem Tag darf kein böses Wort fallen, kein Schlag, weder verbal noch körperlich. Kritik soll positiv formuliert werden. Dazu kann es gegebenenfalls Kurse und Seminare geben. Ich finde, erst dann würde man aus Vergangenem lernen, aber nicht dadurch, dass man ständig Geschehenes aufwärmt.
Sonntag, 11. September 2011 um 10:39
Damit hast Du, liebe Gise, ganz Recht.
Im Moment hören wir nichts anderes… die Welt dreht sich aber weiter.
Grüßle Rita
Sonntag, 11. September 2011 um 11:05
Gise, ich bin so froh, dass ich nicht alleine da stehe mit diesem Gedanken. Ich hätte mich nur nicht getraut, das irgendwo so deutlich zu sagen. Es nervt mich nämlich auch. In den vergangenen 10 Jahren ist schon so viel Leid geschehen, das wirklich auch bedauernswert ist. Viele Menschen sind in Kriegen umgekommen. Auch Amerikaner und Deutsche, die ja “eigentlich” in einem friedlichen Land leben. Es sind so viele Menschen an Hunger gestorben.
Lieben Gruß von Erika
Gise nickt zustimmend: Genau das ist es, Erika.
Das Attentat auf das WTC ist nicht mehr oder weniger dramatisch als jedes andere Leid, das Menschen Menschen (und Tieren) zufügen. Es ist einfach nur schrecklich, dass es überhaupt machtgierige Menschen gibt, Menschen, die eine Riesenfreude daran haben, andere Menschen (und Tiere) zu quälen…
Sonntag, 11. September 2011 um 13:11
Der Beginn des 2. Weltkriegs am 1. September war keine Zeile wert.
Gise sagt: Genau, Gerhard!
Aber vielleicht ist der Terroranschlag von den Amerikanern selbst verursacht worden, wie man —>hier nachlesen kann…
Sonntag, 11. September 2011 um 17:54
so ist es, reden wir immer wieder von negativen dingen, machen wir praktisch werbung dafür, reden wir doch von positiven dingen und werben wir dafür, ein gutes beispiel: ich bin gegen gewalt, das hauptwort bleibt den leuten im hirn, gewalt, warum heißt es nicht: ich bin für den frieden?
Sonntag, 18. September 2011 um 11:22
9/11 hat Auswirkungen bis heute und mit Sicherheit auch noch weiter in die Zukunft. Von daher ist es wichtig, sich mit dem Ereignis und dem Umgang damit (kann man Terror mit Krieg überwinden?) zu beschäftigen.
Was Hitler angeht: der Völkermord unter Hitler ist einzigartig weil – ermöglicht durch einen einzigartigen Chauvinismus – bis ins letzte geplant und durchorganisiert. Genozide hat es viele gegeben, aber keine derartig systematische Ausrottung von Menschen. Sich damit immer wieder auseinander zu setzen können wir uns als Deutsche nicht ersparen.