Endspurt
Ich danke Euch für Eure Anteilnahme, sie tut gut.
Gut tat mir auch das gestrige Gespräch mit meinem Onkel. Er hat mich angerufen, um mir vom Abschied von meiner Tante zu berichten. Ihr Wunsch war eine stille Beisetzung im engsten Familienkreis und so wird es auch geschehen.
Mein Onkel hat mir das schlechte Gewissen genommen, mich viele Jahre nicht um meine Verwandten gekümmert zu haben. Zuerst waren es familiäre Umstände, die Kontakte zu ihnen nicht zugelassen haben, dann war es mein eigenes pulsierendes Leben, das mir scheinbar keine Zeit ließ, mich um meine Verwandten zu kümmern.
Im Herbst 2009 haben meine Schwester und ich es geschafft, diese eine Tante und den Onkel zu besuchen. Doch damals schon wütete der Krebs im Körper meiner Tante. Wir wussten von der Krankheit, aber meine Tante hat sich nicht anmerken lassen, wie schlecht es ihr ging. Mein Onkel meinte gestern zu mir, dass danach das langsame und qualvolle Sterben erst richtig begonnen hätte, so dass der Tod letztendlich eine Erlösung war. Möge sie nun in Frieden ruhen. Ich bete für sie.

Morgen ist der Heilige Abend, den ich mit meinen beiden Kindern verbringen werde. Vorher muss ich hier noch aufräumen. Es ist mein Zeugs, das ich von den Tischen entfernen muss, dabei kann mir niemand helfen. Wir müssen auch noch einkaufen, ansonsten fällt das Weihnachtsessen eher mager aus. Den Einkauf werden wir wohl erst heute Abend oder morgen erledigen können, denn heute Nachmittag hüte ich den Nachbarsjungen. Oder ich fahre nachher allein einkaufen, denn meine Tochter ist heute Vormittag anderweitig verplant.

Geschenke habe ich schon zugeschickt bekommen. Ausgepackt werden sie aber erst morgen Abend.
Links, im roten Gänsepapier, das hat mir das kleine Nachbarsmädchen, das ich ab und zu hüte, persönlich überreicht. Ich bin echt gespannt, was drin ist. Die Mutter betonte immer wieder, dass die Kleine dieses Geschenk für mich ganz allein, also ohne Hilfe der Mutter, ausgewählt hätte.
Unten seht Ihr eine weiße Fläche, auf der das Geschenk und die Päckchen liegen. Das ist ein Kartonbriefumschlag, von einem Leser meines Blogs. Der Umschlag zeigt überhaupt keine Ausbeulung – ich wette, der Absender hat vergessen, etwas in den Umschlag zu tun.
Hmmm, ein Umschlag voller Nichts hat auch was. ![]()
Wie heißt es so schön? Erwarte nichts, dann wirst du nicht enttäuscht. ![]()
Es bleibt spannend…
Rechts, der um so dickere Umschlag, der ist von meinen Schwiegereltern. Obwohl ich schon seit acht Jahren geschieden bin, nenne ich seine Eltern immer noch meine Schwiegereltern. Schön finde ich, dass wir ein gutes Verhältnis zueinander pflegen. Es ist sogar viel entspannter als zu Ehezeiten.
Das Geschenk ist natürlich vor Allem für meine Kinder gedacht.
Das gut sichtbare Päckchen, gebracht von der Deutschen Post, ist von einer der Schwestern meines Exmannes. Was ich jetzt schon weiß ist, dass da Plätzchen drin sind.
Vermutlich wird meine Schwägerin uns auch Socken gestrickt haben, denn neulich wollte sie unsere Schuhgrößen wissen und erzählte von Socken und Wolle.
Auf dem Päckchen liegt ein praller Polsterumschlag, für Euch kaum sichtbar. Der ist aus der Wichtelaktion, die Engelbert auch dieses Jahr gestartet hat. Diesen Umschlag darf ich laut Teilnahmebedingung erst am
Hach, ich freue mich schon aufs Auspacken!
Noch viel mehr freue ich mich auf das Feiern mit meinen Kindern, mit meiner Schwester und ihrer Familie und, wenn es D.’s Verfassung zulässt, mit meinem Vater.
Doch jetzt lege ich den Endspurt ein… Aufräumen! *grrrr*
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