Flügge
Nun ist es soweit… Lieblingstochter ist in ihrer ersten eigenen Bude angekommen. Übermorgen fängt ihr Studium an.
Ich fühle mich irgendwie wehmütig. So wie damals, als ich mein Kind zum ersten Mal ohne mich im Bus an mir vorbeifahren gesehen habe, mit den anderen Kindergartenkindern und der Erzieherin auf dem Weg zum Puppentheater. Diesen Anblick werde ich nie mehr vergessen, mein kleines Mädchen, gerade dreieinhalb Jahre jung, im großen Bus auf der Fahrt in die große Stadt. Und ich war nicht dabei.
Heute geht es mir wieder so… mein kleines Mädchen ohne mich in einer fremden Stadt. Nur damals war mir noch ganz bange ums Herz, aber heute weiß ich, dass ich sie gut aufs Leben vorbereitet habe. Fast… demnächst wird mir wohl eine Verwarnung ins Haus flattern. Wegen Parkens ohne Parkscheibe. Solange es nur solche kleine Kleinigkeiten sind, die meine Tochter “anstellt”…

Montag, 29. September 2008 um 19:20
Natürlich darf sie sich auch mit größeren und großen “Vergehen” an mich wenden!
Montag, 29. September 2008 um 21:21
Dich mal ganz lieb in den Arm nehm und bissle tröste. Ich kann gut mitfühlen, wie dir zumute ist. Ich hätte auch heulen können als damals mein Sohn ausgezogen ist daheim. Aber nun soll sich “deine Kleine” mal anderen Wind um die Nase wehen lassen und du wirst sehen, sie kommt immer gern heim.
Schlimmer finde ich, dass du den Job doch nicht bekommen hast. Gib die Hoffnung nicht auf.
Einen lieben Gruß vom Schönbuchrand!
Dienstag, 30. September 2008 um 00:29
Liebe Gise, es ist wirklich ein komisches Gefühl, wenn die Kinder das Haus verlassen.
Mir wurde es richtig bewusst, als ich im Bad die Handtücher wechselte und für meine Große keine sauberen mehr hinhängen brauchte.
Ich habe auch eine ganze Zeit mehr zu Mittag gekocht, weil ich dachte, vielleicht kommt sie ja
in der Mittagspause vorbei und ich schaute immer suchend aus dem Fenster.
Meistens kam sie nicht.
Dienstag, 30. September 2008 um 08:46
Es ist doch ein Auszug auf Raten. Sie kommt ja in 3 Monaten wieder um dann wiederum in 3 Monaten auszuziehen. So kannst Du Dich langsam daran gewöhnen allein mit deinem Schmußetiger zu sein und Dich doch darauf freuen, daß Dein Mädchen bald wieder heimkommt um die Dreckwäsche zu entsorgen.