NoBody’s Perfect
Eben entdecke ich auf der Page zum Film NoBody’s Perfect, dass heute dazu eine Ausstellung in Stuttgart stattfindet. Durch zwei unabhängig voneinander erhaltene eMails bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass diese Tage ein Film in den Kinos anläuft, dessen Regisseur contergangeschädigt ist und der einen Film mit Conterganern gedreht hat. Beide Mailer haben mich um meine Meinung zum Film befragt. Hier meine Antwort: Nur weil ich selbst contergangeschädigt bin, muß ich mich für dieses Thema interessieren? Muß ich nun alle Daten, Fakten und Hintergründe zum Thema Contergan kennen? Ich sage: Nein. Für mich ist meine Andersartigkeit kein Thema, ich muß es weder aufarbeiten noch mich damit befassen.
Alle, die in einem bestimmten Beruf stehen, kennen das bestimmt: “Ach, Sie sind …? Dann kennen Sie sich bestimmt mit meinem Problem aus!” Man fühlt sich irgendwie nur auf seinen Beruf reduziert. In meinem Fall fühle ich mich in die Rolle der Contergan-Fachfrau gedrängt.
Da ich aber nun mit der Nase auf den Film und der damit verbundenen Ausstellung gestoßen worden bin, werde ich jetzt etwas essen und dann zum Schlossplatz fahren. Ins Kino werde ich aber nicht gehen. Vielleicht werde ich mir die DVD zulegen, sollte es sie einmal geben. Aber nur vielleicht…
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