Nehm ich mit
Die beste Gelegenheit, Zeitungen zu lesen habe ich in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Irgendwo sitzt immer einer, der so ein Blatt eifrig studiert. Da riskiere ich immer einen Blick, wenigstens die Schlagzeilen zu lesen.
Vorhin durfte ich im Bus gleich bei zwei Mitfahrern in der Zeitung, die Meinungen bildet, mitlesen. Leider aber nur die Schlagzeilen. Eine lautete “Gaga-Gewitter über Stuttgart”. Ich wohne in Stuttgart und es hat über uns gewittert. Mehrmals sogar. Doch jedes Gewitter ist ja anders, oder nicht? Mich hätte interessiert, was diese Zeitung am Stuttgarter Gewitter auszusetzen gehabt hätte.
Eine andere Schlagzeile hat meine Phantasie ein wenig beflügelt: “Schatz, mach’s gut, den Busen nehm ich mit”. Da ich auch da den kleingedruckten Text nicht lesen konnte, kann ich nur spekulieren. Der Mann hat seiner Frau irgendwann einmal eine Operation an ihren Brüsten bezahlt. Nun hat er eine neue Partnerin, also verlässt er die bisherige – und nimmt die eingesetzten Silikonpads für seine neue Flamme mit. ![]()
Eben habe ich gegoogelt – und bin fündig geworden. Da ist eine junge Frau, keine dreißig Jahre alt, die sich von ihrem wesentlich älteren Mann, der ihr Vater sein könnte, eine Brustvergrößerung finanzieren ließ. Doch nicht der Mann, sondern die Frau verliebt sich neu; nur wenige Wochen nach der Operation.
Soooo banal, das alles. Aber dieses Blatt versteht es immer wieder, Dinge mit nur einer Schlagzeile furchtbar aufzubauschen…

Sonntag, 3. August 2008 um 14:13
Eiiiigentlich wollte ich den Artikel ja nicht anklicken, habs dann aber doch gemacht. Keine Ahnung warum. Und dann hab ich gegrinst. Als ich so 12 oder 13 war, das war diese Sendung (Percy Stuart) das absolute Muss bei meinen Freundinnen und mir. Sonst war ich ja kein großer Ferngucker, aber das …..
Gise sagt: Ich durfte nach 20 Uhr nicht mehr fernsehen, da musste ich immer ins Bett. Auch als Teenager. Das Einzige, was ich mit den Klassenkameraden teilen konnte, waren “Disco” mit Ilja Richter und “Hitparade” mit Dieter-Thomas Heck, dem ehemaligen Autoverkäufer, wie meine Mutter immer sehr abfällig betonte.
Montag, 4. August 2008 um 09:35
Ach Gise, das ist doch nicht “irgendein” älterer Mann, das ist Claus Wilcke … das ist “Percy Stuart” … Frauenschwarm der späten 60er Jahre … was ihm leider im Jahre 2008 nichts mehr nützt *gg*.
Gise sagt: Ende der 60er war ich noch Kind. Ich durfte “Schweinchen Dick”, “Dick und Doof”, “Bugs Bunny”, “Adams Family”… sehen und Punkt Gongschlag Tagesschau musste ich ins Bett. Ausnahmslos! Ich kenne also “Straßen von San Francisco”, “Starsky & Hutch” und all diese Serien erst seit meiner Ehe. Aber “Percy Stuart” ist bis heute an mir vorbeigegangen…
Samstag, 9. August 2008 um 17:56
Percy Stuart kam aber vor acht Uhr. Und immerhin bin ich zwei Jahre älter als du
Gise sagt: Dann durften wir den uns nicht anschauen. Genauso wenig wie die anderen US-Serien.
Sonntag, 10. August 2008 um 12:01
Laut “Das Fernsehlexikon” lief Percy Stuart von 1969 – 1972 (52 Folgen, die Hälfte davon noch in SW) Mittwochs um 19:10 Uhr, d.h. eindeutig vor der Tagesschau. Die Fernsehbedingungen bei uns zu Hause waren ähnlich, dennoch konnte ich mich an die Serie überhaupt nicht mehr erinnern – kann für mich also keine große Rolle gespielt haben.
Gise sagt: Da bin ich aber beruhigt, dass ich nicht die einzige auf der Welt bin, die den P.Stuart nicht kennt.
Montag, 11. August 2008 um 09:30
@ Gernot
Dem Namen nach bist du ja auch kein Mädchen (oder besser weiblicher Teenager) gewesen ….