Boykott
Conterganopfer rufen zum Boykott von Produkten der Dalli-Gruppe auf. Die Kampagne richtet sich gegen die Unternehmer-Familie Wirtz, der neben Dalli auch der Pharmakonzern und frühere Conterganhersteller Grünenthal gehört.
Seit letztem Wochenende gibt es auch einen Boykottaufruf gegen McFit, der Fitnesskette, die die Loveparade gesponsort hat.
Nur frage ich mich, wem solche Boykotts tatsächlich von Nutzen sind. Meiner Meinung nach schaden sie viel mehr als dass sie zum Erfolg führen.
Lassen wir Dalli-Produkte stehen oder suchen wir ein anderes Fitnessstudio auf, gehen die Einnahmen für die Firma und die Kette zurück. Und wer darf diesen Verlust ausgleichen? Die kleinen Mitarbeiter und Angestellten. Deren Löhne werden gekürzt oder es kommt gar zu Entlassungen. Die Preise für die boykottierten Produkte und für die Fitnessangebote steigen.
Die Familie Wirtz und Herrn Schaller, der Gründer und Geschäftsführer von McFit, berühren ein Boykott überhaupt nicht. Sie haben so viel Privatvermögen angehäuft, dass sie in ihrem Team die letzten sind, die von einer Pleite existentiell bedroht sind.

Donnerstag, 29. Juli 2010 um 19:12
Von Dalli kauf ich sowieso nix. – Obwohl – weiß ich nicht. Kaufe immer Waschmittel ohne Parfum, nach Möglichketi in einem Bioladen.
Und was ist mit Seba-Med? gehören die auch zu dem Konzern. Ich kenn mich da gar nicht aus.
Der Herr Schaller ist ja jetzt im Rahmen der schrecklichen Love-Parade in die Schlagzeilen geraten. Wie das mal ausgehen mag, niemand weiß es.
Du hast schon Recht, ein wirklicher Boykott träfe nur die Mitarbeiter