Offen für Fremdes
Am Freitag Nachmittag wurde Stuttgart von einem Gewitter mit heftigem Regen heimgesucht. Heute ist es grau und kühl da draußen und es hat immer wieder einmal geregnet. Aber gestern war es am Nachmittag doch recht sonnig und angenehm warm. Ideales Wetter, um das Afrika-Festival in Stuttgart-Süd zu besuchen.
Dort gab es viele Produkte aus Afrika zu kaufen. Natürlich habe ich ebenfalls zugeschlagen.
Auch in der Landeshauptstadt fahren die öffentlichen Verkehrsmittel an Wochenendabenden nicht mehr ganz so oft. Ich hatte die Wahl, entweder eine knappe Stunde auf meinen Bus zu warten oder sofort mit einem anderen Bus zu fahren und dann etwa zehn Minuten nach Hause zu laufen. Ich habe mich für die zweite Möglichkeit entschieden.
Dieser Bus fährt auch Asemwald an, dem flächenmäßig kleinsten Stadtteil von Stuttgart. Spontan habe ich beschlossen, dort auszusteigen und den Heimweg zu Fuß anzutreten. Natürlich würde ich nun länger als zehn Minuten brauchen, aber das nahm ich angesichts des milden und sonnigen Abends gern in Kauf.
Mir begegneten mehr Nacktschnecken als Spaziergänger.
Dort oben auf der freien Fläche trifft man auf Fußgänger mit und ohne Hund, auf Radfahrer, Männer, Frauen, Kinder, aber sie alle haben eines gemeinsam – sie grüßen einen stets freundlich.
Dort oben zwischen all dem Mais, Getreide, Rüben und sonstigen Feldern gibt es an einer Kreuzung eine Gruppe von drei Bäumen. Ich glaube, es sind Linden. Darunter stehen ein paar Parkbänke mit Blick zum Flughafen, der neuen Messe und der Schwäbischen Alb. Dort haben sich gestern Abend ein Radfahrer und zwei Männer niedergelassen. Die beiden Männer, ich schätzte sie auf etwas jünger als ich, waren offenbar Freunde, die es sich dort mit ein paar Flaschen Bier gemütlich machen wollten.
Ich war schon an ihnen vorbei gegangen, da sprach mich einer der Beiden an, ob ich mit ihnen mittrinken wolle. Ich habe dankend abgelehnt, bin aber dennoch mit ihnen ins Gespräch gekommen. Sie wirkten alle beide sehr sympathisch auf mich.
Uns ging der Gesprächsstoff nicht aus und plötzlich saß ich doch bei ihnen auf der Bank und nuckelte an einer Bierflasche. So kam ich in den Genuss dieses wunderschönen Sonnenuntergangs.
Hätte einer der beiden Herren nicht seinen letzten Bus verpassen dürfen, hätten wir sicherlich noch die ganze Nacht hindurch gequatscht und erzählt.
Die Bekanntschaft dieser netten Kerle hätte ich nie gemacht, hätte ich den Kopf und das Herz voller Vorurteile und Ängste gehabt. Aber so bin ich nun mal… ich gehe grundsätzlich offen und an das Gute im Menschen glaubend auf diese zu. Bis jetzt bin ich immer gut damit gefahren.







Montag, 14. Juli 2008 um 07:20
Hallo Gise
was, Du hast zugeschlagen???
Wen denn? Lach mal Dich an
Gruß Roswitha
Gise lacht zurück: Keine Sorge, es haben alle überlebt.
Montag, 14. Juli 2008 um 11:39
Schöne Erlebnisse und ja, solche ähnliche Erlebnisse hab ich auch schon gemacht….. und auch noch nie auf die Nase gefallen ;o)
Was hast du dir denn gekauft, bei den Afrikanern? Ich hab auch manches von dort….
lg Brigida
Montag, 14. Juli 2008 um 15:40
ja, Gise, was hast du dir denn schönes ausgesucht? Sieht ja teuer aus, auf dem Foto, aber schön
hachnee, wenn ich könnt wie ich wollt, würd ich…
Gise wundert sich: Liebe Isa, was glaubst Du, was ich gekauft haben könnte?
Ja, da könnte man endlos zulangen.