2010
Freitag
12
Feb
Was sagt man dazu!?
Veröffentlicht von: Gise
um 19:14 Uhr
Ein Gespräch zwischen einer Mutter und einer Lehrerin.
Mutter: “Selbst über ein schwerst behindertes Kind kann man etwas Positives berichten.”
Lehrerin: “Das einzig Positive an einem schwerst behinderten Kind ist das Pflegegeld, das man erhält.”
Dieser Dialog ist kein Witz, sondern hat tatsächlich so stattgefunden!
Dieser Beitrag wurde geschrieben am Freitag, 12. Februar 2010 um 19:14 Uhr und wurde abgelegt unter "behindert?". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0.
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Freitag, 12. Februar 2010 um 21:52
Ich dachte, um Lehrerin zu sein, müsste man einen bestimmten Intellekt haben. Vermutlich habe ich mich getäuscht.
Liebe Gise, ich habe gerade das Buch von der Bettina Eistel fertig gelesen, die auch als Contergankind ohne Arme geboren wurde.
Was diese Frau geleistet hat, obwohl man der Mutter auch viele Fiesheiten gesagt und geraten hat. Und Heim mit dem Krüppel und nicht auf die Strasse damit und so weiter.
Die hatte eine starke Mutter und sie selbst ist auch sehr stark geworden.
Die Bettina hat viele Medaillen im Reiten gewonnen und jetzt sieht man sie öfters als Fernsehmoderatorin.
Ist Dir diese Frau ein Begriff, liebe Gise?
Wir gehen immer zum Sommerfest in unsere Behindertenwerkstadt. Was die geistig Behinderten dort alles auf die Beine stellen, natürlich mit Anleitung, ist erfreulich.
Liebe Grüße Marianne
Gise sagt: Ja, die Bettina Eistel ist mir durchaus ein Begriff. Ich war vor wenigen Jahren auf ihrer Homepage und da habe ich schon aus ihren Erzählungen ihre Kraft und Stärke gespürt. Leider sieht man jetzt nur das Startbild; vielleicht werden die Seiten neu überarbeitet.
Ich glaube, damals haben sich viele Eltern solche Fiesheiten anhören müssen. Für unsere Eltern war es aber auch schwer, sich die Zukunft ihrer körperlich schwer missgebildeten Kinder vorzustellen, weil es keine “Beispiele”/Vorbilder gab, an denen man sich orientieren konnte. Heute können wir Contis beweisen, dass viele Pläne durchaus realisierbar sind.
Samstag, 13. Februar 2010 um 01:28
Wie bitte??? Diese Lehrerin sollte sich aber schleunigst einen anderen Job suchen!! Als Lehrer setze ich da schon eine etwas andere Denkweise voraus! So einen idiotischen Ausspruch sollte einfach NIEMAND von sich geben!
Gise sagt: Diese Lehrerin geht nächstes Jahr in Rente. Aber bis dahin sind die schulisch schwachen Kinder leider weiterhin ihren vernichtenden Urteilen ausgesetzt. Das Kind kann sich anstrengen wie es will, es wird nie ein Lob von der Lehrerin hören. Deshalb macht es in der Schule nichts mehr. Aber die Lehrerin erkennt nicht, wie sehr sie am schulischen “Versagen” des Kindes schuldig ist. Sie sieht nicht, dass das Kind sich einfach verweigert… für sie gehört es in eine Sonderschule.
Ich bewundere die Mutter, wie sie sich für ihr Kind einsetzt und kämpft!
Samstag, 13. Februar 2010 um 09:17
Also ich finde das eine Unverschämtheit, was diese Frau da so von sich gibt.
Ich würde das der Schulleitung und sogar an höherer Stelle melden, diese Frau gehört der Schule verwiesen und das noch vor der Rente.
Damit würde sie ihre Pension verlieren, aber das hätte sie verdient.
Ich habe so einen Hals, da könnt ich die nackte Wut kriegen, wenn ich so was lese.
Hattest du diese Lehrerin als deine Klassenlehrerin auch?
Gise sagt: Geht das denn, so einen Vorfall melden? Ich würde das sehr befürworten!
Nein, diese Lehrerin hatte ich nicht, aber so eine wie sie hätte ich fast bekommen. Die Lehrerin, die mich damals in ihre Klasse bekommen hätte, hat mich schlichtweg abgelehnt und meine Eltern an die Sonderschule verwiesen. Sogar das Schulamt war für meinen Besuch in einer Sonderschule für Lernbehinderte. Die Lehrerin der 2. Klasse hat sich dann angeboten, mit meiner Lehrerin die Klasse zu tauschen. Und sie hat mir dann das Schreiben mit dem Fuß beigebracht. Wäre diese supertolle Lehrerin nicht gewesen, wer weiß, wo ich heute wäre…
Gerade die Menschen, die mit Kindern zu tun haben, müssen wissen, dass man durch Lob und Ermunterung Kinder zu Höhenflügen anregt und durch Kritik und Schmäh verkümmern lässt.
Samstag, 13. Februar 2010 um 11:14
Puh, da bekommt man ja eine Gänsehaut erinnert an die Zeit vor 70 Jahren . Es macht mich ganz schön traurig dass die Menschen nichts dazulernen und das ist meine Generation – pfui Teufel. Man muss sich schämen dass man zu dieser Generation gehört – aber gottseidank sind nicht alle so – hoffentlich hat sich diese Frau nicht vermehrt (hört sich zwar auch nicht schön an aber es ist so).
Gise sagt: Mein 1. Gedanke war auch “3. Reich” und “Holocaust”, als ich von dieser Sache erfuhr. Und das in der heutigen aufgeklärten Zeit!
Doch… sie hat einen Mann und 2 Kinder. Aber dass die beiden wie ihre Mutter gestrickt sind, muss ja nicht zwangsläufig sein. Ich hoffe es nicht. Und wenn doch, dann sollten sie nie Kinder haben und mit Kindern zu tun haben!
Samstag, 13. Februar 2010 um 14:57
unfassbar…
Die Schulbehörden “freuen” sich über solche Meldungen…
Gise grübelt: Meinst Du? Ich meine, eine Krähe hackt einer anderen doch nie ein Auge aus. Und denken die Schulleitung und -behörden da nicht eher so in Richtung, so kurz vor der Pensionierung noch aktiv werden, lohnt sich das? Immerhin ist die Lehrerin Beamtin…
Samstag, 13. Februar 2010 um 20:26
Diesen Ausspruch sollte man wirklich dem Schulamt melden!! Du liebe Zeit… wenn ich denke, wieviele Kinder sie in ihrem Lehrerdasein hatte… wer weiß wieviele Wunde sie da geschlagen hat!! Ich glaube, als Mutter hätte ich diese Frau in der Luft zerrissen!
Gise sagt: Die Mutter war erst einmal sprachlos und hat das Gespräch danach recht schnell beendet. Wozu auch weiterreden. Ihr Kind ist bei der Lehrerin “unten durch”, es wird bei dieser Frau niemals ein Erfolgserlebnis haben. Die Mutter wird jetzt anderweitig aktiv werden. Und da sie hier mitliest, wird sie, von Euch, liebe Leser ermutigt, wahrscheinlich diese Lehrerin an höherer Stelle melden.
Samstag, 13. Februar 2010 um 23:52
Also ich weiß nicht ob es geht, aber ich würde es versuchen.
Es kann nicht sein, dass in der heutigen Zeit solche Äußerungen gemacht werden. Und wenn ja, wie in diesem Beispiel, dann sofort handeln und melden.
Gise, bitte spreche mit der Mutter und die soll was unternehmen und sich ja nicht klein kriegen lassen. Hier ist Kampf angesagt.
Sonntag, 14. Februar 2010 um 01:02
Ich lernte in einer Reha mal einen Kultusminister kennen,der es sehr bedauerte,dass Eltern sich nicht trauen,Unregelmäßigkeiten an Schulen zu melden.Er war der Meinung, in jedem Kind steckt etwas Positives ,man muss es nur suchen.
Bitte ermuntere diese betroffene Mutter an zuständiger Stelle Meldung zu machen.
Meiner Meinung nach bringen diese Menschen die Liebe auf die Welt.