Raureif
Schon gestern Abend zog dichter Nebel auf, bei Temperaturen knapp unter 0°C.
Heute Morgen sah ich, wie der Nebel sich wie Zucker auf die Äste und Zweige der Bäume und Sträucher gelegt hatte, was bei Sonnenschein einfach klasse aussah.
Spinnweben sind nun nicht mehr zu übersehen.
Vom Fotografieren kriegt man den Magen nicht voll. Also bin ich zum Mittagessen erlegen gefahren. Aber vorher musste ich noch unbedingt in den Exotischen Garten gehen, um ein ganz bestimmtes Foto zu machen.
Erinnert Ihr Euch an das folgende Bild, das ich Anfang November aufgenommen habe?
Heute Mittag war ich wieder dort.
Leider ist mir die Idee nicht schon am Vormittag gekommen, als es noch neblig war. Aber auch mit Schnee und Sonnenschein hat das Bild etwas, findet Ihr nicht auch? Hiervon werde ich nun öfter mal ein Foto machen.
Die Zweige und vertrockneten Samen der Büsche und Bäume sehen wie gezuckert aus.
Auch die Zweige der Nadelbäume haben Zuckerspitzen.
Leuchtendrote Flechten zieren im Gegenlicht die kahlen Äste.
Nein, das sind keine Kirschen, sondern Zier-Äpfel, die wie Kirschen aussehen.
Es wurde langsam allerhöchste Zeit, dass ich mich um das Mittagessen kümmerte.
Nach dem Einkauf musste ich aber unbedingt noch im kleinen Wäldchen anhalten.
Der Wald scheint komplett gezuckert worden zu sein.
Doch was ist das? Stacheldrahtzweige?
Alle Stacheln des Raureifs wachsen in eine Richtung… in Windrichtung.
Ich finde die Raureifkristalle faszinierend.
Das Mittagessen musste ich nicht mehr kochen. Als ich von der Fototour endlich nach Hause gekommen bin, hat mein Sohn sich bereits eine Pizza in den Backofen geschoben. Meine Tochter hat ihre Mittagspause am Arbeitsplatz verbracht.
Merke: Manche Probleme lösen sich durch Liegenlassen.
Oder: Willst Du nichts kochen, dann hilft abwarten und Tee trinken fotografieren.














Donnerstag, 21. Januar 2010 um 18:52
Dieser Bogen ist es wirklich wert öfter abgelichtet zu werden. Brrr! Hast du dir da keine kalten Zehen eingehandelt?
Zitat: “Merke: Manche Probleme lösen sich durch Liegenlassen.”
Das merke ich mir mal!!
Gise sagt: Kalte Zehen? Nee, die Sonne schien ja! Und außerdem habe ich ja die “kreisch”bunten (*winke* @ Jeanie
) Zehensocken.
Ist Dir hinterher nie aufgefallen, dass Du Dir vorher viel zu viel Kopf gemacht hast? Manches Problem erledigt sich von selbst, wenn Du es nicht beachtest.
Freitag, 22. Januar 2010 um 15:46
tolle Winterimpressionen, Gise! Und, ja, den Bogen hab ich gleich wiedererkannt und finde auch, du solltest da öfter mal vorbei gehen :bravo:
LG
Gabi
Gise sagt: Danke, Gabi.
Du meinst, ich habe den Bogen raus?
Freitag, 22. Januar 2010 um 20:11
@Gise
Oh, ja,
aufgefallen schon – nur muss ich erst noch das Schlechtemutter-Syndrom abstreifen lernen
Gise grübelt: Was um alles in der Welt ist denn ein Schlechtemutter-Syndrom???
Freitag, 22. Januar 2010 um 21:57
Gise, deine Fotos sind einfach faszinierend.
Liebe Grüße von
Maria
Gise sagt: Liebe Maria,
Ich komme Euch dann doch lieber wieder zu schneefreien Zeiten besuchen… :ja:
nachdem wir nun auch in Stuttgart mächtig viel Schnee hatten und ich dadurch die widrige Seite (Schnee schippen, schlechte Fahroptionen und fast unmögliche Parkmöglichkeiten) kennen lernen durfte, beneide ich Euch im Erzgebirge nicht mehr um den langen Winter.