Bei Schnee unterwegs
Also irgendwie habe ich das Fahren im Schnee anders in Erinnerung. Sind die Ganzjahresreifen doch besser als die Winterreifen oder lässt sich ein Golf einfach besser durch den Schnee lenken als ein Passat Variant?
Es fing schon damit an, dass ich Mühe hatte aus meinem Parkplatz vor dem Haus herauszukommen. Ich dachte, bei Minusgraden wäre der Schnee schön weich und pulvrig. Mitnichten! Wir hatten zwar -4,3°C, aber der Schnee war irgendwie schwer. Ich habe keine Ahnung davon, aber ich könnte mir vorstellen, dass man mit diesem Schnee ideal einen Schneemann oder einen Iglu hätte bauen können, aber über eine Schneeschwelle zu fahren ist ganz schön schwer! Da hilft nur sacht Gas geben, runter vom Gas, wieder leicht Gas geben, runter vom Gas,… und sich so Stück für Stück aus den Schnee zu schaukeln.
Bei uns in der Straße wird nicht geräumt und der Schnee, auf dem schon andere Autos gefahren sind, ist total seifig. Wenn man da nicht sachte fährt, schlingert das Auto. Mit meinem Golf habe ich das so nicht in Erinnerung. Entweder habe ich es vergessen oder das Fahrgefühl auf Schnee ist mit einem großen Wagen einfach anders.
Eigentlich dachte ich, dass die Hauptstraßen schneefrei wären, aber dem war nicht so. Selbst dort lag Schnee, in den die Autoreifen Rillen bis zum Asphalt gefräst haben.
Wie dem auch sei, mir hat das Fahren im Schnee Spaß gemacht. Die Leute waren heute allgemein vor- und nachsichtiger als sonst unterwegs. Wenn sie immer so fahren würden.
Im Wald beim Fernsehturm war ich auch, weil ich Fotos machen wollte. Es hat zwar nicht geschneit, aber es war sehr trüb. Zu trüb zum Fotografieren.

Sonntag, 10. Januar 2010 um 13:45
Du hast in zweierlei Hinsicht Recht. Zum Einen fährt sich der Passat etwas anders als der Golf, weil er schlichtweg länger ist und eine andere Gewichtsverteilung hat.
Und natürlich hast Du auch den subjektiven Eindruck, etwas wäre anders.
Ich fühlte mich in meinem Golf gleich ähnlich zuhause wie im Passat zuvor. Doch das Fahrgefühl des Golfs ist einfach anders, ich würde es als “kompakter” beschreiben. Durch die Automatik ist er ohnehin im Winter, verbunden mit Frontantrieb und Winterreifen, für mich ein echter Gewinner gegenüber vielen anderen Fahrzeugen, die ich im Winter fahren konnte.
Bei den Winterreifen ist mir aufgefallen, daß sie ihre echte Qualität erst bei Schnee und heftigem Regen ausspielen. Auf trockener Straße fühlen sie sich hart und unbequem an, sozusagen “unwillig”.
Was mich natürlich ingesamt nicht davon abhält, Sommer- und Winterreifen zu fahren und vor allem im Winter den Abstand zum Vordermann zu verdoppeln. Denn bei einer Sache helfen Winterreifen auch nicht: Bei Glätte bremsen zu müssen und einen ewig langen Bremsweg zu haben.
Gise sagt: Danke für die Erklärungen. Und für die Bestätigung, dass mich mein Gefühl nicht betrogen hat.
Ja, den Abstand zum Vordermann halte ich auch größer. Aber was mache ich mit dem Hintermann, wenn er mir schier in den Kofferraum einsteigt?