Guten Morgen!
Jetzt war ich schon ein paar Tage nicht mehr hier. Es gibt eben nicht viel zu erzählen. Sorry…
Zur Zeit beschäftige ich mich gedanklich mit meinem großen Sack voller Enttäuschungen und Wut, die alle mit vergangenen Ereignissen und Erlebnissen zu tun haben. Daraus resultieren dann Ängste und Erwartungen für die Zukunft, die den Sack noch voller und schwerer machen. Aussagen wie “Das will ich nicht noch einmal durchmachen, das hatte ich schon und das hat mich damals in eine mittelschwere Depression geführt.” fallen dann. Dabei möchte ich viel lieber den Sack ungeöffnet verbrennen, die Vergangenheit ruhen lassen und an die Zukunft keine Erwartungen stellen. Ich möchte gerne das Hier und Jetzt genießen können.
Dazu gibt es eine nette Geschichte:
Das Geheimnis der Zufriedenheit
Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.
“Herr”, fragten sie “was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.”
Der Alte antwortete mit einem milden Lächeln: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”
Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: “Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?”
Es kam die gleiche Antwort: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich.”
Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: “Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.”
In der Theorie hört sich das sehr gut an, aber dieses Geheimnis der Zufriedenheit im Alltag umzusetzen ist gar nicht so einfach…

Diese Woche war ich beim Frisör. Jetzt habe ich wie jedes Jahr im Frühling wieder einen kurzen Lockenkopf. Nur tönen werde ich meine Haare nicht mehr, denn noch habe ich kein graues Haar auf meinem Kopf entdeckt. Deshalb möchte ich meinen Straßenköterblondschopf so lange es mir möglich ist genießen. Das erste graue Haar, das mir wachsen wird, wird sicherlich einen Blogeintrag wert sein.

In zwei Stunden mache ich mich auf den Weg zu meiner Schwester. Der Kindergarten ihres Kleinen macht heute Nachmittag einen Ausflug, bei dem ich gerne dabei bin. Ich hoffe, dass ich Gelegenheit haben werde zu fotografieren. Aber berichten werde ich Euch morgen auf jeden Fall darüber.

Samstag, 16. Mai 2009 um 20:15
Bisch denn no net dohoim ?
:hug:
Gise sagt: Jetz scho… ben graaad zur Dier raikomma. Han no Wurschd firn Wurschdsalat g’kauft. Ond Pils.