Archiv: Samstag, 6. März 2010
Sonntagsausflug
Eigentlich sollte die Überschrift jetzt Samstagsausflug heißen, aber wir haben umdisponiert. Geplant war, dass ich heute Morgen die Jeanie besuche. Aber nicht in ihrem Hexenhaus, sondern in Schömberg, wo sie sich noch bis nach Ostern aufhalten wird. Doch der heftige Wintereinbruch hat uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Laut Wetterbericht soll es morgen nicht mehr schneien, also werde ich die Jeanie morgen besuchen fahren…
Wer hat …
… denn nur dieses Wetter bestellt? :annoyed:
Ich schwöre, ich war es nicht – auch wenn ich mir vor zwei Wochen noch Schnee bis Mitte März gewünscht habe.
Aber zwischenzeitlich hat sich der Frühling gezeigt und weiße, gelbe und zartlila Farbtupfer ins Gras geworfen. Und die Sonne hat so herrlich warm geschienen, dass man versucht war, ohne Jacke herumzulaufen.
Wenn man das erst einmal verschmeckt hat, dann verlangt man nach mehr von dieser Wärme und den Farben! Also bitte, lieber Frühling, jage den Winter in den hohen Norden und erlaube ihm, erst in frühestens acht Monaten wieder zu kommen.
Frühaufsteher
Dass ich gerne früh aufstehe, habe ich Euch schon öfter verraten. Aber halb fünf Uhr ist definitiv zu früh. Doch was macht man nicht alles für die lieben Kinderlein?
Ich hatte gerade so schön geträumt (keine Ahnung mehr, was), da klingelte mein Handy.
Tochter: “Magst du mich abholen? Ich habe einen U-turn hingelegt, bin an den Bordstein gekommen und dabei ist der Reifen geplatzt.”
Ich, noch halbschlafend: “Bist du so heftig dagegen geknallt? Hast du was getrunken?”
“Nein! Du Mama, es liegt etwa zwei Zentimeter Neuschnee!”
Mein Blick rast zum Fenster hinaus auf das Dach des gegenüber stehenden Hauses, das ich von meinem Bett aus sehe… Tatsache, alles weiß.
“Aha, dann ist es rutschig?!”
“Ja, richtig.”
Ich habe mir erst einmal einen Cappu gemacht und Minka wollte ihren Napf aufgefüllt haben, dann erst bin ich losgefahren.
Meine Tochter hat sich beschwert, weil sie so lange warten müssen hat. In der Tanke wäre es kalt gewesen. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich aus dem Bett heraus sofort losgefahren. Aber ich dachte, mein Kind wäre im Warmen.
Stuttgart versinkt im Schnee! Ja, Maria, ich weiß, der Schnee bei uns ist kein Vergleich zu der Schneemenge, die Ihr im Erzgebirge habt.
Wenn man aber bedenkt, dass wir vor einer Woche schon den Frühling bei uns hatten, dann ist jetzt jede Schneeflocke eine zu viel!
Als ich das Haus verließ, um meine Tochter heimzuholen, trat ich erst einmal in etwa zwei Zentimeter hohen Schnee. Eine Schneeverwehung, weil es an der Haustür etwas windgeschützt ist. Etwa auf der Höhe der Hausecke war der Weg fast schneefrei und es herrschte ein kräftiges Schneetreiben. Was war ich froh, als ich endlich im Auto saß.
Vor der großen Kreuzung vor der Tanke, in der meine Tochter auf mich wartete, wird die Straße dreispurig. Ich nahm die mittlere, während das Auto, das hinter mir war, sich rechts einordnete. Da erst sah ich, dass es sich um einen Pölizeikleinbus handelte. Was war ich froh, dass ich aufgrund des Schnees die vorgeschriebenen
!
Jedenfalls mussten das Polizeiauto und ich – ansonsten war niemand anderes unterwegs – wegen roter Ampeln anhalten. Ich habe lange vorher schon langsam abgebremst, aber der Kleinbus? Er rutschte und sein Heck schlug aus, so dass er nach einer 90°-Drehung auf dem Fußgängerüberweg wieder zum Stehen kam. Zum Glück war niemand unterwegs, denn den/die Fußgänger hätte es arg erwischt!
Trotzdem musste ich grinsen. Wenn man schneller als die Polizei erlaubt bei Schnee auf eine rote Ampel zufährt…
Die Polizisten sind daraufhin einfach weitergefahren, obwohl ihre Ampel noch rot war. Aber ist ja klar, denn von ihrer Position aus haben sie ihre Ampel sicher nicht mehr gesehen. Außerdem war ja niemand sonst unterwegs.

