Archiv: Juli 2009
Kein Freibad
Ich habe eben meinen Plan kurzfristig geändert. Es kam nämlich ein Anruf von einer Square Dancerin und nun werden wir heute Nachmittag zu country music Techno… ach was weiß ich, zu welcher Art von Musik wir im Quadrat tanzen werden. Der Caller des Clubs, den wir heute Nachmittag heimsuchen werden, ist ein Fan der Technomusik und auf diese Musik kann man durchaus sehr gut tanzen. Das haben nicht nur die jungen, sondern auch die Tänzer der älteren Generation mit Freuden festgestellt. Der Caller legt aber auch Musik aus den internationalen Charts auf. Country Musik gibt es nur sehr wenig.
So, jetzt gehe ich mich fein machen. Eine Bluse bügeln muss ich auch noch.
Sie rutscht
Solange mein Pascal umgebaut wurde, habe ich mich darauf gefreut, ins Freibad zu fahren, wenn das Auto fertig ist.
Heute sind zwei wichtige Voraussetzungen für den Freibadbesuch erfüllt: Die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel und Pascal steht startklar bereit. Was aber hält mich noch zurück? Meine Bikinihose… sie ist inzwischen ausgeleiert und rutscht.
Dieser Bikini ist gut und gerne bestimmt schon 30 (in Worten: dreißig) Jahre alt! Meine Tante hat beruflich Badekleidung genäht und so waren meine Schwester und ich als Kinder und Jugendliche immer mit Badeanzügen versorgt. Dann hat sie mir als Teenager zwei Bikinis genäht. Der eine bekam im Laufe der Zeit… wie nennt man das, wenn sich auf dem Stoff so kleine Faserkügelchen bilden? Dieser Bikini gefiel mir, aber nicht so sehr wie der andere, der braunbeigerotgelb-gemustert war. Und diesen Bikini habe ich immer noch. Er ist farblich sicherlich ausgebleicht, aber der Stoff ist noch einwandfrei. Nur der Gummifaden im Bund ist inzwischen ausgeleiert. Und nun? Mich von diesem Bikini trennen möchte ich nicht, aber ich werde wohl nicht umhin kommen, mir einen neuen Bikini zu kaufen…
Habt Ihr auch noch das eine oder andere Kleidungsstück aus Euren jungen Jahren?
Macht der Gewohnheit
Ich danke Euch dafür, dass Ihr Euch alle mit mir über Pascal freut. Ja, so ein fahrbarer Untersatz hat durchaus einige Vorteile. So wie gestern… ich musste am späteren Nachmittag plötzlich in die Stadt, um neue Druckerpatronen zu besorgen. Die in meinem Drucker waren leer und ich musste dringend etwas ausdrucken.
Zur U-Bahn fahren die Busse nur alle halbe Stunde, also bin ich mit dem Auto zur nächsten U-Bahn-Haltestelle gefahren. Der Patronenladen liegt direkt an der U-Bahnlinie, weswegen ich mir dann lieber Staus und Ampeln im Stadtverkehr erspart habe.
Als ich mit der U-Bahn wieder an der Heimathaltestelle ankam, ging ich automatisch zur Bushaltestelle. Der Bus stand schon da, doch dann fiel mir ein, dass ich ja noch eine Kleinigkeit einkaufen musste. Auf dem Weg zum Laden kam ich an meinem Auto vorbei – und da erinnerte ich mich, dass ich ja mit selbigem wieder nach Hause fahren darf.
Hätte ich nicht noch etwas einkaufen müssen, wäre ich doch glatt mit dem Bus heim gefahren…
Geschubst
Manchmal frage ich mich, ob die Technik dafür gemacht wurde, um uns das Leben zu erleichtern oder ob wir gezwungen sind, uns den strukturellen Begebenheiten zu unterwerfen.
Als am Montag Morgen die U-Bahn mit Verspätung ankam, drängten die Menschen in die Waggons. Da, wo ich einsteigen wollte, gab es wegen eines Kinderwagens und bereits überfülltem Waggons einen Rückstau. Also stellte ich mich, die Letzte, die noch einsteigen wollte, in die Tür, damit sich diese nicht vor mir schließt. Ich dachte immer, dass U-Bahntüren sich nicht schließen können, wenn noch jemand darin steht, aber sie schloss – und schubste mich, so dass ich aus der U-Bahn und zu Boden fiel. Mir ist nichts passiert, ich bin nur wahnsinnig erschrocken.
Seit ich gezwungen bin (seit Montag nun nicht mehr!
), mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, fällt mir immer wieder auf, wie straff die Fahrpläne gestaltet sind. Und diesen haben sich die Fahrer und die Fahr”gäste” der Öffis zu unterwerfen. Fahr”gast”… dass ich nicht lache! Der Gast ist König? Nein, der Verfasser der Fahrpläne hat das Zepter in der Hand!
Wie immer
Ich bin gestern Abend mit meinem Auto heile und unspektakulär zu Hause angekommen. Ihr habt alle Recht gehabt… das Autofahren verlernt man nicht so schnell. Und auf dem letzten Stück nach Hause hatte ich das Gefühl, gar keine eineinhalbjährige Fahrunterbrechung gehabt zu haben.
Ich wusste gar nicht mehr, wie schön das Autofahren ist! Nachher fahre ich mit Pascal zur Arbeit.
