Kabisa Gise – Blog

ganz und gar Gise

Archiv: Juni 2009

2009
Freitag
19
Jun

Schülermobbing

Veröffentlicht von: Gise
um 10:40 Uhr

Im Fernsehen hörte ich diese Woche einen Bericht über Mobbing an Schulen. Ich selbst wurde ebenfalls von meinen Klassenkameraden gequält. Damals dachte ich, dass ich an der ganzen Schule (Hauptschule) die Einzige sei, die man hänselte und quälte. Meinen Eltern und den Lehrern war dies bekannt und sie versuchten durch Gespräche mit den Schülern die Situation für mich zu verbessern, aber die Quälereien wurden immer grausamer. Zum Glück hatte ich so gute Noten, dass ich aufs Aufbaugymnasium wechseln konnte. Von da an hatte ich meine Ruhe.

Auch mein Sohn wurde Opfer von Hänseleien. Ich habe versucht, ihn mit lockeren Sprüchen den Rücken zu stärken, aber ob ich ihm wirklich eine Hilfe und Stütze war, weiß ich nicht.

Gestern kam eine Familie in den Kindergarten, nachdem sie vorher telefonisch erfahren hatte, wann ich dort arbeiten würde. Der Vater wollte sich bei mir ganz herzlich und persönlich bedanken, dass ich am Dienstag seinem – ich glaube 11-jährigen – Sohn im Linienbus das Leben gerettet hätte. Der Junge hatte den Busfahrer um Hilfe gebeten, weil Jugendliche ihm im Bus Schläge angedroht hätten. Der Busfahrer hat nur abgewunken und ich habe dem Jungen geraten, sich an seinen Lehrer zu wenden.

Gestern erfuhr ich vom Vater, dass sein Sohn, kaum aus dem Bus ausgestiegen, von den Jugendlichen hinter einem Gebüsch brutal zusammengeschlagen worden war, was einen zweitägigen Krankenhausaufenthalt nötig gemacht hatte.

Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich mit dem Jungen ins Schulgebäude gegangen! Dem Jungen habe ich gestern gesagt, dass ich dies das nächste Mal auf jeden Fall tun würde! Aber der Vater will sich um den sicheren Schulweg seines Sohnes kümmern. Und darum, dass die Jugendlichen nicht ungeschoren davonkommen. Er hat nämlich in Erfahrung gebracht, wo diese herumlungern und dass sie erst jüngst eine alte Frau und eine Schwangere angegriffen hätten.

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2009
Mittwoch
17
Jun

Reich

Veröffentlicht von: Gise
um 18:24 Uhr

Bei uns in der Gegend sagt man, wenn es einem in der Nase jucke, dann käme man zu Geld.

Wenn dem so wäre, müsste ich demnächst steinreich sein, denn in und an meiner Nase kitzelt und juckt es schon seit gut zwei Monaten. Jeden Tag!

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2009
Mittwoch
17
Jun

Zerbrochen

Veröffentlicht von: Gise
um 15:57 Uhr

Wenn der Nachbarsjunge mit einem tennisballgroßen Gummiball an der äußeren Hauswand das Zielen zwischen zwei eng beieinanderliegenden Fenstern übt, dann geht unter Umständen eine Fensterscheibe zu Bruch. Erst recht, wenn die Fenster sich in der zweiten Etage befinden.


Für eine Großansicht bitte aufs Bild klicken.

Zum Glück ist nur die äußere Scheibe zerbrochen.


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Der Mutter und vor allem auch dem Jungen tat der Schaden sehr leid, aber ich habe nur gelacht. So sind Kinder eben. Und die Familie ist versichert.

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2009
Montag
15
Jun

Vergessen

Veröffentlicht von: Gise
um 22:10 Uhr

Ich stelle fest, dass ich eine miserable eKäuferin bin. Heute Nachmittag habe ich in der online-Börse eine Hose der Marke “Angels” entdeckt, die mir sehr, sehr gefallen hat. Noch kein Mensch hat geboten und die Auktion endete heute Abend. Vier Minuten nach Auktionsende fiel mir die Hose wieder ein. Pech! Vor allem, weil der Verkäufer die Hose nicht los wurde. Die könnte jetzt mein sein… für ein Euro plus Versandkosten.

MIST MIST MIST !!!

Morgen Vormittag um neun endet eine weitere Auktion, aber morgen arbeite ich. Ich werde, bevor ich mich auf den Weg mache, ein Höchstgebot abgeben und dann hoffen, dass auch morgen niemand Interesse an der Hose hat…

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2009
Montag
15
Jun

Leichtes Mädchen

Veröffentlicht von: Gise
um 13:54 Uhr

Ich bin ein Frusthungerer, soll heißen, dass ich keinen Bissen herunterkriege, wenn ich mich in Konflikten befinde. Das ist gut so, denn was ich nicht brauchen kann, das sind zu viele Pfunde an mir. Darunter würde mit Sicherheit meine nötige Beinbeweglichkeit leiden. Eine Ahnung, wie ein fülliger Körper sich auf meine Gelenkigkeit auswirken würde, bekam ich vor allem gegen Ende meiner zweiten Schwangerschaft.

Während meiner ersten Schwangerschaft habe ich kaum zugenommen und meine Tochter kam zwar termingerecht, aber doch klein (48 cm) zur Welt. Nach ihrer Geburt wog ich zwei Kilo weniger als vor ihrer Entstehung.
Mein Sohn dagegen maß immerhin (53 cm) und nach seiner Geburt wog ich doch um einiges mehr als vor der Schwangerschaft mit ihm. Gegen Ende dieser Schwangerschaft war ich nicht mehr imstande, mir die Haare selbst zu waschen. Diese zu kämmen ging mit einer langstieligen Bürste gerade so. Genauso mühselig waren mir das Essen und das Zähneputzen. Was war ich froh, als der Bub endlich aus meinem Bauch ausgezogen war!

Seitdem habe ich erst recht darauf geachtet, nicht zuzunehmen, aber mit zunehmendem Alter wird dies immer schwieriger, wie ich mit Anfang vierzig feststellen musste. Konnte ich in jungen Jahren noch essen, was und wieviel ich wollte, ohne dass dies Auswirkungen auf mein Gewicht gehabt hätte, so hatte ich während meiner letzten Beziehung innerhalb von drei Jahren acht Kilo zugenommen. Sowohl er als auch ich haben gerne gegessen. Außerdem kam meine Arbeitslosigkeit hinzu, während der ich mich wenig bewegte.

Durch die Trennung habe ich natürlich wieder frustgehungert. Meine Tochter kennt mich und hat mich damals vor zweieinhalb Jahren immer wieder bekocht. Nachdem der größte Trennungsschmerz vorbei war, habe ich selbst darauf geachtet, doch ab und zu auch etwas zu essen. In den nächsten zwei Jahren habe ich dann immerhin sechs von den acht Kilo verloren und ich fühlte mich nun wieder rundum wohl.

Seit Herbst gehe ich wieder arbeiten – und habe irgendwie schon wieder drei Kilo verloren. Nun wiege ich so wenig wie vor elf Jahren, als ich meinen Mann verließ. In die Hosen, die ich vor drei Jahren kaufen musste, weil mir alles zu eng wurde, passe ich inzwischen fast zwei Mal hinein. Wie gut, dass ich mich nur schwer von meinen Sachen trennen kann, insbesondere, wenn sie einst meine Lieblingsstücke waren. Seit einer Woche trage ich wieder die Hosen, die ich vor elf bis acht Jahren gekauft hatte.

So kann man auch sparen… weniger essen (Ich esse nur, wenn und solange ich Hunger habe, Reste zwinge ich niemals in mich hinein!) und die Kleidung aus schlanken Zeiten weitertragen. :mrgreen:

Nachtrag:
Falls es jemanden interessiert, gibt es jetzt ein paar Zahlen.
Ich bin 1,55 cm klein und wiege derzeit wieder 39 kg. Das klingt im ersten Moment nach stark untergewichtig, aber Arme wiegen laut Aussage eines Arztes etwa 10 kg. Also denke ich, dass ich in etwa genau richtig wiege.

Am Ende meiner letzten Beziehung wog ich 48 kg. Mein für mich als richtig empfundenes Idealgewicht sah ich bei 40 kg. Aber auch mit 42 kg habe ich mich gerade noch so wohl gefühlt. Um so glücklicher bin ich mit meinen 39 kg. Weniger brauche ich auf gar keinen Fall zu wiegen! Mehr aber auch nicht. ;)

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